Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

[ zurück zur Startseite ]
[ Artikel diskutieren und weiterverbreiten? Infos zum Copyright ]
[ Druckversion dieses Artikels ]

18.05.2019, Wolf von Fabeck:

Überleben


Drei Unterthemen

Liebe Zuhörer,
heute möchte ich gerne Ihre Aufmerksamkeit auf drei Themen lenken, die mich schon lange bewegen:

Heimat zwischen Weltraumkälte und Höllenfeuer - ein einmaliges Geschenk!

Wieviel Sterne
 
Lassen Sie mich mit dem Fermi-Paradoxon beginnen. (Enrico Fermi, ein italienischer Kernphysiker - sein Paradoxon soll aus dem Jahr 1950 stammen)

Wenn es außer unserer technisch hochentwickelten menschlichen Gesellschaft auch noch andere hochentwickelte Zivilisationen auf andern Himmelskörpern gäbe, dann könnte es auch Zivilisationen geben, die etwa so weit entwickelt sind wie die unsere.
Fermi stellt die Frage, warum es dann noch nicht gelungen sei, mit solchen Zivilisationen wenigstens funktechnisch Verbindung aufzunehmen.
Fermi-Paradoxon
 
Es gibt auf Fermis Frage viele denkbare Antworten (die aber nicht von ihm stammen).

  • Es besteht kein Interesse an einer Kontaktaufnahme. Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus und die folgende Unterdrückung der Indianer durch den weißen Mann zeigt warnend, wie es dem jeweils schwächer bewaffneten Partner ergehen würde. Da wir nicht wissen, ob wir eine Eroberung unseres Planeten abwehren könnten, halten wir uns zu unserem eigenen Schutz besser unauffällig zurück.
  • Es könnte auch sein, dass hochentwickelte Zivilisationen sich rasch selbst zerstören. In der kurzen Zeitspanne, die ihnen jeweils verbleibt, können keine gegenseitigen Kontakte aufgebaut werden. Notwendig für solche Kontaktaufnahme ist auch ein sehr hoher Physik-Wissensstand. Um sich diesen Wissensstand anzueignen sind nicht nur kluge Hypothesen erforderlich, sondern auch extrem aufwendige und teure Experimente zur Bestätigung oder Widerlegung dieser Hypothesen. Ganz ohne Macht- oder Gewinngier wird eine Spezies kaum diese aufwendigen Experimente bezahlen und durchführen können.

Andererseits aber führen Macht- oder Gewinngier bei gleichzeitiger Bedenkenlosigkeit und Risikobereitschaft möglicher Weise zu vernichtenden Kriegen untereinander oder - wie wir es derzeit erleben - zur leichtsinnigen Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen. Dass es bisher keine Kontakte zu anderen hochentwickelten Zivilisationen gibt, könnte also auch damit erklärt werden, dass sich bisher keine hochentwickelte Zivilisation über mehrere Jahrhunderte hat halten können. Diese Erklärung sollte uns warnen.

Ich will Ihnen nun zeigen, dass die Menschheit bereits seit weit über 100 Jahren dabei ist, unseren Planeten zu ruinieren, ihn unbewohnbar zu machen. Wir merken es nicht einmal mehr. Uns ist das natürliche Empfinden dafür verloren gegangen.
Es gibt Berichte, dass die Ureinwohner Nordamerikas die schonungslose Ausbeutung ihres Landes, die Massenschlächtereien der Büffelherden oder die rücksichtslose Entwaldung ihres Landes oder die landschaftszerstörende Suche nach Gold in Kalifornien nicht nur als Beraubung, sondern darüber hinaus emotional auch als einen fluchwürdigen Frevel gegen ihre Naturgötter empfunden haben. Aus Afrika gibt es entsprechende Berichte, z.B. von Tanja Blixen.
 
Keeling-Kurve 2018
Die überwiegende Mehrheit bei uns betrachtet zwar mit einer gewissen Besorgnis den fortwährenden Anstieg der Keelingkurve, die die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre anzeigt, aber dann jetten wir mal rasch nach Madeira, und beteiligen uns mächtig am CO2-Ausstoß. Und dann hoffen wir wohl, dass es trotzdem vielleicht noch hundert Jahre dauert, bis es mit der Klimakatastrophe auch bei uns so richtig schlimm wird. Doch da irren wir gewaltig.

Die Angst vor dem Vorwurf der Panikmache

Aus Angst vor dem Vorwurf der Panikmache sind die ernst zu nehmenden Studien zum vorhersehbaren Verlauf der Klimakatastrophe so "wissenschaftlich" zurückhaltend formuliert, dass der Normalbürger sie kaum versteht, ein bisschen ähnlich wie Arztberichte, in denen ein Arzt seinem Kollegen mitteilt, dass der Patient eine unheilbare tödliche Krankheit in sich trägt. Selbst wenn der Patient diesen Bericht liest, versteht er ihn oft nicht. Ihm unbekannte Fachbegriffe oder die Erwähnung von "positiven" Befunden beunruhigen ihn nicht.

Die neueste mir bekannte Studie Trajectories of the Earth System in the Anthropocene gibt es noch nicht auf Deutsch.
Trajectories
Zusammengefasst besagt sie, dass es nicht möglich ist, das Klima bei einer Erwärmung von 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Globaltemperaturen zu stabilisieren, weil nämlich bei einer solchen Temperaturerhöhung die ersten Kipppunkte bereits überschritten sind, die zu einer Selbstverstärkung des Temperaturanstieges führen.
Ein einfaches Beispiel für ein Kipppelement ist das Auftauen der Permafrostgebiete. Permafrostgebiete sind Regionen im Norden von Asien und Amerika, in denen vor 10 tausenden von Jahren riesige Sümpfe eingefroren sind und eine stabile Erdoberfläche bieten. Wenn diese Sümpfe auftauen, bildet sich bei bakterieller Zersetzung von abgestorbenem organischem Material entweder CO2, oder wenn Sauerstoff fehlt, entsteht auch das Gas Methan CH4 und steigt auf in die Atmosphäre. Methan hat leider eine sehr starke Klimagaswirkung, etwa 20 mal schlimmer als CO2. Deshalb steigt durch diesen verstärkten Klimagasausstoß die Globaltemperatur noch schneller an. Noch mehr Permafrostgebiete tauen auf, noch mehr Methan steigt auf. Das bisher so stabile System gerät ins "Kippen". Das Kippen beginnt, wenn eine bestimmte Globaltemperatur (der Kipp-Punkt) überschritten ist.

Erläuterung zum Begriff Kipppunkt: Wird sich der Klotz wieder aufrichten?
Aufrichten- Kippen

Tatsächlich sind die Verhältnisse im Klimasystem erheblich komplizierter als hier angedeutet, weil es so viele Kippelemente gibt. So könnte zum Beispiel ein Kippelement im Kippen einen anderes Kippelement mitreißen, das von sich selbst aus noch nicht kippen würde usw.

Die Studie warnt uns somit, dass unser Klimaschutzziele nicht ausreichen. 1,5° Erwärmung dürfen wir, wie schon gesagt, auf keinen Fall zulassen
In Kapitel 2 und 3 werde ich zeigen, was die Menschheit deshalb noch tun müsste.

Kann uns in Deutschland denn schon so bald etwas Schlimmes passieren?

Als ich diesen Vortrag zum ersten mal hielt, wurde ich gefragt, wieso ich von einem möglichen Ende in etwa 5 Jahren ausginge. Ich habe sinngemäß geantwortet, ich würde gerne anhand eines Beispiels schildern, was geschehen könnte. Die Erhitzung des Kühlwassers oder schlicht der Mangel an Kühlwasser zwingt Wärmekraftwerke (Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerke zur Reduzierung ihrer Leistung oder gar zum Abschalten. Gleichzeitig nimmt der Stromverbrauch durch den zunehmenden Einsatz von Klimaanlagen zu. Wenn dann noch zwei Kraftwerke ungeplant ausfallen, kann es zum Blackout kommen. Auch ein Terrorakt, bei dem z.B. die elektronische Fernsteuerbarkeit der Stromverbraucher dazu genutzt wird, durch wiederholtes gleichzeitiges Ein- und Ausschalten aller Stromverbraucher die Stromerzeugungsanlagen zu überlasten, kann ein gesamtes Versorgungsgebiet lahm legen.
Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag belegt erhebliche Schadenshöhen
und Opferzahlen beim Versagen der Stromversorgung. Sie empfiehlt ein Konzept zur Notstromversorgung auf der Basis dezentraler Stromerzeuger mit Inselnetzfähigkeit. Beim Versagen der derzeitigen zentral gesteuerten Stromversorgung mit fossilen Großkraftwerken und einem ausgedehnten Fernübertragungsleitungsnetz würden die Schadenshöhen und Opferzahlen deutlich höher liegen als beim Versagen eines dezentral organisierten Stromerzeugungssystems mit Solar- und Windenergie, mit Stromspeichern und kurzen Verbindungsleitungen zu den Stromverbrauchern.
Auch die Wahrscheinlichkeit, dass es bei dem erstgenannten zentral organisierten System zu einem Total-Blackout mit hohen Schadenshöhen bzw. Opferzahlen kommt, ist deutlich höher.

 

Kassandra

Sie kennen vielleicht das tragische Schicksal der trojanischen Prinzessin Kassandra, die den Untergang von Troja genau vorhersah, der aber niemand glaubte. Schließlich holten sich die Trojaner entgegen ihrer Warnung das trojanische Holzpferd mit den darinnen versteckten bewaffneten Griechen eigenhändig in die Stadt und besiegelten so den eigenen Untergang. Auch unter uns gibt es genügend Warner, deren Warnungen keine politischen Konsequenzen hatten. Vielleicht weil sie keine Emotionen wecken konnten.

Wir sollten Greta Thunberg über alle Maßen dafür dankbar sein, dass sie es geschafft hat, die drohende Gefahr emotional verständlich zu machen.

Erst als das Klima schon begonnen hatte, sich zu verändern, als 1965 durch eine Warnung an den US-Präsidenten Lyndon B. Johnson öffentlich bekannt wurde, dass die Nutzung der fossilen Energien das Klima schädigt, hat EXXON - einer der größten Ölkonzerne - durch eigene Untersuchungen festgestellt, dass die wissenschaftlichen Warnungen berechtigt waren. Trotz der warnenden eigenen Erkenntnisse hat der Konzern jedoch das Ölgeschäft fortgesetzt. Im Jahr 1997 erschien sogar in der "New York Times" ein beruhigender Text über die Erderwärmung. "Wissenschaftler können nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob Temperaturen steigen, wie stark und wo Veränderungen stattfinden", hieß es darin. Man wisse immer noch nicht, welche Rolle vom Menschen verursachte Treibhausgase bei der Erwärmung des Planeten spielen könnten. Es handelte sich um eine bezahlte Exxon-Anzeige.

Die FAZ vom 24.10.2018 titelte 20 Jahre später: "Ölriese EXXON wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt". Inzwischen hatten nämlich Forscher der Harvard University 72 wissenschaftliche Fachartikel analysiert, die bei EXXON-Mobil angestellte Forscher verfasst hatten. Außerdem werteten sie weitere wissenschaftliche Beiträge und interne Berichte aus und verglichen sie mit den Aussagen aus 36 bezahlten Exxon-Anzeigen aus den Jahren 1977 bis 2014. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in den "Environmental Research Letters". Ihr Urteil fiel hart aus: "EXXON Mobil führte die Öffentlichkeit über den Zustand der Klimaforschung und ihre Auswirkungen in die Irre", schrieben die Studienleiter Geoffrey Supran und Naomi Oreskes in einem Beitrag für die "New York Times". Doch die üble Saat ging weiter auf. Weltweit erschienen weitere "Studien", deren Zweck es war, Zweifel an den Forschungsergebnissen zu säen. Im deutschsprachigen Raum tat sich insbesondere EIKE (ein sogenanntes "Europäisches Institut für Klima und Energie") mit zahlreichen Fehlinformationen zur globalen Erhitzung im Internet hervor. Hier konnte und kann sich immer noch jeder Entscheidungsträger mit gefaketen wissenschaftlich verbrämten Informationen versorgen, um seine Untätigkeit gegen die globale Überhitzung zu verteidigen. Einen Eindruck zu den Fälschungsmethoden, die hier eingesetzt werden, vermittelt ein empfehlenswerter YouTube-Beitrag der Professoren Harald Lesch und Stefan Rahmstorf zum "AfD-Klimaquiz" https://www.youtube.com/watch?v=pxLx_Y6xkPQ&feature=youtu.be

Unter dem Eindruck solcher angeblich wissenschaftlichen Zweifel an der Klimakrise unterblieben dringend erforderliche grundsätzliche Kursänderungen in der Wirtschaftspolitik Die Industrienationen setzen weiterhin auf Wachstum, d.h. auf eine immer schärfere Ausbeutung der Bodenschätze und insbesondere der fossilen Energieträger, Kohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Dazu befreiten sie (besonders in Deutschland) den Energieverbrauch weitgehend von jeglicher Steuer und trieben ihn damit in schwindelnde Höhe. Inzwischen ist das Klima so weit ruiniert, dass es bereits fraglich ist, ob unsere Kinder oder Enkel die Folgen der Klimakatastrophe überhaupt noch lebend überstehen können.

Unsere Erde - Ein Wunder

 
Leben zwischen Weltraumkälte u. Höllenfeuer
Die Erde, der blaue Planet, unsere Heimat! Unter weit mehr als 100 Milliarden anderer Himmelskörper ist unsere Erde vielleicht der einzige, der Umweltbedingungen bietet, die dem menschlichen Leben zuträglich sind. Unzählige andere Planeten, auf denen Weltraumkälte oder glühende Hitze herrscht, demonstrieren uns, welch einmaliges, kostbares Geschenk unsere Erde ist.

Wie ist diese Erde überhaupt entstanden?

Vor etwa 4 oder 5 Mrd. Jahren muss es "hier" (das heißt in unserer Milchstraße) einen massereichen Riesenstern gegeben haben, mit einer Masse von etwa 20 mal der Sonnenmasse . Da Massen sich gegenseitig anziehen muss in dem Inneren dieses Sternes ein unbeschreiblich hoher Innendruck geherrscht haben. Dieser Druck hat zunächst die Atomkerne der Wasserstoffatome so fest aneinander gepresst, dass sie sich zu Helium vereinigten (fusionierten). Aus vier Wasserstoff Protonen entsteht dabei ein Helium-Atomkern, der sich aus zwei Protonen und 2 Neutronen zusammensetzt. Da die Neutronen ein ganz klein wenig leichter sind als die Protonen aus denen sie entstanden sind,. bleibt ein bisschen Masse übrig, die sich in Energie verwandelt, in Hitze und Strahlung.
Nach der Formel E= Mc2 wobei c die Lichtgeschwindigkeit (also 299 792 458 m/s) beträgt. Man spricht hier auch vom "Wasserstoffbrennen"
Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Wasserstoffbombe.
Nach dem Wasserstoffbrennen beginn das Heliumbrennen. Dabei werden drei Helium-Kerne durch Kernfusionsreaktionen in Kohlenstoff umgewandelt und senden dabei Gammastrahlung aus.
Das Kohlenstoffbrennen setzt ein, wenn im Inneren des Sternes das Heliumbrennen erloschen ist. Dabei entstehen vielerlei schwerere Elemente
Die ganz schweren Elemente allerdings können nur bei der vollständigen Explosion eines massereichen Sterns entstehen. Eine solche Explosion wird als Supernova bezeichnet. Eine Supernova ist kein Stern, sondern das kurzzeitige, helle Aufleuchten eines massereichen Sterns am Ende seiner Lebenszeit. Es bleibt nur noch Sternenstaub übrig, der alle denkbaren Elemente der Chemie enthält. Die Leuchtkraft der Explosion wird so hell wie eine ganze Galaxie.

An Stellen mit höherer Dichte des Sternenstaubs bildeten sich viele neue Sterne, darunter auch die Sonne, die damals noch nicht so hell und heiß war wie jetzt. Außerdem entstand auch die Erde und ihr Mond.

Wir überspringen jetzt einige Millionen Jahre und fragen uns, wie die Erde eigentlich bewohnbar geworden ist.

Anfangs gab es einige Probleme:
Der hohe CO2-Gehalt der Erdatmosphäre muss zu sehr hohen Temperaturen geführt haben, obwohl die Sonne noch langst nicht so heiß war wie heute.
Glücklicher Weise gab es Wasser auf der Erde (daher auch der Ausdruck "der blaue Planet") Unter Wasser können sich Einzeller mit Chlorophyll gebildet haben. Die Photosynthese konnte beginnen. Aus CO2 und Wasser und mit Hilfe der Sonnenstrahlen entstanden Kohlehydrate und Sauerstoff. Der Sauerstoff hat sich vermutlich zunächst unter Wasser mir dem Eisen verbunden. Er ließ das vorhandene Eisen verrosten und es entstanden Eisenerzlagerstätten.
Die Ozonschicht
Ozonschicht
Über dem Wasser ging der CO2-gehalt sehr viel langsamer zurück. Aber neben dem Stickstoff nahm der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre zu. Die tödliche UVa-Strahlung zersetzte in den höheren Luftschichten den Luftsauerstoff zu Ozon O3. Damit bildete sich in etwa 12 km Höhe eine Ozon Schutzschicht, die Landlebewesen vor der tödlichen UV-Strahlung der Sonne schützte. Anschaulich erklärt das Professor Lesch unter https://www.youtube.com/watch?v=-wk-RWzeLdY

Die Photosynthese hat das Kohlendioxid bis auf einen kleinen wichtigen Rest von 0,350 ppm aus der Atmosphäre entfernt und ihn in Kohlenhydrate verwandelt. Riesige Wälder entstanden. Gewaltige Erdplattenverschiebungen haben den biologisch gebundenen Kohlenstoff der damaligen Wälder unter der Erdoberfläche begraben und unter Luftabschluss in Kohle verwandelt. Billiarden von Kleinlebewesen wurden unter der Erde in Erdöl verwandelt oder sanken als Kalkstein auf den Boden der Ozeane.

Völlig ohne Kohlendioxid wäre es zu kalt geworden, nämlich global - 18°C. Doch die eben erwähnte verbliebene CO2-Menge von 0,350 ppm garantiertw eine erträgliche globale Durchschnitts-Temperatur von + 15°C.


So ist die Erde in Milliarden von Jahren genau auf unsere Bedürfnisse eingerichtet worden. Das Bewusstsein allerdings, dass wir mit diesem Geschenk achtsam umgehen müssen, entsteht leider viel zu langsam. Den Akteuren der konventionellen Energiewirtschaft und ihren Followern fehlt es völlig. Sie haben lediglich herausgefunden, dass man viel Geld mit fossilen Brennstoffen verdienen kann, haben zu diesem Zweck eine gewaltige Infrastruktur aufgebaut und sind nicht gewillt, diese Einrichtungen vom Braunkohle-Tagebau bis zum Braunkohlekraftwerk oder von der Ostseepipeline bis zum Gaskraftwerk stillzulegen. Dass sie damit in hundert Jahren die Wunder von vielen Millionen Jahre Erdgeschichte unwiderruflich zerstören, verstehen sie nicht, denn es fehlen ihnen die physikalischen Kenntnisse. Sie verhalten sich wie kleine Kinder, die den Autoschlüssel gefunden haben und nun mit Mamas Auto eine tolle Fahrt unternehmen wollen. Ich meine, man sollte es ihnen schlicht verbieten, aber darauf kommen wir erst im dritten Kapitel zurück.

Zum Verhalten der konventionellen Energiewirtschaft:

Den unermessliche Schaden, den die konventionelle Energiewirtschaft der gesamten Menschheit zufügt, hat sie offenbar noch nicht verstanden. Insbesondere haben ihre Manager noch nicht verstanden, dass sie ganz persönlich in nur wenigen Jahren auch zu den Opfern der Klimakatastrophe gehören werden, wenn sie nicht unverzüglich den Kurs ändern.

Ihr Konkurrenzdenken sieht immer noch die neu aufgekommenen Erneuerbaren Energien aus Wind und Sonnenenergie nicht als rettende Technik sondern ausschließlich als Konkurrenz an, die es klein zu halten gilt.

Da sie die Argumente der Klimawarner nicht widerlegen können, gehen die Vertreter der fossilen und atomaren Technik in anderer Weise dagegen vor:
entweder sie verfälschen die warnenden Studien, verbreiten stattdessen irreführende Studien und glauben schließlich selbst daran.

Oder

sie tun so, als ob sie den Warnungen der Klimawarner folgend auf Wind- und Sonnenenergie umsteigen wollen. Sie verheimlichen ihre fossilen Interessen und versuchen die Ausbreitung der Erneuerbaren Energien durch vergiftete Vorschläge zu verhindern. Paradebeispiel für einen solchen vergifteten Vorschlag ist die Forderung nach Ausbau der Fernübertragungs-Stromleitungen (Stichwort: Monstertrassen). Hier ist es ihnen gelungen auch gutwillige Befürworter der Erneuerbaren Energien mitzureißen, z.B. Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller von den Grünen.

Am 13.08.2018 ließ Untersteller verkünden: "Wir müssen zum Beispiel jetzt darüber diskutieren, ob das SuedLink-Projekt nicht besser gleich mit einer Kapazität von 6 Gigawatt umgesetzt werden soll, anstatt wie bislang geplant mit nur 4 Gigawatt. Beim Bau eine zusätzliche Leitung in den ohnehin offenen Graben zu legen ist schließlich weitaus einfacher, als ein paar Jahre später wieder ein hochkomplexes Genehmigungsverfahren und aufwändige Erdarbeiten durchführen zu müssen.“

Darauf unsere Antwort: Die Fernübertragungsnetze können keinen Strom aus Erneuerbaren Energien nach Süddeutschland liefern, wenn es dunkel ist und in Norddeutschland nur wenig Wind weht. Deshalb fordern wir statt der zusätzlichen Fernübertragungsnetze einen weiteren massiven Ausbau von Solar- und Windenergie sowohl in Nord- als auch in Süddeutschland sowie dezentrale aufladbare Batterien und chemischer Langzeitspeicher in der Nähe der Wind- und Solarparks. So kann die Versorgung mit Erneuerbaren Energien ununterbrochen auf regionaler Basis erfolgen.


Denkt man die Entwicklung in die Zukunft weiter, so werden die Stunden zunehmen, an denen Wind- oder Solaranlagen abgeregelt werden müssen, ohne dass man ihre Energie weiter nutzen kann. Das ist volkswirtschaftlich gesehen eine unüberlegte Vergeudung von Ressourcen und im Klimaschutzsinn unakzeptabel.

Völlig unakzeptabel ist eine "Weiter-so-Entwicklung" wenn man an die "Dunkelflauten" denkt, die Nachtstunden in Mitteleuropa, in denen sogar der Wind einschläft. Das Wirtschaftsleben und das nächtliche Privatleben schlafen jedoch keineswegs ein. 30 bis 40 GW brauchen sie sogar noch nach Mitternacht.

Was also ist zu tun? Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) und ungezählte weitere Energiewende- und Klimaschutzvereine kennen die Lösung und fordern seit langem, Stromspeicher in die Nähe der Solar- und Windanlagen zu bauen! Nicht Pumpspeicherkraftwerke, die einen geomorphologisch untragbaren Platzbedarf haben, sondern effiziente aufladbare Akkus. Wenn es sich um noch größere Energiemengen handelt, lässt sich eine strategische Energiereserve anlegen, für die sich viele Techniken anbieten, z.B. Power to Liquid (Methanol CH3OH).
power to liquid
Wenn Solar- oder Windüberschüsse vorkommen, sollen sie nicht abgeregelt sondern gespeichert werden und wenn Strommangel herrscht, soll der Strom aus dem Speicher genommen werden. 5-7//bibel/text/lesen/ch/2c16153df904dbbcc798fa07f62e9ef3/, Schon Josef in Ägypten hatte so eine Idee.

Damit kommen wir zum nächsten Kapitel.

Woher nehmen wir die Energie zur aktiven Verminderung der Klimagase?

Bisher hört man häufig die Forderung, man müsse nun endlich sparsam mit Energie umgehen. Eine Steigerung der Effizienz sei notwendig und manchmal wird dann ganz vorsichtig und ängstlich auch noch die Suffizienz - also Verzicht - angemahnt. Diese Forderungen sind so recht dafür geeignet, die Forderungen der Klimaschutzvereine in Verruf zu bringen. Tatsächlich ist die Sachlage jedoch völlig anders:

Der Klimagasgehalt der Atmosphäre muss deutlich vermindert werden. Ja, Sie hören richtig: Aktiv vermindern ist die richtige Antwort. Anpflanzung von Wäldern genügt dafür längst nicht mehr. Eine aktive Verminderung der Klimagase ist mit Mitteln der Klimatechnik möglich. Verfahren dafür sind bereits bekannt und in kleinem Maßstab erprobt. Ich erwähne hier nur den Erfolg eines Verfahrens zur Gewinnung von Methanol aus der Atmosphärenluft, welches bereits kurz vor der Jahrhundertwende von Dr. Michael Specht unter dem Stichwort "CO2-Recycling" erprobt wurde. Der Energiebedarf dafür ist riesig, aber das muss uns nicht schrecken. Wir müssen nur die RICHTIGEN Energien dafür einsetzen, nämlich die Sonnenenergie. Und in Ländern außerhalb der Wendekreise brauchen wir auch noch die Windenergie. Das Potential dieser beiden Energieformen ist so groß und die Brennstoffkosten sind Null, so dass auf Dauer die Kosten immer weiter sinken werden. Man sollte sogar daran denken, dass man diese Energie - wie alle konventionell bereitgestellte Energie erst recht - besteuern muss.

Die fossile Energiewirtschaft konnte bisher jeden beliebigen Strombedarf auf einfache Weise decken. Sie sorgte dafür, dass vor jedem Kraftwerk ein ausreichender Brennstoff-Speicher vorhanden ist, dass Extra Eisenbahnlinien von den Braunkohlegruben zu Ihren Kraftwerken führen oder Gasleitungen von den unterirdischen Gasspeichern zu ihren Gaskraftwerken führen. Die Ostseepipelines Nordstream1 und Nordstream 2 gehören zu den Nachschubwegen oder die Meerenge von Hormuz und die militärische Verteidigung des Energienachschubs wird selbstverständlich als militär-strategisches Ziel der NATO und der deutschen Verteidigungspolitik anerkannt.

Freiheit verteidigen oder EE-Strom speichern

Die Erneuerbaren Energien brauchen keine militärische Verteidigung von Wind und Sonne. Sie brauchen auch keine Fernübertragungs-Stromleitungen, Aber sie brauchen Stromspeicher.

Den Fachleuten der konventionellen Energiewirtschaft ist diese Notwendigkeit durchaus geläufig. Da sie die Erneuerbaren klein halten wollen, verweigern sie ihnen die Stromspeicher.. Sie behaupten allen Ernstes, die Erneuerbaren könnten auf Stromspeicher verzichten, wenn sie nur Stromleitungen mit hoher Übertragungsleistung vom windreichen Norden in den windarmen Süden Deutschlands hätten.

Können wir die Sabotage am Klimaschutz mit Hilfe des Strafrechts beenden?

Mester-EIKE

Zur Vergrößerung in das Bild klicken

Zusammenfassung

Weltweit werden immer noch irreführende angebliche "Studien" oder Skandalnachrichten verbreitet, deren Zweck es ist, Zweifel an den wissenschaftlich abgesicherten Warnungen der Klimawissenschaft zu säen. So wurde z.B. behauptet Klimawissenschaftler würden Ausmaß und Risiken der Erderwärmung übertreiben - um ihre Jobs zu sichern und mehr Forschungsgelder zu erhalten. Ziel solcher irreführenden Beiträge ist es, die fossile Energiegewinnung und Wirtschaftsweise möglichst lange fortzusetzen.

Der Schaden, den diese Fake-Meldungen anrichten, ist unermesslich, denn die große Mehrheit der "Entscheidungsträger" hat nur wenige naturwissenschaftliche Grundkenntnisse und kann die Unseriosität dieser geschickt aufgemachten Fake-Meldungen nicht erkennen. Sie halten sie für ernst zu nehmende Diskussionsbeiträge zu einem wissenschaftlich noch unentschiedenem Thema. So warten sie lieber eine endgültige Klärung ab. Genau dieses Abwarten verzögert dann die Durchsetzung lebens-notwendiger Maßnahmen zum Klimaschutz.

Eine der neuesten klimawissenschaftlichen Studien unter https://www.pnas.org/content/115/33/8252 sieht inzwischen den Untergang der Menschheit wegen globaler Überhitzung voraus, wenn nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre weltweit die wirtschaftsbedingten Klimagasemissionen beendet werden und aktive Rückholung von Klimagasen weltweit auch mit technischen Methoden eingeleitet wird. Doch diese Studie vermeidet peinlichst jede Formulierung, die zur Panik führen könnte.

In unserem Kulturkreis gilt es als Zeichen der Schwäche, wenn man Angst zeigt. Es ist Greta Thunberg zu danken, dass sie freimütig bekennt, dass sie angesichts der offenliegenden Tatsachen in Panik gerät. "Unser Haus steht bereits in Flammen."

Als erste deutsche Stadt hat Konstanz nun auf Anregung der fridays for future - Demonstranten den "Klimanotstand" ausgerufen - ein eher symbolischer Akt - der aber zeigt, was von Nöten wäre. Oberbürgermeister Burchardt erklärte, ab nun müssten alle Entscheidungen, die im Gemeinderat anstehen, im Sinne des Klimaschutzes beurteilt werden. Gleichzeitig forderte er die Bundesregierung auf, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Klimaschutzmaßnahmen zu verbessern.

Es gilt, nicht nur in Konstanz, sondern überall bei uns in Deutschland (jeder sollte zuerst vor seiner Haustür kehren) und schließlich weltweit, die Gefahr nach bestem Wissen und Gewissen entschlossen abzuwehren. Bestes Wissen liefern im Fall der Klimakatastrophe die Naturwissenschaften, nicht aber die Verharmloser. Was die Verharmloser tun, kann man als Sabotage bezeichnen. Und Sabotage an Notstandsmaßnahmen gehört bestraft.

Merke: Nicht die Irregeleiteten sollen bestraft werden, sondern die Irreleiter, die Anstifter, die Autoren und Verbreiter der Fake-News.

Zum Grundrecht der Meinungsfreiheit

Schauen wir uns dazu den Gesetzestext an:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Auch die Meinungsfreiheit kennt also "Schranken" (Art. 5, Abs.2, erster Halbsatz GG). So werden beispielsweise nach dem Strafgesetz, StGB §§ 185 bis 187 Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung sanktioniert. Schranken werden errichtet nach dem Grundsatz: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie die Freiheit der Anderen einschränkt." Anders ist ein friedliches Miteinanderleben auch nicht möglich.

Die Folgen von Verharmlosung des Klimawandels sind zweifellos schlimmer und umfassender als die Folgen von Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung, die bereits strafrechtlich sanktioniert werden. Wenn wir gegen die Verharmlosung des Klimawandels ebenfalls nach einer Möglichkeit der Sanktionierung suchen, so könnte der Gesetzgeber das nach dem gleichen Muster durchsetzen wie bei den drei erwähnten Straftaten. Notwendig ist keine Grundgesetzänderung sondern lediglich eine weitere Vorschrift in den "allgemeinen Gesetzen" - hier im Strafgesetzbuch - etwa so:
„Wer in einer Weise, die geeignet ist, die Abwehr der Klimakatastrophe nach dem Pariser Klima-Abkommen und seinen Folgevereinbarungen zu stören, verächtlich zu machen oder zu verhindern, die Klimakatastrophe verharmlost oder leugnet, wird mit einer Geldstrafe von bis zu 300 Tagessätzen bestraft. Im Wiederholungsfall ist die Strafe Haft“.

Und auf diese Fehlinformationen, die häufig in wissenschaftlicher Diktion verbreitet werden, können sich Entscheidungsträger berufen, wenn sie notwendige Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vornehmen.

Dazu zwei Beispiele: Wenn ein Flug nach Mallorca oder Teneriffa fünfmal billiger ist als eine Bahnfahrt in eines der Ostseebäder, dann wird das Flugzeug-Kerosin offenbar zu wenig besteuert. Wenn der Bau von Stromspeichern so wenig staatlich unterstützt wird, dass es finanziell günstiger ist, weiterhin Kohle- oder Atomstrom einzukaufen, dann werden die fehlenden Stromspeicher auch weiterhin nicht gebaut. Diese Beispiele für Hunderte weiterer klimafeindlicher Regelungen sollten genügen. Jeder weiß, dass die Bevölkerung im Regelfall die billigere Variante wählt, selbst wenn sie das Klima weiter schädigt. Diese Entscheidung wird entgegen dem ökologische Gewissen durch den Geldbeutel erzwungen.

Seit wenigen Monaten gibt es nun die Demonstrationen unter dem Schlagwort "fridays for future!" Noch handelt es sich um einen
Hilferuf der Jugendlichen, die unter der tödlichen Hitze und im Chaos des "hothouse earth" ums Leben kommen werden - wenn jetzt nicht sofort energisch umgesteuert wird. Diese Jugendlichen sind zu Recht verängstigt und empört über die Ignoranz und Untätigkeit der gegenwärtigen Regierungskoalition.
Wir werden das Vertrauen der jungen Generation verlieren, wenn wir Eltern und Großväter nicht angemessen reagieren. Eine wehrhafte Demokratie darf diese Entwicklung nicht hinnehmen. Hier fehlt eine gesetzliche Strafandrohung im Strafgesetzbuch - etwa so wie bereits in der Zusammenfassung erwähnt:

„Wer in einer Weise, die geeignet ist, die Abwehr der Klimakatastrophe nach dem Pariser Klima-Abkommen und seinen Folgevereinbarungen zu stören, verächtlich zu machen oder gänzlich zu verhindern, die Klimakatastrophe verharmlost oder leugnet, wird mit einer Geldstrafe von bis zu 300 Tagessätzen bestraft. Im Wiederholungsfall ist die Strafe Haft“.

Mit einer solchen Strafandrohung wird das Grundrecht auf Meinungsfreiheit keineswegs ausgehebelt. Auch die Meinungsfreiheit kennt, wie bereits einleitend erwähnt, gesetzliche Grenzen (Art. 5, Abs.2, erster Halbsatz GG).
So werden beispielsweise nach den Paragrafen 185 bis 187 im Strafgesetzbuch auch Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung sanktioniert, weil anders ein friedliches Miteinanderleben nicht möglich ist.



zum Seitenanfang


Dieser Artikel wurde einsortiert unter ....