Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 16.11.2018, aktualisiert am 21.11.2018, Wolf von Fabeck:

Klimawandel hinnehmen? Persönliche Betroffenheit der SFV-Mitglieder

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. wird eine Verfassungsbeschwerde beim BVerfG einreichen (geplant 23.11.18)

Inhalt

Fachkompetenz des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV)

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. ist mit Bescheid vom 2. Juli 2018 vom Umweltbundesamt insbesondere zum Thema Energiefragen und Klimaschutz nach § 3 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit bundesweiter Wirkung anerkannt worden.
Wir befassen uns seit 1986 mit Energiefragen und haben durch die von uns 1989 vorgeschlagene kostendeckende Einspeisevergütung für Solarstrom den Anstoß gegeben, dass eine bis dahin kaum genutzte klimafreundliche teure Technik, die Photovoltaik, durch Massennachfrage und weltweite Massenproduktion erheblich verbessert und verbilligt wurde und einen rasanten Aufschwung genommen hat.
http://sfv.de/lokal/mails/wvf/kostendeckende_Verguetung_bis_hin_zum_EEG_2004.htm
Auch haben wir durch unseren Energiewenderechner nachgewiesen, dass Deutschland genügend geeignete Flächen besitzt, um seinen hohen Energiebedarf allein und unterbrechungsfrei vollständig mit Solarenergie, Windenergie und (immer wieder vergessen) Energiespeichern decken zu können.

Wir haben uns zu einer Verfassungsbeschwerde entschlossen, weil der Gesetzgeber die Umstellung der Energieversorgung auf CO2- und radioaktivitäts-freie Techniken nicht vorantreibt, sondern weil er weiterhin die fossile Energieversorgung stützt, die (gemeinsam mit anderen konventionellen Wirtschaftszweigen) den Klimawandel verursacht. Er kommt damit seiner grundgesetzlichen Verpflichtung nach Artikel 2, Absatz 2 Grundgesetz (Schutz von Leben und Gesundheit) nicht nach, sondern verletzt sie gröblichst.

Dynamik des Klimawandels erfordert höchste Eile bei dessen Abwehr

Die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren bei den Warnungen vor dem Klimawandel zumeist von sehr langsamen Veränderungen die Rede war, hat viele Menschen gleichgültig gelassen. In der Überfülle an beunruhigenden Nachrichten aus aller Welt finden solche Meldungen zumeist nur wenig Aufmerksamkeit, bei denen die Veränderungen im Vergleich zur menschlichen Lebensdauer in der Regel nur langsam verlaufen. Was schert die Mehrzahl der Festlandbewohner ein Anstieg des Meeresspiegels um drei Millimeter jährlich, wenn sie nur noch 50 Jahre zu leben haben und 50 km entfernt von der Küste wohnen.

Diese Gleichgültigkeit würde allerdings kaum aufkommen, wenn unsere Zeitgenossen verstehen würden, dass einige der beobachteten unliebsamen Klima-Entwicklungen inzwischen mit rasanter Geschwindigkeit ablaufen, die sich sogar noch beschleunigt.

Beschleunigung des Klimawandels

Professor Hans-Joachim Schellnhuber, der bisherige Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) äußerte sich dazu in einem Interview der Frankfurter Rundschau vom 1./2. September wie folgt:

Schellnhuber: "Die Erwärmung würde bis 2100 wohl schon drei bis vier Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erreichen. (Anmerkung des SFV: das wären gegenüber dem ParisAbkommen 15 bis 25 Zehntelgrade mehr!) "Derzeit ist im globalen Mittel erst ein Grad Erwärmung vollzogen – und wir erleben ja, was diese vergleichsweise kleine Störung bereits für Folgen hat."

Interviewer: "Sie meinen den Hitzesommer 2018?"

Schellnhuber: "Unter anderem. Unsere Forschungen haben gezeigt, dass ein solches Ereignis durch den Klimawandel um einiges wahrscheinlicher geworden ist. Dieses Beispiel zeigt: Die Art, wie der Klimawandel sich vollzieht, ist für jede Menge Überraschungen gut. Ich bin selbst bestürzt, dass sich mit dem einen Grad Erwärmung bereits so durchgreifende Veränderungen manifestieren."

Hervorhebung durch den SFV


Beschleunigte Schadenereignisse beim Klimawandel?

Die zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels haben viele Erscheinungsformen: extreme Windstärken, ertränkende Regenfluten, lebensgefährliche Lufttemperaturen, jahrelange Dürreperioden, Abrutschen riesiger Gletscher usw.

Zum Beispiel die Waldbrände:

Noch am 22.01.2018 wurde eine offizielle Anfrage des SFV beim PIK, ob auch die häufigen Waldbrände die Qualität eines Kippelements hätten, negativ beschieden.
Auszug aus der damaligen PIK-Antwort: "Generell werden Waldbrände bei der Bestimmung der Kohlenstoffemission als Teil des Kohlenstoffzyklus berücksichtigt. Allerdings wird bei globalen AOGCMs (globale Atmosphären-Ozean-Zirkulationsmodelle) des IPCCs eine dynamische Rückkopplung vernachlässigt. Das heißt, dass trotz erhöhter Waldbrandgefahr durch erhöhtes Dürren- und Blitzschlagrisiko keine Steigerung der CO2-Emissionen angenommen wird..." Dem folgte eine längere Begründung. Sie endete mit einem Hinweis darauf, dass die Waldbrandgefahr in Nordeuropa sogar sinken werde, "da hier in Zukunft höhere Niederschläge zu erwarten sind".

Nur 6 Monate später, im Hitzesommer 2018 gab es dann doch - völlig überraschend - mehrere Waldbrände in Schweden. Mit Bränden von borealen Wäldern (Wälder in der nördlichen Klimazone) hatte wegen der irrtümlich vermuteten regelmäßigen Regen- oder Schneebefeuchtung in den nördlichen Breiten kaum jemand gerechnet. Schweden mit einer Waldbedeckung von über 2/3 der Landesfläche hatte, so heißt es, kein einziges Löschflugzeug.

Ein regenfeuchter gesunder Wald gerät nicht so leicht in Brand. Selbst Blitzschläge können ihm nichts anhaben. Anders aber verhält es sich mit einem Wald, der eine Hitzewelle und Dürreperiode von zwei, drei Monaten ohne Niederschläge hinter sich hat. Auch ein borealer Wald kann schließlich austrocknen. Gerät er dann in Brand, dann werden Hunderttausende von Tonnen Holz in CO2 umgewandelt und erhöhen wie bei jedem Waldbrand die CO2-Konzentration der Atmosphäre. Außerdem bleiben in dem brennenden Waldgebiet keine grünen Blätter oder Nadeln zurück, die mit Photosynthese noch CO2 aus der Atmosphäre holen könnten. Der CO2-Abbau wird verlangsamt, der CO2-Anstieg wird beschleunigt, die Temperaturen steigen weiter, noch mehr Wälder trocknen aus und drohen in Brand zu geraten. Eine typische "Mitkopplungs-Situation": Je heißer es wird, desto mehr Wälder trocknen aus und geraten in Brand und um so mehr Wälder erleiden das gleiche Schicksal und beteiligen sich an der allgemeinen CO2- und Temperaturzunahme.

Bereits jetzt schon haben also - was die weltweiten Waldbrände anbelangt - selbstverstärkende Effekte eingesetzt, die man erst bei höheren Temperaturen erwartet hatte.

Die Waldbrände in Schwedens borealen Wäldern waren möglich geworden weil die Hochdruckgebiete langsamer als bisher um die Nordhalbkugel wandern, so dass das Verdorren und Austrocknen der Wälder - nicht mehr durch die ihnen folgenden feuchtkalten Tiefdruckgebiete rechtzeitig ausgeglichen werden kann. Die Rede ist von den sogenannten "RossbyWellen". Wir schildern das im folgenden Absatz etwas ausführlicher, um zu zeigen, wie eng und kompliziert verknüpft miteinander die Erscheinungen sind:

Seit 2003 wird am PIK zum Verhalten der Jet Streams – mäandrierende Starkwindbänder in großer Höhe – geforscht. Diese entstehen durch Temperaturdifferenz und -ausgleich zwischen Polen und Äquator sowie durch die Erdrotation. Sie organisieren Hoch- und Tiefdruckgebiete und verändern ihre Stabilität und Dynamik mit dem Klimawandel, insbesondere wegen der überproportionalen Erwärmung der Arktis und der geringeren Erwärmung der Kontinente. Dadurch kommt es immer häufiger zu „stehenden“ Ausbuchtungen – den sogenannten quasi-resonanten RossbyWellen – des nördlichen Jet Streams, welche hartnäckige Wetterlagen mit sich bringen. Extreme Hitze und Dürren werden erst Monate zu spät von lokal extremen Niederschlägen und lokal ungewohnt niedrigen Temperaturen gefolgt. Die globale Durchschnittstemperatur steigt allerdings trotzdem weiter.

Bei weiterem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur ist absehbar, dass sich die Brandgefahr nicht auf Wälder beschränken wird, sondern sich auch auf Felder, auf Steppen, Savannen und schließlich auf alles Brennbare ausdehnen kann.

Vor wenigen Wochen, am 06.08.2018 gab es als Pressemeldung eine Warnung des Potsdam Instituts (PIK), es könnte bei weiterer Erwärmung eine kritische Schwelle überschritten werden, nach der es kein Zurück mehr gäbe.
https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/auf-dem-weg-in-die-heisszeit-planet-koennte-kritische-schwelle-ueberschreiten

Wer die übliche Zurückhaltung des PIC kennt, ist betroffen über diese klare Warnung.

In der Zeitschrift DIE ZEIT z.B gab es dazu einen besorgten Bericht.
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-08/klimawandel-erderwaermung-duerre-risiko-klima-forschung-kippelemente

Beschleunigung der Entwicklung

Nur wenige Wochen nach der Erstschrift dieses Beitrages gibt es bereits Berichte über kaum noch zu löschende Wald- und Buschbrände in Kalifornien, die beunruhigend genau den vorstehend erwähnten warnenden Vorhersagen entsprechen.

Notwendigkeit einer CO2-Rückholung zum Ausgleich der bisher überhöhten CO2-Emissionen

Die Klimarahmenkonvention von 1992 in Rio de Janeiro (1994 in Kraft getreten) ist der erste internationale Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Die Staaten der Welt und auch Deutschland haben jedoch seitdem die immer dringlicher werdenden Aufforderungen der Klimawissenschaft, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren, nicht oder nur halbherzig befolgt. 26 Jahre Negierung der klimawissenschaftlichen Warnungen sind nicht ohne Folgen geblieben.

Maßnahmen, die zu Beginn der Warnungen noch angemessen gewesen wären, können den Klimawandel heute nicht mehr stoppen.

Möglichkeiten hätte es gegeben.

Seit dem überraschenden Erfolg der vom SFV vorgeschlagenen kostendeckenden Einspeisevergütung für Solarstrom gab es mit der Photovoltaik neben der Windenergie eine weitere mächtige radioaktiv-freie und CO2-freie technische Energiebereitstellungsmöglichkeit.

Bild:
PV-Zubau 2006 bis 2017

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Die senkrechten Balken zeigen den unerwarteten Zubau der PV in Deutschland nach Einführung der kostendeckenden Vergütung. Drei Jahre lang (von 2010 bis 2012) wurden in Deutschland durchschnittlich 1 MW Solaranlagen pro Stunde errichtet.

Damit wären die technischen Voraussetzungen für einen Umstieg auf eine CO2-und radioaktiv-freie Energiebereitstellung gegeben gewesen, wenn nicht Stromspeicher in großer Menge gefehlt hätten. Der Gesetzgeber versäumte es, nachhaltige Anreize für eine massive Stromspeicher-Markteinführung zu geben.

Der plötzliche Abbruch des PV-Ausbaus im Jahr 2013 wurde durch verschiedene gesetzliche Neuregelungen erzwungen, durch die dann auch etwa 80.000 Arbeitsplätze ihn der Solarbranche verloren gingen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 bestätigte und verschärfte dann noch die Enschränkungen für die Erneuerbaren Energien.

Nun stehen wir ohne eine eingespielte Markteinführung der erforderlichen Speicher-Techniken vor der nahezu unerfüllbaren Aufgabe, die fortgesetzten CO2-Emissionen der Industrialisierung wieder aus der Atmosphäre zurückzuholen.


Über die Frage, wie eine Rückholung von CO2 aus der Atmosphäre erfolgen sollte, hat es heftigste Diskussionen gegeben.
Die Verpressung von gasförmigem CO2 in unterirdischen Hohlräumen "Carbon Capture and Storage (CCS)" wird unter anderem auch vom Sachverständigenrat für Umweltfragen deshalb abgelehnt, weil gasförmiges CO2 klimaschädlich und giftig ist und ein viel zu großes Speichervolumen beansprucht, so dass die Zahl der Lagerstätten nicht ausreichen würde.

Von der Natur lernen:

Die Natur holt CO2 mit Hilfe der Photosynthese des Blattgrüns aus der Atmosphäre zurück.

In einem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt (bereits zum Ende des vorigen Jahrhunderts) haben Michael Specht et al unter der Überschrift "Recycling von CO2" (Erzeugung von Methanol mit Hilfe von Solarenergie aus dem CO2 der Atmosphäre)
http://www.sfv.de/pdf/Report_000700_ZSW_CO2_to_MeOH_LQ2.pdf
demonstriert, dass eine Rückholung von CO2 aus der Atmosphäre auch mit Hife eines technischen Verfahrens möglich ist.
Zwar sollte ursprünglich mit Hilfe dieses Verfahrens Methanol als Kraftstoff erzeugt werden, doch erfüllt das so erzeugte Methanol auch die Bedingungen, die zur dauerhaften unterirdischen Endlagerung erfüllt werden müssen. Es ist klima-unschädlich und leicht lagerbar.

An Methanoltanks werden keine aufwendigen Sicherheitsanforderungen gestellt, wie z.B. bei Heizöltanks, die zum Schutz des Grundwassers in einer öldichten Wanne stehen müssen. Sowohl dezentrale Lösungen als auch zentrale Lösungen bieten sich an. Norwegen bietet dazu seine leer geförderten Erdöl- oder Erdgasfelder an.

Zur Vermeidung von Missverständnissen: Wir müssen nicht nur durch Neuanpflanzungen die Photosynthese der Wälder und sonstigen Grünpflanzen steigern sondern sie zusätzlich durch technische Verfahren ergänzen.

Auch die Untätigkeit des Staates in der drängenden Frage der CO2-Rückholung sehen wir als eine Verletzung seiner Schutzpflicht zu Art. 2 Abs. 2 GG an.

Würde die Befolgung des ParisAbkommens den Klimawandel stoppen?

Im Jahr 2015 lag die globale Durchschnittstemperatur etwa um +1 Grad über der Durchschnittstemperatur vor der Industrialisierung. Schon 2015 in Paris, war es deshalb in sich nicht logisch, wenn man einerseits (zu Recht) beklagte, dass die internationalen Klimaverhältnisse unerträglich seien, dann aber andererseits das Ziel setzte, die weltweite Erwärmung erst bei einem noch höheren Stand als in 2015, nämlich erst zwischen +1,5 und +2 Grad zu stoppen.

Offenbar ist die vertragliche Einigung bereits damals schon ein Kompromiss gewesen zwischen der politischen Bereitschaft, überhaupt etwas zu unternehmen und der naturwissenschaftlichen Notwendigkeit, erheblich mehr zu tun.

Der Hitzesommer 2018 hat uns nun bestätigt, dass die steigenden Durchschnittstemperaturen ihrerseits wieder weitere sogenannte Kippelemente anstoßen, die ihrerseits zu weiterem CO2-Ausstoß führen. Je heißer es wird, desto mehr beschleunigt sich auch noch der Temperaturanstieg. In der Presse wurde besonders das beschleunigte Abschmelzen des Polareises und das Auftauen der Permafrostböden erwähnt.
Entgegen der bisherigen IPCC-Theorie folgen jetzt - wie weiter oben gezeigt - auch die Waldbrände diesem zerstörerischem Muster. Hier droht weiteres Unheil. Immerhin ist ein Drittel der Landfläche weltweit mit Wald bedeckt.
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/HG_Wald.pdf
Es muss befürchtet werden, dass bei weiterem Temperaturanstieg der CO2-Anstieg aus Waldbränden sich weiter verselbstständigt. Dann gibt es bald kein Halten mehr. Aus heutiger Sicht ist es deshalb höchst fahrlässig, wenn man bereit ist, einen Temperatur-Anstieg noch bis auf +1,5 Grad hinzunehmen.

Wenn wir überhaupt noch eine Chance haben wollen, lebend davonzukommen, dann müssen wir so schnell wie möglich alle antropogenen CO2-Emissionen stoppen und eine massiv zunehmende CO2-Rückholung (nicht nur durch Wiederaufforstung sondern zusätzlich jetzt auch weltweit mit technischen Mitteln) in Gang setzen. Für diese extreme gemeinsame Anstrengung müssen wir die Öffentlichkeit, die Wirtschaft und die Politik mobilisieren. Deshalb muss peinlichst das Missverständnis vermieden werden, dass es einen leidlich sicheren Temperaturbereich bei +1,5 Grad geben könne, denn schon bei einer Durchschnittstemperatur weit unterhalb von +1,5 Grad lauert die endgültige Katastrophe!

Die notwendige politische Zustimmung zur CO2-Rückholung erhalten wir jedoch nur, wenn wir verständlich machen, dass und warum die +1,5 Grad dringend vermieden werden müssen.

Folgende Sprachregelung hielte ich für angemessen: "Der Wert des ParisAbkommens liegt darin, dass einvernehmlich anerkannt wurde, dass alle Nationen ihre Anstrengungen steigern müssen.

Doch selbst die Notwendigkeit, dass auch Deutschland seine Anstrengungen steigern(!) muss, will der Deutsche Gesetzgeber nicht mehr akzeptieren. Obwohl deutlich gezeigt werden kann, dass zum Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit der Bürger sogar mehr Anstrengungen notwendig sind, als im ParisAbkommen festgelegt worden sind, vermindert der deutsche Gesetzgeber weiter seine gesetzlichen Vorgaben und bricht damit sogar noch das unzureichende aber gültige ParisAbkommen."

Verletzlichkeit der Stromversorgung bedroht Leben und Gesundheit - Abhilfe nur durch regional organisierte Erneuerbare Energien


Nach dem ersten und dem zweiten Hauptsatz der Physik kommt der Energie eine herausgehobene Rolle im Weltgeschehen zu. In der belebten und der unbelebten Welt kann nichts geschehen, weder im Guten, noch im Bösen, wenn keine Energie dafür vorhanden ist.
Der erste Hauptsatz besagt, dass bei jedwedem Geschehen Energie umgewandelt wird ,und dass aber in einem geschlossenen System die Summe der Energien nach dem Geschehen genau so groß ist wie die Summe der Energien vorher. Der zweite Hauptsatz befasst sich mit der Rangfolge der Energieformen. Es gibt höherwertige Energieformen und minderwertigere Energieformen. Die höherwertigste Energieform ist die Elektrizität. Die niederwertigste Energieform ist die Wärmeenergie.
https://www.youtube.com/watch?v=VWP-MLjxAnU


Die Energieversorgung der Gesellschaft kann in Entwicklungsländern durch verschiedene Energieträger erfolgen, z.B. durch Torf, Brennholz, Briketts, Heizöl, Erdgas, Biogas, Petroleum, Benzin, Dieselkraftstoff, elektrischen Strom. Diese Vielfalt vermittelt eine gewisse Sicherheit. Fallen einige der Energieträger aus, so kann man sich dort mit einem anderen behelfen. (Wie klimafreundlich die einzelnen der genannten Energieträger hergestellt oder genutzt werden, soll hier einmal außer Betracht bleiben.)
Da in Mitteleuropa die Energieversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft immer mehr auf elektrischen Strom umgestellt wird, würde hier ein Zusammenbruch der Elektrizitäts-Versorgung eine Katastrophe auslösen, denn es gibt in unseren Ländern praktisch kaum einen anderen Energieträger mehr. Selbst Gasheizungen würden ausfallen, weil sie zumeist elektrisch geregelt werden.

Das Büro für Technikfolgen Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) hat sich deshalb ausführlich mit der Frage befasst, wie weit unsere Gesellschaft auf eine solche Katastrophe vorbereitet ist und welche Abwehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Studie trägt den Titel "Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung"
http://www.tab-beim-bundestag.de/de/untersuchungen/u137.html
Erstellt: 17.05.2011 Aktualisiert: 15.12.2017
In der Zusammenfassung ist die folgende Aussage zu finden:

"Fazit
Wie die zuvor dargestellten Ergebnisse haben auch die weiteren Folgeanalysen des TAB gezeigt, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Die öffentliche Sicherheit ist gefährdet, der grundgesetzlich verankerten Schutzpflicht für Leib und Leben seiner Bürger kann der Staat nicht mehr gerecht werden."

Hervorhebung durch Verfasser.

Diese Bedrohung gefährdet jeden Bürger dieses Landes. Wir beziehen uns deshalb ausdrücklich auf die in der genannten Studie durchgeführte gründliche Analyse der vielfältigen Gefahren für Leib und Leben.

Mögliche Ursachen für einen Stromausfall

Um den Vortrag anschaulicher zu gestalten, nennen wir drei Beispiele: Eisregen, Hitzewelle, Terrorakt.

Bekannt ist der Eisregen im November 2005 im Münsterland
Damals brachen unter dem Gewicht der dick eis-ummantelten Leitungsseile bei gleichzeitigem Sturm zweiundachtzig Höchstspannungsmasten zusammenbrachen. Siehe z.B. Video "Schneechaos im Münsterland".
https://www.ardmediathek.de/tv/Heimatflimmern/Eingeschneit-Schneechaos-im-Münsterlan/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=54232912&documentId=49034750
Damals waren glücklicherweise nur 250.000 Menschen betroffen, etwa 0,3 Prozent der Bewohner Deutschlands. Das ermöglichte den konzentrierten Einsatz sämtlicher verfügbarer mobiler Notstromaggregate aus ganz Deutschland sowie aller dafür ausgebildeten Techniker und Montagetrupps. Und dennoch war die Stadt Ochtrup drei Tage lang ohne Strom. In den landwirtschaftlichen Massentierhaltungs-Betrieben war z.B. ein Melken der Tausende von Kühen ohne Melkmaschinen nicht mehr möglich. Trinkwasser ließ sich glücklicher Weise provisorisch aus dem massenhaft gefallenen Schnee erzeugen. Zu den sonstigen Problemen empfiehlt sich ein Blick in die vorerwähnte TAB-Studie.

Wenn ein solches Extremwetterereignis bundesweit eingesetzt hätte, wären die Folgen nicht mehr beherrschbar gewesen, allein schon deshalb, weil mehr materielle und personelle Reserven (z.B. fahrbare Notstromanlagen und ausgebildete Techniker) für einen solchen Fall deutschlandweit nicht vorhanden sind.

Eine wochenlange Hitzewelle
Die Leiterseile der Höchstspannungnetze werden durch den fließenden Strom erhitzt und verlängern sich durch die Wärmeausdehnung. Deshalb hängen sie durch. An extrem heißen Tagen fehlt Kühlung durch die Umgebungsluft. Es muss dann der Stromfluss erheblich reduziert werden, damit es nicht zu einem Kontakt mit dem Boden kommt.
Auch die Erhitzung des Kühlwassers oder das Fischesterben in überhitzten sauerstoffarmen Flüssen oder schlicht der Mangel an Kühlwasser zwingt Wärmekraftwerke zur Reduzierung ihrer Leistung oder gar zum Abschalten. Gleichzeitig nimmt der Stromverbrauch durch den zunehmenden Einsatz von Klimaanlagen zu. Wenn dann noch zwei Kraftwerke ungeplant ausfallen, kann es zum Blackout kommen.

Im Mai 2018 wurde das Ergebnis einer Studie der TU Dresden veröffentlicht, die unter dem Stichwort "kaskadierende Ausfälle" aufzeigt, wie sich in ausgedehnten Stromnetzen die Überlastung einzelner Stromnetzmaschen auf andere Stromnetzmaschen auswirken würde und dass es zu einem gefährlichen Aufschaukeln von Ausfällen kommen kann. So zeigte das Simulationsprogramm der TU Dresden bei unglücklichen Kombinationen von Zufallsschäden eine kaskadenartige Zunahme versagender Netzmaschen an.
https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/ausfaelle-in-stromnetzen-dynamisch-induzierte-kaskaden


Ein Terrorakt
Es könnte z.B. die elektronische Fernsteuerbarkeit der Stromverbraucher dazu genutzt werden, durch wiederholtes gleichzeitiges Ein- und Ausschalten aller Stromverbraucher die Stromerzeugungsanlagen zu überlasten. Damit könnte ein gesamtes Versorgungsgebiet lahm gelegt werden. Der Virus "Stuxnet", der einen großen Teil der iranischen Urananreicherungsanlagen zerstörte, hat demonstriert, dass es möglich ist, gezielt und hinterhältig fernsteuerbare technische Anlagen nicht nur abzuschalten, sondern sie sogar zu zerstören. Die Tatsache, dass die deutschen Stromnetze "intelligent" und damit fernsteuerbar gemacht werden sollen, lässt hier erhebliche Bedenken aufkommen, ob auf diese Weise nicht geradezu den IT-Terroristen der Weg vorbereitet wird.

Bedenkliche Höhe des Restrisikos

Die TAB-Studie belegt erhebliche Schadenshöhen und Opferzahlen beim Versagen der Stromversorgung. Sie empfiehlt ein Konzept zur Notstromversorgung auf der Basis dezentraler Stromerzeuger mit Inselnetzfähigkeit.

Beim Versagen der derzeitigen zentral gesteuerten Stromversorgung mit fossilen Großkraftwerken und einem ausgedehnten Fernübertragungsleitungsnetz würden die Schadenshöhen und Opferzahlen deutlich höher liegen als beim Versagen eines dezentral organisierten Stromerzeugungssystems mit Solar- und Windenergie, mit Stromspeichern und kurzen Verbindungsleitungen zu den Stromverbrauchern. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass es bei dem erstgenannten zentral organisierten System zu einem Total-Blackout mit hohen Schadenshöhen bzw. Opferzahlen kommt, ist deutlich höher.
Das Produkt aus Schadenshöhe mal Eintrittswahrscheinlichkeit, das sogenannte Restrisiko liegt deshalb beim zentral gesteuerten Fossilsystem weit über dem eines dezentral organisierten Systems der erneuerbaren Energien.
In seinem Kalkar-Beschluss vom 8. August 1978 entschied das Bundesverfassungsgericht damals, dass die Bevölkerung ein Restrisiko als „sozialadäquate Last“ zu tragen habe, „wenn es nach dem Stand von Wissenschaft und Technik praktisch ausgeschlossen erscheint, dass solche Schadensereignisse eintreten werden.“ Jede bekanntwerdende Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit würde die Bundesregierung allerdings verpflichten, von sich aus die Frage der Betriebsgenehmigung neu zu überdenken. (Wenn meine Erinnerung in diese BVerfG-Entscheidung richtig ist, wäre zu fragen, ob nicht die Bundesregierung auch nach dem damaligen BVerfG-Urteil verpflichtet ist, den Umstieg von der fossilen Stromversorgung auf eine dezentral organisierte Versorgung mit erneuerbaren Energien und Stromspeichern anzuordnen.)

Behinderung der Umstellung auf Erneuerbare Energien

Verweigerung einer ernstzunehmenden Markteinführung für Stromspeicher

Die Unternehmen der erneuerbaren Energien nutzen zur Stromerzeugung direkt die Strahlungsenergie der Sonne oder die durch Sonnenwärme erzeugte Windenergie. In Zeiten unzureichenden Sonnen- und Windangebots müssten sie auf die gespeicherte Sonnen- und Windenergie besonders sonniger und windiger Tage zurückgreifen können. Derzeit erfolgt die Speicherung noch in wiederaufladbaren Antriebsbatterien, wie man sie auch in Elektroautos findet. Langzeitspeicherung großer Elektrizitätsmengen in solchen Batterien wäre allerdings noch extrem teuer und platzraubend.
Hauptsächlich folgende Arten von Stromspeichern stehen derzeit zur Diskussion sortiert nach Speicher-Volumenbedarf.

  • Pumpspeicherkraftwerke. Diese Speicher haben zwar einen guten Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer, aber im Verhältnis zu ihrer riesigen Baugröße können sie nur geringe Energiemengen aufnehmen und sind deshalb keine Zukunftsoption für die Überbrückung von Wind- und Solar-Schwächeperioden.
  • Redox Flow Speicher
  • Aufladbare Batterien, wie im Elektroauto
  • Power to Gas z.B. Wasserstoff, Methan
  • Power to Liquid z.B. Methanol oder Äthanol

Von ihrer Wirkungs- und Funktionsweise her sind all diese Speicher ausreichend bekannt. Bei dieser Ausgangslage liegt es nahe, die drei letztgenannten Speicher durch ein gut ausgestattetes Markteinführungsprogramm zur preissenkenden Massenproduktion zu bringen. Doch das geschieht nicht.
Ernst gemeinte Markteinführungshilfen für Stromspeicher werden vom Bundeswirtschaftsministerium mit der Begründung versagt, man brauche die Speicher derzeit noch nicht.
Mit dieser Entscheidung schafft das Bundeswirtschaftsministerium einen Engpass, einen Flaschenhals für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, denn wer soll bei schwächelnder Wind- und Solarleistung die unverzichtbare elektrische Energie für die Volkswirtschaft liefern?

Kurz gesagt: Beim Fehlen von Langzeitspeichern ist ein Kohleausstieg technisch nicht möglich,

Ungerechtfertigte Anreize für Fernleitungs-Netzausbau

Fossile Großkraftwerke sind auf Fernübertragungsleitungen angewiesen, da sie mehr elektrische Leistung erzeugen als in ihrer Umgebung benötigt wird.

Um den Übertragungsnetzbetreibern einen Anreiz für weiteren Netzausbau zu bieten, wurde von der Bundesregierung eine Eigenkapitalrendite von 6,91% garantiert.
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/161012_EKZ.html
Dieser für die derzeitige Niedrigzinsperiode ungewöhnlich hohe Anreiz aktiviert ihre Netzausbauwünsche. Es versteht sich von selbst, dass die Stromnetzbauer nach Argumenten für weitergehenden Leitungsbau suchen.

Eine technische Notwendigkeit zur Erhaltung des deutschland- oder europaweiten Stromnetzes besteht bei Nutzung der erneuerbaren Energien jedoch keinesfalls. Die Behauptung, man müsse für die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien Windstrom von der Nord- oder Ostsee nach Süddeutschland leiten, ist nicht glaubhaft, denn dann würde Süddeutschland an windstillen Tagen auf Strom verzichten müssen. Offenbar ist etwas anderes mit diesen Leitungen geplant, deren Verlauf auch das west- oder ostdeutsche Braunkohlegebiet streift. Die bayerische gesetzliche 10H-Bestimmung (Art. 82 Abs. 1 BayBO) die den Bau von Windanlagen in Bayern zum Erliegen gebracht hat, korrespondiert mit den finanziellen Anreizen zum Fernleitungsausbau und demonstriert, dass die Braunkohle-Großkraftwerke weiter betrieben werden sollen, die ohne leistungsfähige Fernübertragungsnetze ihre elektrische Leistung nicht verkaufen können. Auch die Entschlossenheit von RWE, den Hambacher Wald endgültig zu roden, um noch die darunter lagernde Braunkohle fördern zu können, deutet in die selbe Richtung.

Das Konzept der Erneuerbaren Energien sieht anders aus: "Speicher, Wind und Sonnenstrom ersetzen Kohle und Atom".
Nicht Fernübertragungsleitungen, sondern Langzeitspeicher werden gebraucht.

Die erneuerbaren Energien werden daran gehindert, ihre Vorteile zu nutzen

Die Verfahren der erneuerbaren Energien funktionieren günstig in kleinen dezentralen Einheiten, bei denen Stromverbraucher, Solar- und Windanlagen sowie Speicher in enger räumlicher Verbindung stehen. Durch kurze Übertragungsleitungen werden auch die Übertragungsverluste und Übertragungsrisiken minimiert. Die dezentrale Anwendung wird möglich, weil die Stromerzeugungsanlagen klein gehalten werden können, weil auch relativ kleine Solar- und Windanlagen sowie Stromspeicher keine wesentlich geringeren Wirkungsgrade haben als Großanlagen. Nicht zuletzt ist der technische Aufbau und die Bedienung von PV- und Windanlagen erheblich einfacher als bei Fossil- oder Atomkraftwerken. Die Bedienung lässt sich sogar automatisieren.
Zusätzliche Reserveleistungen für den Fall eines Ausfalles einzelner Anlagen müssen nicht gesondert bereitgehalten werden, weil die ohnehin notwendigen dezentralen Langzeitspeicher jederzeit einsatzbereit geschaltet sind, wie es bei unterbrechungsfreien Notstromversorgungen üblich ist.

Die Vorstellung, ein international auftretendes Problem könne nur in internationalen Verträgen gelöst werden, verführt zur nationalen Untätigkeit.

Lange Zeit sahen die tonangebenden Energiepolitiker die Bekämpfung des Klimawandels durch Verminderung des CO2-Ausstoßes ihrer Fossilkraftwerke als einzige Möglichkeit. Klimaschutz galt als Last, die möglichst von allen Nationen gemeinsam getragen werden sollte. Insofern ist es verständlich, dass keiner von sich aus freiwillig mit der Verminderung des CO2-Ausstoßes anfangen will und dass die Regierungen IHRE Kraftwerksbetreiber vor hohen Ausgaben in internationalen Verhandlungen möglichst schützen wollten und wollen.

Anders könnte die Sachlage sein, wenn es um die Einführung der Photovoltaik in die Stromversorgung gehen würde. Hier ist die Nation im Vorteil, die diese Technik anbieten und die mit dem Verkauf von Anlagen der neuen Technik internationale Gewinne erzielen kann. Doch diese Möglichkeit hat der deutsche Gesetzgeber bewusst verspielt, indem er die Ausbauraten für Photovoltaik und Windenergie im eigenen Land drastisch reduzierte, um die etablierte fossile Technik länger im Geschäft zu belassen. Bedenken wegen des Verlustes von mehr als 80.000 Arbeitsplätzen in der Erneuerbare-Energien-Branche waren im Bundeswirtschaftsministerium nicht zu vernehmen.

Und die Exportchancen, die sich zukünftig aus einer energischen Markteinführung von Stromspeichern ergeben könnten, lässt die Bundesregierung nun ebenfalls ungenutzt vorübergehen

Zusammenfassung

Vergleicht man die Gefahren, die dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit der deutschen Bürger drohen, so lässt sich eine Dringlichkeits-Reihenfolge bzw. Hierarchie erkennen. Ganz oben steht zweifellos die Bedrohung durch den Klimawandel, weil dieser, wie hier mehrfach erläutert, jeden Bürger bedroht und dabei in seiner Gefährlichkeit von Tag zu Tag zunimmt.

Stellt man dieser Gefahren-Hierarchie die Anstrengungen der Gesetzgebung gegenüber, soweit sie die Bürger vor diesem oder jenem Nachteil oder Gefahr schützen wollen, siehe dazu zum Beispiel die Datenschutzgrundverordnung so stößt man auf ein extremes Missverhältnis. Zwar arbeitet die Gesetzgebung mit großem Fleiß und hohem Einsatz, doch auf Ihrer Dringlichkeitsliste fehlen etliche Gesetze, die für effektiven Klimaschutz zwingend erforderlich wären, zum Beispiel:

  • Markteinführung für Stromspeicher
  • Rücknahme aller Genehmigunghindernisse für Windkraftanlagen
  • Festlegung von detaillierten Stilllegungsterminen für jedes einzelne Fossilkraftwerk
  • Rückholung von CO2 aus der Atmosphäre
  • Entlastung der privaten Betreiber von PV- und Windanlagen von unnötiger Bürokratie

Ein Hinweis durch das BVerfG, dass die bisherigen Maßnahmen des Gesetzgebers völlig unzureichend seien, könnte hier von Nutzen sein.

Unterschrift vF



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