Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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26.10.2016, Wolf von Fabeck:

Wahlversprechen der Grünen für 2017

Anfrage zum Stromnetzausbau

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland wendet sich in getrennten Schreiben an die Bewerber für die Urwahl des Spitzenduos für die Bundestagswahl 2017.


Sehr geehrte Frau Katrin Göring-Eckardt,
Sehr geehrter Herr Dr. Robert Habeck,
Sehr geehrter Herr Anton Hofreiter,
Sehr geehrter Herr Cem Özdemir,

Anfang Dezember 2016 sollen an die Mitglieder der Grünen die Wahlunterlagen zur Urwahl des Spitzenduos für die Bundestagswahl verteilt werden - Sie gehören zu den Kandidaten für das Spitzenduo.

Etliche Mitglieder des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) sind Mitglied der Grünen und interessieren sich für die grüne Politik. In den meisten grundsätzlichen Fragen der Energiepolitik, wie Atomausstieg, Ausstieg aus der Kohle, insbesondere der Braunkohle, Beschleunigung der Energiewende nach dem Pariser Abkommen... dürfte Einigkeit zwischen den Vereinszielen des SFV und den Zielen der Grünen bestehen. Wir möchten uns deshalb auf eine Frage beschränken, in der uns Ihre Position nicht genau bekannt ist. Es geht um den Bau zusätzlicher Höchstspannungs-Fernleitungen, der an vielen Orten Deutschlands in der betroffenen Bevölkerung zu erheblicher Unruhe führt.

Die Bundesregierung möchte mit diesen Leitungen den Strom aus Windenergie von Norddeutschland nach Süddeutschland transportieren. Es besteht jedoch der Verdacht, dass die Leitungen zum Transport von Kohlestrom vorgesehen sind.
Unsere Einwände gegen den zusätzlichen Übertragungsnetzausbau lassen sich auf eine einzige Feststellung konzentrieren:

Die Fernübertragungsnetze können keinen Strom aus Erneuerbaren Energien nach Süddeutschland liefern, wenn es dunkel ist und in Norddeutschland nur wenig Wind weht. Deshalb fordern wir statt der zusätzlichen Fernübertragungsnetze einen weiteren massiven Ausbau von Solar- und Windenergie sowohl in Nord- als auch in Süddeutschland sowie dezentraler chemischer Langzeitspeicher in der Nähe der Wind- und Solarparks. So kann die Versorgung mit Erneuerbaren Energien ununterbrochen auf regionaler Basis erfolgen


Unsere Frage an Sie: Unterstützen Sie unsere Position oder setzen Sie sich für den Ausbau zusätzlicher Fernübertragungsnetze ein?

Diese Frage stellen wir öffentlich und werden Ihre Antworten spätestens bis Ende November auf unserer Internetseite veröffentlichen, jeweils so bald sie einzeln bei uns eingehen.


Mit freundlichen Grüßen,

Wolf von Fabeck
Geschäftsführer
Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV)



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