Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 13.10.2008, aktualisiert am 01.11.2008, Wolf von Fabeck:

CO2-Neutralität alleine genügt nicht. Entscheidend ist die Verweildauer des Kohlenstoffs in der Biomasse - Ein Vortrag in Powerpoint und PDF

Ein vereinfachtes Modell zur Beurteilung klimarelevanten menschlichen Handelns, insbesondere bei der Nutzung der Biomasse

Die Nutzung von Biomasse zu energetischen Zwecken könne das Klima nicht schädigen, heißt es oft, denn sie sei "CO2-neutral". CO2-Neutralität besagt, dass das bei der Verbrennung von Biomasse freiwerdende CO2 vorher - beim Aufwachsen der Biomasse - der Atmosphäre entnommen wurde. Diese Tatsache bedeutet allerdings nicht, dass keine Einwirkung auf das Klima erfolgt. Insbesondere wird oft nicht berücksichtigt, wie wichtig die Zeitspanne zwischen der Entnahme des CO2 aus der Atmosphäre und seiner erneuten Freisetzung ist, denn während dieser Zeitspanne sind die Kohlenstoffatome des CO2 in klima-unschädlicher Form in der Biomasse gebunden.

Die Bedeutung der Verweildauer des Kohlenstoffs in der Biomasse wird in dem anliegenden Powerpointvortrag - Verweildauer des Kohlenstoffs - plausibel gemacht.

Alternativ nutzen Sie bitte die PDF-Version - Verweildauer des Kohlenstoffs
Um die durchschnittliche Verweildauer des Kohlenstoffs in der Biomasse berechnen zu kiönnen, wurden Zahlenwerte für die weltweit bewegten Kohlenstoffmengen eingesetzt,
Um hohe Zehnerpotenzen zu vermeiden, wurde als Einheit die Menge an Kohlenstoff gewählt, die in den "Biota" enthalten ist. Der Ausdruck "Biota" bedeutet die gesamte irdische Biomasse.
Die in den Graphiken angegebenen Zahlenwerte sind als Vielfaches des in der gesamten irdischen Biomasse (der Biota) enthaltenen Kohlenstoffs zu verstehen.
Die Massenströme beziehen sich auf jeweils ein ganzes Jahr.

Sowohl über die Kohlenstoffmengen als auch über die Massenströme gibt es in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Angaben. Im vorliegenden Beitrag wurden die Werte des geowissenschaftlichen Instituts der Uni Frankfurt übernommen. Nach Auskunft des dortigen federführenden Autors, Professor Dr. Wolfgang Oschmann, kann er nur für die Größenordnungen, nicht aber für die genauen Werte bürgen.
Da es letztlich nur um das Verständnis der geophysikalischen Zusammenhänge und nur um die Größenordnungen der Stoffströme zwischen Atmosphäre, lebender und toter Biomasse an Land geht, scheint die Verwendung dieser Werte im vorliegenden Beitrag vertretbar.

Der Verfasser erhofft sich, mit dieser Darstellung einen Beitrag insbesondere zur differenzierteren Bewertung der energetischen Biomasse-Nutzung zu leisten.



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