Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

[ zurück zur Startseite ]
[ Artikel diskutieren und weiterverbreiten? Infos zum Copyright ]
[ Druckversion dieses Artikels ]

07.08.2019, Wolf von Fabeck:

Die Lust am Untergang

Editorial

Merken DIE DA OBEN es denn immer noch nicht, wie wir alle in den Taumel der Klimakatastrophe hinein gesogen werden?

Fliegen ist billiger als Bahnfahren. Fahrradfahrer müssen sich an die grüne Welle der Autos anpassen. Eine Windkraftanlage auf dem eigenen entlegenen großen Acker wird nicht genehmigt. Eine Solarstromanlage auf dem eigenen Haus zu bauen und zu betreiben, ist nicht nur teuer sondern mit jährlichem Bürokratieaufwand verbunden. Sogar in der Steuererklärung muss man die Solaranlage aufführen. Wer sich um seine Stromversorgung nicht kümmert, bekommt hingegen ohne weiteren Antrag vorwiegend Strom aus Braunkohle, Steinkohle, Gaskraft oder Atomenergie und braucht dies in seiner Steuererklärung noch nicht einmal anzugeben.

Wir Bürger werden durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen geradezu genötigt, die Klimakatastrophe noch zu verschärfen. Und die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden durch DIE DA OBEN selbst formuliert.

Bekanntlich ist die Wirtschaft auf Energie angewiesen. Die Strategie, mit der DIE DA OBEN an die Macht gekommen sind, war einfach und konsequent. Die Grundlage ihrer Macht ist der Besitz der fossilen Energiequellen: Die Erdölfelder, die Braunkohle-Abbaugebiete, die Kohlegruben, die Erdgasfelder, der Uranabbau. Dazu das Verkaufsnetz: Die Tankschiffe, die Pipelines, die Kohlebahnen, die Höchstspannungsfernleitungen. Die Strategie hat sich bisher bewährt. Die Gewinne waren und sind unermesslich.

Eigentlich sitzen wir doch alle in einem Boot, im Raumschiff Erde. Und wenn dieses "Boot" untergeht, gehen wir alle mit unter. Aber DIE DA OBEN haben in den wohlklimatisierten Räumen ihrer Konzernzentralen, der Kanzlerämter und Regierungspaläste den Kontakt mit der Wirklichkeit längst verloren. Ihre größte Angst: Die Gewinne an Macht und Geld müssten sie aufgeben, wenn sie ernsthaft auf andere Techniken setzen würden.

Um ihre Entscheidung für das Weiter-so vor der Bevölkerung zu vertreten, haben sie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit Milliardenbeträgen ausgestattet. Die INSM ist eine arbeitgeberfreundliche Denkfabrik, die die derzeitige Regierungspolitik publizistisch mit allen Mitteln verteidigt. Für ihre populärwissenschaftlichen Verharmlosungsversuche findet sie dankbaren Absatz vor allem bei den regierungsfreundlichen Tages- und Wochenzeitungen, die dann von denjenigen gerne gelesen werden, die schon immer geargwöhnt hatten, dass die angebliche Klimakatastrophe nur ein Vorwand sei, um mehr Forschungsgelder für die Klimaforscher locker zu machen, dass es in Grönland vor 200 Jahren viel wärmer war als derzeit und dass die Bauern mit ihrem Geschrei wegen der Dürre nur Geld vom Staat abstauben wollen und dass die Berichte über Bergrutsche oder Waldbrände nur deswegen häufiger zu lesen sind, weil sich mit Hilfe der neuen Medien inzwischen jede Schreckensnachricht mit Windeseile verbreitet.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bejaht natürlich die Begriffe, die jeder anständige Mensch hochhält, wie z.B. „Gerechtigkeit“, „Energiewende“, „Klimaschutz“, "Jugendschutz" und definiert sie in ihrem Sinn um. Der Vertrag von Paris habe z.B. das Ziel die Erderwärmung auf 2° zu begrenzen. Und immer wieder betont die INSM, dass Deutschland sich im Vergleich zu den anderen Ländern vorbildlich verhalte und dass deutsche Maßnahmen allenfalls 0,00x Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß ändern könnten.

Ganz besonders setzt sich die INSM für die "irregeleiteten" FFF-Jugendlichen ein. Sie verschafft ihnen Gelegenheit zu Diskussionen mit wirklichen Fachleuten, in denen sich dann zeigen soll, dass diese Kinder ja keine Ahnung von den praktischen Verhältnissen haben. (Der erste Versuch mit FDP-Lindner ist allerdings glänzend missglückt).

Wir können von Glück sagen, dass es die FfF-Bewegung gibt. Ihr gelingt es bisher am ehesten, in den Medien wahrgenommen zu werden.

Eifrige Reporter wenden sich an beliebige Demonstrationsteilnehmer, halten ihnen ein Mikrofon hin und fragen nach den Forderungen. Die Schüler sagen, dass sie Angst haben, weil es jedes Jahr heißer und trockner wird, weil die Wälder sterben, weil das Trinkwasser knapp wird, weil die Bauern weniger ernten und schon jetzt Millionen verhungern. Weil jeden Tag neue Schreckensmeldungen kommen und weil die Politker trotzdem noch nicht einmal die Braunkohlekraftwerke abschalten. "Wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut".
Das ist unwiderleglich.



zum Seitenanfang


Dieser Artikel wurde einsortiert unter ....