Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 30.03.2019, aktualisiert am 07.04.2019, Wolf von Fabeck:

Gemeinsamer Sturz in den Abgrund

Was plant Angela Merkel?

Viele Menschen sind anscheinend zu dumm, sich vor dem Klimawandel überhaupt zu fürchten. Wer kennt nicht den mit dem Anfangsbuchstaben T oder den deutschen Politiker mit dem Anfangsbuchstaben S?

Auch Angela Merkel scheint sich nicht zu fürchten. Betrachtet man allerdings die Tatsache, dass Angela Merkels Dissertation zu einem schwierigen naturwissenschaftlichen Thema mit einem "summa cum laude" bewertet wurde oder bedenkt man ihre anspruchsvolle Selbst-Inszenierung zum Klimawandel, da kann es in ihrem Fall an mangelnder Intelligenz nicht liegen.

Ihr Bild im roten Anorak vor den schmelzenden Gletschern Grönlands hat fast jeder vor Augen. Als die schlimmen Folgen des Klimawandels immer sichtbarer wurden, war sie es, die eindrucksvolle und richtige Forderungen zur Bekämpfung des Klimawandels formulierte und dafür internationale Zustimmung erlangte (G7 Treffen, Juni 2015 in Schloss Elmau. Paris-Abkommen, Dez.2015). Die Bevölkerung erinnert sich heute noch dankbar daran. So hat sie es bis zum Ehrentitel "Klimakanzlerin" gebracht.

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung merkt allerdings nicht, dass Merkel in ihrer Richtlinienkompetenz als Bundeskanzlerin die berechtigten Forderungen von Elmau oder Paris im eigenen Land massiv missachtet und durch das Nicht-Befolgen ihrer eigenen Forderungen in den Folgejahren den Ruf Deutschlands als zuverlässiger und fortschrittlicher Klimaschutz-Partner weltweit ruiniert hat.
Mester-Klimakanzlerin 2

Sehen Sie die Spinnenweben? Zur Vergrößerung in das Bild klicken

 
Wie gesagt, Merkels Motivation und Absicht liegen letztlich im Dunkeln. Ob Merkel gemeinsam mit dem ihr durch den Amtseid anvertrauten deutschen Volk einen Massenselbstmord ("Piloten-Suizid" wie Germanwings-Flug 9525 ) plant, ist eigentlich nicht anzunehmen. Doch gleichgültig, was ihre Absichten sind - sie muss dringend gestoppt werden!
Für diejenigen, die den Vergleich mit einem Pilotensuizid für übertrieben halten folgt ein Zitat aus der neuesten großen Studie von Klimawissenschaftlern zur "Heißzeit":

"Wir geben zu bedenken, dass soziale und technologische Trends und Entscheidungen, die in den nächsten ein oder zwei Dekaden erfolgen, die globale Entwicklung entscheidend dahingehend beeinflussen können, dass es wieder zu Zuständen kommt, die letztmalig vor mehreren Millionen von Jahren geherrscht haben, Bedingungen, die für menschliche Gesellschaften und viele unserer Mitgeschöpfe unverträglich sind."
Das heißt im Klartext: Es geht in den nächsten 10 Jahren um das Überleben der gesamten Menschheit.

Gibt es - rein physikalisch - überhaupt noch die Möglichkeit, eine Heißzeit zu vermeiden?

Wir müssten nicht nur die Emissionen vollständig stoppen und mehr Wälder aufforsten, sondern darüber hinaus sogar Klimagas mit technischen Mitteln aus der Atmosphäre zurückholen um den Klimawandel, der sich nach Überschreitung einiger Kipppunkte inzwischen selbst verstärkt (Fachbegriff "positive Rückkopplung") noch zu stoppen. Ob die Bereitschaft zu so weitgehenden Maßnahmen weltweit schnell genug geweckt werden kann, ist noch fraglich. Aber wenn wir nicht damit beginnen und Erfolge aufweisen, welches Land soll es sonst tun? Vielleicht hilft uns ja bei der Bewältigung dieser immensen kaum vorstellbaren Aufgabe die aufkommende Angst, die freitags immer mehr Menschen auf die Straßen treibt. Vielleicht liefert auch unsere Verfassungsbeschwerde vom November 2018 und die erhoffte Entscheidung des BVerfG einen wichtigen Impuls.

Unsere Abhängigkeit von den gesetzlichen Rahmenbedingungen

Fast jeder hat am Anstieg der Klimagas-Konzentrationen mitgewirkt. Manche sogar absichtlich, weil sie demonstrieren wollen, wie absurd ihrer Meinung nach die Warnungen vor dem bisschen CO2 seien. Viele von uns haben gedankenlos mitgemacht. Einige von uns mit schlechtem Gewissen, bei Flugreisen oder wenn sie zu klein gewordene Kinderkleidung (die niemand mehr haben will) in den Restmüll warfen oder ihre dritte Möbelgarnitur bestellten oder das dritte Fahrrad verschrotteten anstatt es zu reparieren oder wenn sie bei Regen nicht den Regenschirm, sondern das Auto nahmen, oder wenn sie nachts die Beleuchtung brennen ließen.

Wieso tun wir das immer noch?

Unser Verhalten wird - ohne dass wir es merken - von den gesetzlichen Rahmenbedingungen gesteuert. So lange wir uns an diese Rahmenbedingungen halten, können wir die Welt nicht retten, sagte Greta Thunberg in einem ihrer ersten Interviews. Hören Sie sich dieses Interview an, es ist hörenswert!


Aber welche Regeln sind es denn, die geändert werden müssen? Muss jede einzelne Verfehlung durch eine gesonderte gesetzliche Bestimmung unattraktiv gemacht oder gar verboten werden? Müssen wir eine Planwirtschaft mit hundert staatlichen Vorgaben einführen? Brauchen wir eine Ökodiktatur?

Nein, wir brauchen keine Ökodiktatur, sondern wir brauchen eine (neue) Regierung, die drei wichtige Grundsatzentscheidungen umsetzt:

Zukunftsvorsorge ist wichtigste Aufgabe des Staates

Energie- und Ressourcenverschwendung müssen durch entschlossene Besteuerung der Energie gestoppt werden

Unternehmen der Zukunftsvorsorge müssen durch radikale Rücknahme der Steuern auf Löhne und Gehälter entlastet werden

Mit diesen Grundsatzentscheidungen sollten wir uns rasch vertraut machen.



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