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13.09.2007, Wolf von Fabeck:
Erneuerbare Energien setzen Dezentralisierung voraus
Die wirkungsvollste Gegenmaßnahme gegen die Klimakatastrophe ist die totale Umstellung der Energieversorgung auf die Erneuerbaren Energien. Doch gerade diese Maßnahme entspricht nicht den Interessen der Energiewirtschaft, denn die Erneuerbaren Energien können im wesentlichen nur dezentral - unter Beteiligung der Bevölkerung - gewonnen werden. Die Energiewirtschaft sucht hingegen nach zentralisierbaren Techniken, die sie in eigener Regie betreiben (und ggf. verzögern) kann.
- Fusionskraftwerke
- CO2-Abscheidung und Endlagerung bei Kohlekraftwerken
- Solaranlagen in der Wüste
- Off-shore Windparks an den Küsten Europas
Die Energiewirtschaft bekämpft insbesondere solche Techniken, die von Privatleuten finanziert und betrieben werden können.
- Solarstromgewinnung auf und an Gebäuden
- Ausbau der Windenergie im Binnenland
- Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken
Den eigentlichen Grund für die Ablehnung der Erneuerbaren Energien nennt die Energiewirtschaft natürlich nicht. Stattdessen verbreitet sie Zweifel an ihrem heimischen Potential. Solarenergie solle man dort ernten, wo die Sonne scheint und Windstrom dort, wo der Wind weht. Durch solche Überlegungen erhalten diejenigen Politiker Oberwasser, die die Einspeisevergütungen für Windstrom im Binnenland und Solarstrom für zu hoch halten. So wird die Aktivität der Bürger im eigenen Land ausgebremst und der Kampf gegen die Klimakatastrophe verzögert.
Wer sich aus technischem Interesse für Solaranlagen in Afrika einsetzt, sollte deshalb vorsorglich im gleichen Atemzug darauf hinweisen, dass man mit Solarstromanlagen auf nur 10% der deutschen "Gebäude und Freiflächen" sowie Gebäudefassaden und Lärmschutzwänden eine Strommenge ernten kann, die etwa dem halben gegenwärtigen Stromverbrauch Deutschlands entspricht.
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