Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

Leserfragen

Hier finden Sie interessante Leserfragen und Antworten des SFV, geordnet nach Rubriken:

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 Fragen zum Thema Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE)

Übersicht:


Wie hoch sind die Kosten für Erneuerbare Energien wirklich?

Was kann man entgegen, wenn als vorrangige Begründung für die Erhöhung der Strompreise die gesetzliche Förderung der Erneuerbaren Energien angeführt wird?

17.03.2009

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten immer wieder, dass einige EVU`s nichts unversucht lassen, die Erneuerbaren Energien in Misskredit zu ziehen. Die bundesweiten Umlageverpflichtungen der Netzbetreiber für EEG-Vergütungen von Strom aus Erneuerbaren Energien wurden häufig zum Vorwand für ungerechtfertigte Preiserhöhungen genommen.

Das BMU veröffentlicht aus diesem Grund die Broschüre: "Strom aus erneuerbaren Energien - Was kostet uns das?", (http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/35733/4590/ ), in der folgende Ausführungen enthalten sind: "Die EEG-Umlage hatte 2007 mit 1 Cent je Kilowattstunde nur einen Anteil von knapp 5 % am gesamten Haushaltsstrompreis. Im Einzelfall variiert die Höhe der EEG-Umlage je nach Stromverbrauch natürlich erheblich. Auf Basis der (...) Spannbreite für einzelne Haushaltsgrößen ergeben sich auf Basis der durchschnittlichen EEG-Umlage für 2007 bei Haushalten überwiegend Kosten im Bereich zwischen rund 2 und 6 Euro pro Monat."

Darüber hinaus haben die Erneuerbaren Energien ein erhebliches Kostensenkungs-Potenzial, dass sie erst dann entfalten können, wenn Sie ungehindert wachsen können. Rationalisierungsmaßnahmen und neue Forschungsergebnisse werden es langfristig ermöglichen, eine Stromversorgung auf Basis regenerativ erzeugtem Strom zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten. Nur auf diesem Weg kann man die Verbraucher vor den in Zukunft weiter steigenden enormen Kosten der fossilen Energieträger schützen und "ganz nebenbei" einen erheblichen, dringend notwendigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Sollte der Netzbetreiber also weiterhin Preiserhöhungen auf die Erneuerbaren Energien in Misskredit ziehen, so sollte man darüber nachdenken, den Stromanbieter zu wechseln.

Der Bund der Energieverbraucher, Interessenvertretung der Energieverbraucher, bietet hier kompetente Hilfe und Beratung an. Kontakt und Infos finden Sie unter http://www.energienetz.de. Lesen Sie hierzu aber auch unsere Informationen und Empfehlungen zum Stromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS) unter Stromkauf bei EWS für die Energiewende und Kontrastprogramm zum "Ökostromhandel" Vorbild beim Stromverkauf - Elektrizitätswerk Schönau.

Schreiben Sie Leserbriefe, wenn in einer Zeitung ein negativer Bericht über Erneuerbaren Energien erschienen ist?

Schreiben Sie Leserbriefe, wenn in einer Zeitung ein negativer Bericht über Erneuerbaren Energien erschienen ist?

21.06.2006

Wir danken für die vielzähligen Hinweise zu Presseberichterstattungen rund um die Erneuerbaren Energien.

Leider kommen solche negativen Berichte immer wieder vor und brauchen dringend eine Richtigstellung.
Die Geschäftsstelle des SFV wäre aber völlig überfordert, wenn sie auf diese Berichte selber antworten müsste. Wir empfehlen deshalb unseren Mitgliedern und Freunden, dass sie in eigener Initiative antworten. Es genügt meistens, in einem Leserbrief ihr Missfallen zu äußern und die gröbsten Schnitzer richtigzustellen. Wenn Zweifel an fachlichen Details der Gegendarstellung entstehen, so können Entwürfe zur Korrektur gern an uns geschickt werden. Fachliche Fehler korrigieren wir gerne. Ihnen bleibt es dann überlassen, den Brief abzusenden.

 Fragen zum Thema Markteinführung der Erneuerbaren Energien im Stromnetz

Übersicht:


Einführung der Stromkennzeichnungspflicht?

Was hält der SFV von der Einführung der Stromkennzeichnungspflicht?

14.07.2010

Sehr geehrter Herr,

Sie fragen mich danach, wie der SFV erweiterte Stromkennzeichnungspflichten beurteilt oder ein Informationssystem, das Konsumenten verbesserte Entscheidungsgrundlagen für ihren Stromkauf schafft.

Die grundsätzlich Einstellung des SFV geht dahin, dass nicht die Stromkunden entscheiden, wieviel Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden soll, sondern dass dies die Aufgabe der Politik - genauer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes - ist.

Für unsere Einstellung haben wir zwei wichtige Gründe:

1. Die Markteinführung von Strom aus Erneuerbaren Energien stellt nur so lange ein Problem dar, solange die Erzeugung dieses Stromes teurer ist als die Erzeugung von Kohle- und Atomstrom. Billiger Wasserkraftstrom z.B. braucht keine Markteinführung mehr, und es ist keine Heldentat, solchen Wasserkraftstrom zu kaufen. Solange Strom aus Wind- und Solarenergie noch in der Markteinführung steht und seine Herstellung teurer ist als die Herstellung von Kohle- oder Atomstrom, so lange werden nur Idealisten den Strom aus Solar- und Windenergie zu einem höheren Preis freiwillig kaufen. Die Zahl der Idealisten in Deutschland, die auch genügend Geld haben, teureren Solar- oder Windstrom zu kaufen, ist beschränkt. Sagen wir mal, sie läge bei 5 Prozent.

Das EEG ist das Verfahren, dem wir den Vorzug geben. Beim EEG entscheidet nicht der Stromkäufer, ob er billigen Kohle- oder Atomstrom kauft oder aber ob er teureren Wind- oder Solarstrom kauft. Alle Stromkunden erhalten den Solar- und Windstrom „untergemischt“ und bezahlen gemeinsam für ihn, der Idealist genauso wie der Umweltmuffel. Mit diesem Verfahren sind wir nicht bei 5 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien, sondern bereits bei 17 Prozent angekommen und weitere Steigerungen des Anteils der Erneuerbaren Enertgien stehen uns bevor.

2. Da der ins Stromnetz eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien nach Einspeisung sich mit dem konventionell erzeugten Strom ununterscheidbar vermischt, kann kein Konsument sachgemäß auf die realen Verhältnisse reagieren. Die Geschehnisse im Stromhandel sind selbst für eingeweihte Personen unüberschaubar. Der Stromkunde hat keine Chancen, zu erkennen, ob der Strom, den er kauft, tatsächlich von dem Stromerzeuger stammt, der ihm offiziell genannt wird, oder ob dieser ihn woanders eingekauft hat. Viele Stromchargen werden im Stromhandel bis zu sieben mal hin- und herverkauft und das teilweise auch noch über die innereuropäischen Grenzen hinweg.

Niemand kann durch wissenschaftliche Untersuchungen des ihm angebotenen oder gelieferten Stroms herausfinden, wie hoch der Anteil an Solar- oder Windstrom im Strommix ist. Elektronen unterscheiden sich einfach nicht. Und Betrug bezüglich der Stromherkunft beim Stromkauf ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Ich fürchte, Sie befassen sich mit einem Thema, das in die Irre führt. Ich wäre froh, wenn ich Ihnen eine andere Auskunft geben könnte, aber Ehrlichkeit geht vor Freundlichkeit, denke ich.

Wer mehr Solarstrom oder Windstrom möchte, muss sich für eine Erhöhung der Einspeisevergütung politisch engagieren und/oder sich selber an Solar- oder Windanlagen beteiligen.

Viele Grüße
Wolf von Fabeck

 Fragen zum Thema Wirtschaftspolitik: Energiesteuer, Ökosteuer, Emissionshandel, Globalisierung

Übersicht:


 Fragen zum Thema Solarstromanlagen: Informationen für Betreiber und Installateure

Übersicht:


Wie soll der künftige Direktverbrauch von 15% bzw 10 % ermittelt werden?

Gibt es schon konkrete Vorgaben der Netzbetreiber bezüglich der Messstellenkonfiguration (wird es
Unterschiede geben zur jetzigen Konfiguration)? Wie wird der künftige Direktverbrauch ermittelt und wird auch eine Quote von mehr als 15% erlaubt sein?

13.03.2012

In der geplanten Novelle des EEG findet man in § 33 "Marktintegrationsmodell für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie" folgende Regelung:

(1) Die Vergütung nach § 32 ist in jedem Kalenderjahr für Anlagen
1. bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Kilowatt begrenzt auf die zuerst eingespeisten 85 Prozent,
2. ab einer installierten Leistung von mehr als 10 Kilowatt begrenzt auf die zuerst eingespeisten 90 Prozent der insgesamt in diesem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge.

(2) Für den Strom, der über die vergütungsfähige Strommenge nach Absatz 1 hinaus in einem Kalenderjahr eingespeist wird, verringert sich die Vergütung auf den tatsäch-lichen Monatsmittelwert des Marktwerts für Strom aus solarer Strahlungsenergie (...)"

Diese Regelung soll für alle Neuanlagen verpflichtend sein, die nach Inkrafttreten der Novelle in Betrieb gesetzt werden. Jedoch soll sie erst ab 1.1.2013 Anwendung finden (siehe § 66 (19) Entwurf zur EEG-Novelle)

(Den vollständigen Entwurf zur EEG-Novelle finden Sie unter http://www.sfv.de/pdf/Gesetzentwurf_EEG_neupdf.pdf)


Zur Beurteilung der messtechnischen Umsetzung dieser Neuregelung können zum jetzigen Zeitpunkt nur die im Begründungsentwurf zur EEG-Novelle (Teil B) getroffenen Aussagen zu Rate gezogen werden. Hier steht:

"Die in einem Jahr förderfähige Strommenge wird bei kleinen Dachanlagen bis zu einer installierten Leistung von 10 kW auf 85 Prozent und bei allen anderen Anlagen (über 10 kW) auf 90 Prozent der in einem Kalenderjahr insgesamt in der Anlage erzeugten Strommenge festgelegt. Dabei wird auf die tatsächlich durch die Anlage erzeugte Strommenge und nicht auf die eingespeiste Strommenge abgestellt. Verbrauchen somit Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber 15 Prozent (bei Kleinanlagen bis 10 kW) bzw. 10 Prozent (bei größeren Anlagen über 10 kW) der erzeugten Strommenge selbst, wird die gesamte im Kalenderjahr von der Anlage ins Netz eingespeiste Strommenge nach § 32 EEG vergütet. Bei der Ermittlung der tatsächlich erzeugten Strommenge werden dementsprechend auch mögliche Verluste, die bei der Einspeisung von Strom (z.B. Leitungsverluste oder Trafoverluste) entstehen können, von der erzeugten Strommenge nicht abgezogen."

Wir interpretieren diese Anmerkungen so:

Jeder Anlagenbetreiber muss zukunftig für die Erfassung des erzeugten Solarstroms zwei Zähleinrichtungen vorsehen.

Zähler 1 erfasst den gesamt erzeugten Solarstrom und wird direkt hinter dem Wechselrichter und vor dem Hausnetz platziert. Der dort ermittelte Zählerstand ist für die Festlegung der vergütungspflichtigen Strommenge relevant. Für jeweils 85 % (90 %) des dort gezählten Solarstroms muss die festgelegte Einspeisevergütung ausgezahlt werden.

Ähnlich wie bei der heute schon praktizierten Eigenverbrauchsabrechnung wird ein Zähler 2 (an der Übergabestelle zum öffentlichen Netz gesetzt (Netzeinspeisezähler). Auf Grundlage der dort erfassten Strommenge wird errechnet, ob der Solaranlagenbetreiber tatsächlich 15 % ( 10 %) des erzeugten Solarstroms im Haus selbst verbraucht hat. Wenn nicht, wird die überzählig ins Netz eingespeiste Strommenge ermittelt und mit einem zu diesem Zeitpunkt geltenden Marktwert abgegolten. Bezugsgröße ist ein Kalenderjahr.

Beispiel bei einer 1 kW-Anlage:
Zähler 1 = 1000 kWh
Zähler 2 = 900 kWh

Der Anlagenbetreiber hat nur 10 % des im Kalenderjahr erzeugten Solarstroms selbst verbraucht.

Es folgt:
Für 850 kWh wird die festgelegte Einspeisevergütung gewährt.
Für 50 kWh erhält der Anlagenbetreiber nur noch den zum Zeitpunkt ermittelten Marktwert.

Eine gestaffelte Berechnung des prozentualen Anteils je nach Anlagengröße (in Anlehnung an die Vergütungsberechnung) soll es nicht geben.

Im Begründungsentwurf steht hierzu:

"Eine anteilige Berechnung der vergütungsfähigen Strommenge wie bei der Vergütung für Dachanlagen nach § 32 Absatz 2 EEG erfolgt aufgrund der fehlenden Anwendbarkeit des § 18 EEG bei der vergütungsfähigen Strommenge nicht. Dies bedeutet, dass z.B. Anlagen mit einer installierten Leistung von 10 kW einen Anspruch auf 85 Prozent der in einem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge nach § 32 EEG haben und Anlagen mit einer installierten Leistung von 11 kW einen Anspruch auf 90 Prozent der insgesamt in einem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge nach § 32 EEG haben."

Die Abschlagszahlungen sollen ab 2013 so ermittelt werden, dass man im ersten Jahr zunächst davon ausgeht, dass 15 % (bei Anlagen über 10 kW 10 %) der gesamt erzeugten Strommenge im Hausnetz verbraucht werden. Erst bei der Jahresendabrechnung soll eine exakte Abrechnung erfolgen.


Bitte beachten Sie: Die hier geschilderten Regelungen sind vom Gesetzgeber noch nicht beschlossen. Es sind also durchaus Änderungen denkbar.

Muss eine Zählervereinbarung unterschrieben werden?

Muss die Zählervereinbarung von RWE unterschrieben werden?

26.02.2009

Einigen Solaranlagenbetreibern, die einen eigenen Zähler zur Messung ihres ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms installiert haben, wurde vom Netzbetreiber eine „Zählervereinbarung“ zur Unterschrift vorgelegt.

Nach Auskunft von Herrn Rechtsanwalt Dr. Patrick Schweisthal sprechen einige Aspekte gegen eine Unterschrift der Vereinbarung "Bereitstellung von Elektrizitätszählern für PV-Anlagen durch Einspeiser nach EEG" z.B. von RWE Rhein-Ruhr:

  • Der PV-Anlagenbetreiber würde sich mit seiner Unterschrift mit der Metering Code 2006 einverstanden erklären. Der Metering Code 2006 (VDN-Richtlinie) regelt aber u.a. nur den Einbau, den Betrieb und die Wartung der Messeinrichtungen (Messstellenbetrieb) eines Netzbetreibers nach dem EnWG. Der Photovoltaik-Anlagenbetreiber ist aber kein Messstellenbetreiber
  • Desweiteren soll der Anlagenbetreiber die Kosten für die Plombierung der Anlagenteile, in denen nicht gemessene elektrische Energie fließt, übernehmen. Die Plombierung entspricht dem Kontrollwunsch des Netzbetreibers und sollte entsprechend auch von ihm übernommen werden. Im Übrigen besteht bereits eine entsprechende Plombierung für den Bezug von Strom.

Ist die Netzanschlussverordnung für Solaranlagenbetreiber relevant?

Ist die Netzanschlussverordnung für Solaranlagenbetreiber relevant?

26.02.2009

Bis November 2006 wurde der Anschluss an das Stromnetz durch die AVBEltV (Verordnungen über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden) geregelt. Sie ist im Stromsektor durch die Netzanschlussverordnung Strom (NAV) sowie die Stromgrundversorgungsverordnung (GVV) ersetzt worden.

Seitdem erhalten viele Solaranlagenbetreiber, z.T. auch diejenigen, die seit Inbetriebnahme ohne Vertrag nach EEG ins öffentliche Stromnetz einspeisen, von ihren Netzbetreibern neue oder geänderte Verträge zur Unterschrift zugesandt, mit dem Hinweis auf die o.g. geänderte Rechtslage. Bei den Photovoltaik-Anlagenbetreibern besteht Unsicherheit darüber, ob die NAV überhaupt für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien zutrifft.

Zu diesem Thema haben wir Herrn Rechtsanwalt Dr. Patrick Schweisthal um Auskunft gebeten. Er hat folgenden Sachverhalt bestätigt: Die NAV konkretisiert, wie die bisherige AVBEltV auch, die allgemeinen Bedingungen für den Netzanschluss von Kunden (Letztverbraucher von Strom) und Netzbetreiber auf der Grundlage des § 18 Abs. 1 Satz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Bereits im § 1 Absatz 1 der NAV wird aber ausdrücklich darauf verwiesen, dass die NAV ... nicht für den Netzanschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien... gilt:

Netzanschlussverordnung (NAV) § 1 Anwendungsbereich, Begriffsbestimmungen
(1) Diese Verordnung regelt die Allgemeinen Bedingungen, zu denen Netzbetreiber nach § 18 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes jedermann an ihr Niederspannungsnetz anzuschließen und den Anschluss zur Entnahme von Elektrizität zur Verfügung zu stellen haben. Diese sind Bestandteil der Rechtsverhältnisse über den Netzanschluss an das Elektrizitätsversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung (Netzanschluss) und die Anschlussnutzung, soweit sie sich nicht ausdrücklich allein auf eines dieser Rechtsverhältnisse beziehen. Die Verordnung gilt für alle nach dem 12. Juli 2005 abgeschlossenen Netzanschlussverhältnisse und ist auch auf alle Anschlussnutzungsverhältnisse anzuwenden, die vor ihrem Inkrafttreten entstanden sind. Sie gilt nicht für den Netzanschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas.

Damit müssen die Einspeiseverträge weder geändert noch neue unterschrieben werden. Auch gilt § 4 Abs. 1 EEG 2009, in dem geregelt ist, dass kein Vertrag zur Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien ins öffentliche Netz notwendig ist.

Im EEG 2009, § 7 "Ausführung und Nutzung des Anschlusses", Absatz 3 steht bezugnehmend auf die NAV lediglich, dass diese bei Fragen der Haftung bei Störungen (§ 18 Abs. 2 NAV) zugunsten der Anlagenbetreibers in Anwendung käme.

Darf ein Netzbetreiber für die Verplombung einer PV-Anlage mit kundeneigenem Zähler eine Gebühr verlangen?

Darf ein Netzbetreiber für die Verplombung einer PV-Anlage mit kundeneigenem Zähler eine Gebühr verlangen?

31.05.2007

1. Geeichte Zähler verfügen grundsätzlich über eine Zählerplombe, die bereits beim Kauf vorhanden sein muss.

2. Der Einbau eines eigenen, geeichten Zählers erfolgt durch einen konzessionierten Elektroinstallateur oder den Netzbetreiber.

Dabei wird auf den Klemmdeckel eine weitere Plombe eingefügt. In manchen Netzregionen wird gefordert, dass diese Verplombung vom Netzbetreiber durchgeführt wird, in anderen Regionen kann auch der Elektroinstallateur diese Verplombung setzen. Für diese Leistung kann eine Gebühr erhoben werden, deren Höhe in den jeweiligen Gebührenregelungen einzusehen ist.

Hinweise über die Zuständigkeit der Verplombung erhalten Sie am besten bei einer Recherche, wie beim Anschluss des Stromzählers für den normalen Strombezug von Haushaltskunden verfahren wird.

Ist der Bau von Photovoltaikanlagen in jedem Fall genehmigungsfrei?

Darf die Stadt den Abbau von zwei Photovoltaik-Dachanlagen wegen einer Gestaltungssatzung verlangen, obwohl der Bau von PV-Anlagen nach der Übersicht auf Ihrer Internetseite in Baden-Württemberg genehmigungsfrei ist?

26.02.2009

Photovoltaikanlagen sind bauliche Anlagen im Sinne des Baurechts. Baurechtliche Vorschriften müssen auf jeden Fall beachtet werden. Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, richtet sich nach dem jeweiligen Landesbaurecht. In unserer Übersicht ist aufgeführt, an welcher Stelle in dem jeweiligen Landesbaurecht der einzelnen Bundesländer gesetzliche Vorschriften zur Genehmigung von Photovoltaikanlagen verankert sind.

Der Bau von Photovoltaikanlagen auf Dächern ist grundsätzlich genehmigungsfrei, örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung o.ä.) z.B. zum Ensembleschutz oder zum Denkmalschutz können dem Bau aber entgegenstehen. Eine Anfrage bei dem örtlichen Bauamt ist zu empfehlen.

Genehmigungsfrei heißt auch nur, dass das Bauvorhaben nicht von einer Behörde auf seine baurechtliche Zulässigkeit überprüft wird. Der Bauherr ist für die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften selber verantwortlich.

Wie kann man die Verschattungsverluste berechnen?

Wie kann man die Verschattungsverluste, hervorgerufen durch eine Freileitung, berechnen?

22.01.2009

Abschattungen sind in der Praxis die wesentliche Ursache für Mindererträge von PV-Anlagen und sollten vermieden werden. Der Teil des Moduls, auf den der Schatten fällt, produziert keinen Strom. Bei einer Serienschaltung bestimmt das am geringsten bestrahlte PV-Element den Stromfluss. Bereits die Abschattung eines kleinen Teils führt zu einer erheblichen Einbuße an elektrischer Energie. Durch angepasste Verschaltungen der Module (Reihenschaltung, Bypass-Dioden) können Mindererträge minimiert werden. Besprechen Sie diese Problematik mit Ihrem Installateur.

Die genaue Ermittlung der Verluste von Nahverschattungen ist leider nicht trivial. Anhaltspunkte liefern Simulationsprogramme. Diese gehen allerdings immer von einer Horizontverschattung aus.

Geeigneter wären Simulationsprogramme, die die Umgebung 3-D-mäßig erfassen und auch die konkrete Verschaltung der Module und der Bypassdioden berücksichtigen. Solch ein Programm gibt es noch nicht. Die übliche Verfahrensweise ist eine Ermittlung der Verschattungsverluste unter Benutzung von Standardprogrammen, anerkannten Algorithmen und eigenen Berechnungsmodellen durchzuführen. Da dies sehr aufwändig ist, wird es nur bei größeren Bauprojekten genutzt.

Sollte man eine Anlage vor Ablauf der Gewährleistungperiode von einer neutralen Stelle überprüfen lassen?

Sollte man eine Anlage vor Ablauf der Gewährleistungperiode von einer neutralen Stelle überprüfen lassen?

26.05.2010

Die gesetzliche Gewährleistungszeit der Solaranlage endet laut § 438 BGB nach 2 Jahren. Nur für Bauwerke beträgt die Gewährleisungszeit 5 Jahre. Dies könnte z.B. der Fall sein, wenn die Anlage integraler Bestandteil eines Gebäudes ist.

Nähere Informationen zur gesetzlichen Gewährleistung und Garantie finden Sie in unseren Internetbeitrag:
Rechte der Anlagenbetreiber bei Mängeln an der Solaranlage und die Notwendigkeit rascher Fehlererkennung

Da sich bei PV-Anlagen viele Mängel in verminderten Stromerträgen auswirken, ist eine regelmäßige Kontrolle und ein Vergleich der Monatserträge mit anderen PV-Anlagen hilfreich. Die Möglichkeit dazu bietet der Internetservice zur bundesweiten Erfassung von Stromerträgen aus PV-Anlagen, erreichbar über die Internetseite "www.sfv.de" mit einem Klick (ganz rechts) auf "PV-Strom-Erträge".

Eine unabhängige technische Überprüfung der Anlage könnte von einem Solarinstallateur Ihrer Wahl oder einem PV-Gutachter durchgeführt werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Arbeit eines Gutachters mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist.

Wer trägt die Verantwortung der Schneelastsicherheit bei gepachteten Dachflächen?

Ich habe eine 100 kWp Anlage auf einem von der Stadt gepachteten Flachdach einer Eissporthalle, ähnlich der, die vor kurzem eingestürzt ist. Bin ich hier in der Pflicht, die Stadt auf etwas hinzuweisen? Also besteht jetzt Handlungsbedarf für mich?

21.06.2006

Die Stadt trägt weiterhin die Verantwortung für die hinreichende Statik dieses Gebäudes. Sollten Sie jedoch berechtigte Sorge haben, so sollten Sie sich umgehend an die Bauaufsichtsbehörde der Stadtverwaltung wenden, damit eine Überprüfung stattfindet.

Hoffentlich ist in Ihrem Pachtvertrag geregelt, wer die Kosten eines möglicherweise notwendigen Abbaus der Anlage bei Dacharbeiten trägt.

Warum ist der optimale Anstellwinkel bei Solarthermie- und PV-Anlagen unterschiedlich?

Warum ist der optimale Anstellwinkel bei PV-Modulen nur 30 %, während er bei den solarthermischen Kollektoren in etwa bei 45 Grad für unsere Breiten liegt?

27.06.2007

Bei den Solarstrommodulen legt man Wert auf einen möglichst hohen Jahresertrag. Den größten Anteil liefert die hochstehende Sonne im Sommer. Deshalb legt man die Module relativ flach (optimal 30 ° geneigt) auf das Dach.

Bei den solarthermischen Kollektoren verzichtet man bewusst auf die hohe Ausbeute im Sommer (die man gar nicht voll ausnutzen kann) und optimiert stattdessen auf einen hohen Wärmeertrag im Frühjahr oder im Herbst bei tiefer stehender Sonne (weil es zu dieser Zeit knapp mit dem warmen Wasser wird).

Ist im EEG die Solarmodul-Leistung oder die Wechselrichter-Ausgangsleistung maßgeblich?

Welche Leistungsgröße ist bei der Bestimmung des Netzverknüpfungspunktes maßgeblich - die Modulleistung oder die Wechselrichterausgangsleistung?

17.03.2009

Häufig werden wir mit der Frage konfrontiert, ob die 30-kW-Grenze zur Bestimmung des Verknüpfungspunkt zum Netz nach § 5 Abs. 1 EEG 2009 nach der Modulleistung oder nach der Wechselrichter-Ausgangsleistung bemessen wird. Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung, denn für eine oder mehrere Anlagen mit einer Leistung von insgesamt bis zu 30 Kilowatt gilt ein bestehender Netzanschluss am Grundstück als technisch geeignet. Für den Fall, dass Anlagenbetreibern ein anderer Verknüpfungspunkt zugewiesen wird, mussten Netzbetreiber laut EEG 2004 die daraus resultierenden Mehrkosten tragen. Im EEG 2009 ist die Kostentragungspflicht bei Verlegung des Anschlusspunktes durch den Netzbetreiber in § 13 Abs. 2 allgemeiner formuliert. Zusätzlich findet sich in der Begründung zu § 5 Abs. 1 letzter Satz folgende Erläuterung: "Für Kleinanlagen bis 30 kW installierter Leistung nach Satz 2, die sich auf einem Grundstück mit bestehendem Netzanschluss befinden, wird unwiderleglich vermutet, dass der Verknüpfungspunkt des Grundstückes mit dem Netz der günstigste ist."

In der Regel sind Wechselrichter gegenüber der Modulleistung geringer dimensioniert. Die Leistungsdifferenz zwischen beiden Komponenten kann für einige Anlagenbetreiber das "Zünglein
an der Waage" bedeuten, ob ein bestehender Gebäudeanschluss prinzipiell als technisch geeignet gilt oder nicht.

Netzbetreiber können laut EEG die Modulleistung in Ansatz bringen. Sie wenden die folgende Regelung aus § 3 EEG 2009 "Begriffsbestimmungen" an. Dort wird unter Punkt 1 folgende Definition gesetzt:
"1. "Anlage" jede Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas. Als Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas gelten auch solche Einrichtungen, die zwischengespeicherte Energie, die ausschließlich aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas stammt, aufnehmen und in elektrische Energie umwandeln,"

In der Begründung zu § 3 Nr. 1 heißt es:
"Zur Bestimmung der Anlage ist daher neben der stromerzeugenden Einrichtung auch auf sämtliche technisch und baulich erforderlichen Einrichtungen vom Anlagenbegriff abzustellen. Nach diesem weiten Anlagenbegriff zählen neben Generator beispielsweise auch dessen Antrieb (also Motor, Rotor oder Turbine), Fermenter, Gärrestbehälter, unterirdische geothermische Betriebseinrichtungen, Staumauern oder Türme von Windenergieanlagen zur Anlage. Infrastruktureinrichtungen wie Wechselrichter, Netzanschluss, Anschlussleitungen, eine Stromabführung in gemeinsamer Leitung, Transformatoren, Verbindungswege und Verwaltungseinrichtungen sind jedoch vom Anlagenbegriff nicht erfasst, da diese Einrichtungen nicht der Stromerzeugung dienen. "

Da Wechselrichter zur Infrastruktureinrichtung zählen, gilt bei Solarstromanlagen - ebenso wie im EEG 2004 - jedes einzelne Modul eine Anlage.

In § 3 Nr. 6 EEG 2009 wiederum findet sich die Definition der Leistung, die eindeutig auf diesen Anlagenbegriff verweist. Es lässt sich schlussfolgern, dass die Leistung einer Anlage durch die Modulleistung definiert wird.

Dass diese Begriffsdefinition dazu führt, bei der Bestimmung des Verknüpfungspunktes nach
§ 5 Abs. 1 letzter Satz die Modul- und nicht die Wechselrichter-Ausgangsleistung zu nutzen - schätzen wir aus technischer Sicht als nicht zutreffend ein: Die tatsächliche Leistung einer Solaranlage wird durch die Dimensionierung des Wechselrichters bestimmt. Da der Gebäude-Verknüpfungspunkt laut § 5 Abs. 1 EEG 2009 für den Anschluss einer 30-kW-Anlage als technisch geeignet gilt, wäre es schlüssig, dass Netzbetreiber sich an der Wechselrichter-Ausgangsleistung orientieren. Besonders deutlich wird diese Problematik bei Solaranlagen, deren tatsächliche Leistung bei nicht optimaler Ausrichtung, Verschattung oder Fassadeninstallation große Abweichungen von der technisch möglichen Modulleistung aufweisen.
Wenn hier allein die Modulleistung bei gleichzeitiger wesentlich geringerer Dimensionierung des Wechselrichters in Ansatz gebracht würde, gäbe es eine gewichtige Benachteiligung dieser Anlagenbetreiber. Wir empfehlen zukünftigen Anlagenbetreibern deshalb, dem Netzbetreiber
die laut § 5 Abs. 1 EEG 2009 prinzipiell technisch mögliche Einspeisung einer 30-kW-Anlage am bestehenden Gebäudeverknüpfungspunkt darzustellen und die Anwendung der Wechselrichter-Ausgangsleistung zu verlangen. Einen Rechsanspruch gibt es leider nicht.

Wichtig: Bei der Festlegung der Einspeisevergütung nach § 33 Abs. 1 für Anlagen >30 kW (bzw. >100 kW)
kann diese Argumentation nicht angewendet werden, da die dort definierten Leistungsgrenzen nicht auf Grundlage von technischen Anschlussbedingungen aufgestellt wurden.

Wann muss eine frei zugängliche Schaltestelle mit Trennfunktion eingerichtet werden?

Wann muss eine frei zugängliche Schaltestelle mit Trennfunktion eingerichtet werden?

17.03.2009

Schaltstellen mit Trennfunktionen dienen dazu, bei Netzstörungen aus Sicherheitsgründen Solaranlagen schnell vom Netz zu trennen.

In der Richtlinie für den Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz des VDEW (4. Ausgabe 2004) findet man die Regelung, dass

  • die in Wechselrichter integrierte ENS (Einrichtung zur Netzüberwachung mit jeweils zugeordneten Schaltorgan in Reihe) zu akzeptieren ist, wenn sie einphasig für PV-Anlagen bis 5 kW ausgelegt ist und dreiphasig bis 30 kW. Bei Anschluss mehrerer einphasiger PV-Anlagen darf die Summen-Nennscheinleistung bis zu 30 kW betragen.
  • bei einer Summen-Nennscheinleistung über 30 kW ist eine jederzeit zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion erforderlich. Diese könnte in einen Kabelverteilerschrank bzw. eine Trafostation eingebettet sein.

Darf man Mängel an einer Solaranlage auch nach der Gewährleistungszeit von 2 Jahren anzeigen?

Wenn eine Solaranlage durch eine unsachgemäße Installation (z.B. Verschattung der Module untereineinander) regelmäßige Ertragsverluste aufweist, reicht es auch nach 2 Jahren noch aus, dem Installateur zur Mängelbeseitigung aufzufordern?

26.02.2009

Wenn Mängel an der Solaranlage auftreten, so ist man auf jeden Fall gut beraten, sich so schnell wie möglich an eine Fachkraft zu wenden. Ertragsausfälle können schnell zu Buche schlagen.

Eine regelmäßige Kontrolle der Ertragsdaten kann größeren Schaden abwenden. Mit Hilfe der SFV-Ertragsdatenbank (siehe Startseite www.sfv.de!) kann man zum Vergleich Ertragsdaten der letzten Monate und Jahre im eigenen PLZ-Bereich einsehen.

Erfolgt die Mängelanzeige innerhalb der ersten 6 Monate nach Installation, so obliegt laut BGB § 476 die Schadens-Beweislast in den Händen des Verkäufers. Die gesetzliche Gewährleistungpflicht endet im Allgemeinen nach 2 Jahren (§ 438 BGB). (siehe Artikel: Rechte der Anlagenbetreiber bei Mängeln an der Solaranlage und die Notwendigkeit rascher Fehlererkennung)

Nach Ablauf von 2 Jahren ist der Verkäufer der Anlage (Installateur) weiterhin erster Ansprechpartner. Sollten Reparaturen an Solarmodulen oder Wechselrichter notwendig werden, so muss der Installateur die Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller der Bauteile durchsetzen. Alle anderen Reparaturen werden auf Kosten des Anlagenbetreibers durchgeführt.

Sollte man sich für Indach- oder Aufdachanlagen entscheiden?

Sollte man sich eher für Indach- oder Aufdachanlagen entscheiden?

21.06.2006

Bei einer INDACHANLAGE werden die Module anstatt der Ziegel direkt auf den Dachlatten befestigt. Die Solarmodule übernehmen dadurch eine Doppelfunktion: Wetterschutz und Stromerzeugung. Durch die Integration der Module erreicht man ein optisch einheitlicheres Bild der PV-Anlage und der (eventuell noch an Randbereichen vorhandenen) Dachziegeln. Diese Lösung ist architektonisch anspruchsvoller, meist jedoch mit Mehrkosten gegenüber einer Aufdachmontage verbunden. Wenn sowieso eine Sanierung des Daches notwendig ist, kann eine solche Lösung auch aus wirtschaftlichen Gründen interessant sein, da auf herkömmliche Dacheindeckung verzichtet werden kann.
Auf eine ausreichende Hinterlüftung der Module ist zu achten, um Feuchteschäden durch Kondenswasserbildung auf der Rückseite der Module zu vermeiden und die leistungsmindernde Erwärmung der Module zu minimieren. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den Modulen und im Randbereich des Generators eine hinreichende Regensicherheit gewährleistet wird.

Bei einer AUFDACHMONTAGE werden die Module z.B. mit einer Metallunterkonstruktion oberhalb der bestehenden Dacheindeckung montiert. Die Dacheindeckung bleibt erhalten und behält damit ihre wasserableitende Funktion. Bei Nachrüstungen auf bestehenden Dächern ist die Aufdachmontage in der Regel kostengünstiger. Nachteilig ist neben dem gestalterischen Aspekt, dass in der Regel alle Bauteile (Befestigung, elektr. Anschlüsse, Kabel) der Witterung ausgesetzt werden. Desweiteren ist dringend darauf zu achten, dass beim Anbringen der Verankerung die Dichtigkeit der Dachhaut nicht beeinträchtigt wird. Auf ausreichende Hinterlüftung, hinreichender Schutz gegen Windlastigkeit (z.B. durch einen Betonsockel) sowie Tragfähigkeit des Daches ist zu achten.

Lassen Sie sich vom Installateur vor Ort über verschiedene Befestigungssysteme beraten. Eine Liste von Installateuren und Erstinformationen zu Solaranlagen finden Sie auf unserer Homepage.

Muss im Vertrag eine Reduzierung der Einspeiseleistung akzeptiert werden?

Was bedeutet die folgende Formulierung im Einspeisevertrag:
"Leistungsbereitstellung für die PV-Anlage: Die Verpflichtung zur Bereitstellung der vereinbarten Einspeiseleistung für die PV-Anlage gilt nur unter der Voraussetzung, dass diese Leistung tatsächlich beansprucht wird. Andernfalls ist der Netzbetreiber berechtigt, die bereit gestellte Leistung auf den tatsächlichen Bedarf zu reduzieren."

Ich bitte um eine eilige Rückantwort, da meine Bank zur Darlehensauszahlung auf Klärung des Punktes und gültigen (= unterschriebenen) Einspeisevertrag besteht.

26.05.2010

Sie baten um eine eilige Rückantwort zu der Frage, ob Sie einen Ihnen vom Netzbetreiber vorgelegten Einspeisevertrag unterschreiben könnten, da Ihre Bank zur Darlehensauszahlung auf einem gültigen, d h. einem unterschriebenen Einspeisevertrag besteht.

Machen Sie zunächst einmal Ihre Bank darauf aufmerksam, dass kein Einspeisevertrag erforderlich ist. In § 4 (1) des EEG 2009 steht ausdrücklich folgender Satz: "Netzbetreiber dürfen die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus diesem Gesetz nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig machen."

Im Regelfall sind Einspeiseverträge nicht erforderlich, weil die vorkommenden Fragen durch gesetzliche oder technische Vorschriften geklärt sind. Einspeiseverträge sind nur zur Regelung solcher Details notwendig, in denen im gegenseitigen Einvernehmen von den üblichen gesetzlichen Regelungen abgewichen werden soll. Wenn Sie also nicht von den üblichen gesetzlichen Regelungen abweichen wollen, brauchen Sie keinen Vertrag!

Wenn die Bank nun auf einen unterschriebenen Einspeisevertrag drängt, so handelt sie gegen die vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollte Vertragsfreiheit und nötigt den Einspeiser zum Abschluss eines für ihn nachteiligen Vertrages.

Nun zu Ihrer Anfrage:
Die von Ihnen zitierte merkwürdige Passage ist auch für uns als Fachleute unverständlich. Möglicherweise will sich der Netzbetreiber die Möglichkeit offen halten, die Einspeisung nach seinen Bedürfnissen zu reduzieren und damit die Abnahmepflicht nach § 8 EEG 2009 zu unterlaufen.

Dies bestärkt uns in unserer Empfehlung, Einspeiseverträge grundsätzlich nicht zu unterschreiben. Konkret: Wir raten dringend von einer Unterschrift ab.

Ist eine Blitzschutzeinrichtung bei Solaranlagen zwingend vorgeschrieben?

Ist eine Blitzschutzeinrichtung bei Solaranlagen zwingend vorgeschrieben?

21.06.2006

Es ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, einen Blitzschutz zu installieren.

In den Landesbauvorschriften und kommunalen Bausatzungen können jedoch andere Regelungen getroffen sein (z.B. für Kindergärten, Schulen).

Wenn Gebäude, die bisher nicht mit einem Blitzschutz ausgerüstet sind, eine Solaranlage erhalten, so ist der Betreiber der Solaranlage logischerweise nicht verpflichtet, für die Solaranlage einen Blitzschutz einzurichten.

Wenn Gebäude schon über einen Blitzschutz verfügen, so darf die PV-Anlage die Wirksamkeit dieses Blitzschutzes nicht beeinträchtigen. Wir empfehlen deshalb in solchen Fällen eine Rücksprache mit den Errichter der Blitzschutzanlage.

Kann der Netzbetreiber einen zentralen, in seinen Abmessungen festgelegten Zählerplatz im Haus fordern?

Kann der Netzbetreiber einen zentralen, in seinen Abmessungen festgelegten Zählerplatz im Haus fordern?

26.05.2010

Ja, er kann. In den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind genaue Festlegungen zur Zählerinstallation getroffen worden.

Sollte ein vorhandener Zählerschrank zu knapp dimensioniert sein, so gibt es die Möglichkeit, Zähler mit geringeren Abmessungen zum Einsatz zu bringen.
Zu beachten ist hier jedoch ebenso, dass die Mindestabmessungen für Zählerplätze ebenso in den TAB`s festgelegt sind.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Deutsche Zählergesellschaft Oranienburg mbH,
Heidelbergerstr. 32,
http://www.dzg.de

Dürfen Solaranlagen auf Asbestdächern installiert werden?

Dürfen Solaranlagen auf Asbestdächern installiert werden?

21.06.2006

Seit längerer Zeit raten wir dringend von der Installation von Solaranlagen auf asbesthaltigen Dächern ab. Asbest ist ein krebserregender Stoff, für den laut Gefahrstoff-Vorordnung (GefStoffV vom 23.12.2004, BGBl. I S 3758) ein umfassendes Bearbeitungs- und Verwendungsverbot gilt.

Durch Verwitterung der Asbestzement-Platten kommt es fortlaufend zu steigender Emission krebserregender Asbestfasern. Dringend notwendige Sanierungsarbeiten werden möglicherweise aus Kostengründen nicht durchgeführt. Grund: Es ist nicht nur finanziell sehr aufwändig, eine Solaranlage zum Zweck der Dachsanierung zu entfernen und sie zu einem späteren Zeitraum wieder zu installieren. Solarstromerzeuger müssen über diesen längeren Sanierungs-Zeitraum mit Ertragsverlusten rechnen, so dass die Wirtschaftlichkeit der Anlage in Frage gestellt ist.
Zu bedenken ist auch, dass die Arbeitssicherheits-Risiken und die Kosten bei späteren Wartungsarbeiten steigen.

In Schleswig-Holstein erhalten Interessenten für die Installation von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf mit Asbestzementplatten bedeckten Dächern keine Baugenehmigung.

In den anderen Bundesländern werden Genehmigungen nur in wenigen Ausnahmefällen im Einzelgenehmigungsverfahren bei der zuständigen Baubehörde erteilt und an die Einhaltung von bestimmten Vorschriften geknüpft (Einhaltung von Schutzvorschriften für Installateure, Art der Werkzeuge - Spezialbohrmaschine mit Absaugeinrichtung-, Anbringungsart etc.).

Es gelten

  • die Technischen Regeln Gefahrstoffe TRGS 519 - Asbest -, Sanierungs- oder Instandhaltungsverfahren (Ausg.9/01)
  • Richtlinie für die Bewertung und Sanierung schwach gebundener Asbestprodukte in Gebäuden
  • Arbeitsverfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten - BGI 664

Nähere Informationen darüber erhalten Sie auch bei den zuständigen Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft bzw. der Berufsgenossenschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Sollte man die Beseitigung eines Baumes fordern, weil er die Solaranlage verschattet?

Kann man die Beseitigung eines Baumes fordern, wenn er eine künftige Solaranlage erheblich verschattet?

21.06.2006

Für den Bau einer PV-Anlage ist ein Baum sicherlich nachteilig; es ist aber sinnvoll, auch dessen Vorteile und ökologischen Nutzen mit in die planerischen Überlegungen einzubeziehen: Er bindet das Klimagas CO2, dient zur Sauerstoffproduktion und als "Schallschlucker", steht aber auch als Staubfänger zur Verfügung. Auch der Erholungswert ist nicht zu unterschätzen.

Unser Geschäftsführer, Herr Wolf von Fabeck, befand sich vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation. Er wohnt in einem Haus, das von mehreren Bäumen umgeben und entsprechend beschattet wird. Daraufhin suchte er sich eine andere - nicht beschattete- Dachfläche auf dem Haus eines Verwandten zum Bau seiner PV-Anlage und pachtete sie.

Vielleicht besteht auch für Sie die Möglichkeit eine Dachfläche zur Installation einer PV-Anlage zu pachten?

Was passiert nach 20 Jahren, wenn der Netzbetreiber die kW/h nicht mehr nach EEG vergüten muss?

Was passiert nach 20 Jahren, wenn der Netzbetreiber die kW/h nicht mehr nach EEG vergüten muss? Kann die Einspeisung des erzeugten Stromes verweigert werden oder wird eine verminderte Vergütung bezahlt?

21.06.2006

Der Gesetzgeber legt im EEG in der Tat "nur" einen Vergütungszeitraum von 20 Jahren plus x Monaten (Inbetriebnahmejahr) fest. In diesem Zeitraum soll der Betrieb der PV-Anlage aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgesichert sein.

Nach Ablauf des Vergütungszeitraumes besteht aus heutiger Sicht die Möglichkeit, den erzeugten Strom zu dem dann marktüblichen Preis zu verkaufen oder selbst zu verbrauchen. Ob auch dann noch ein vorrangiger Abnahmezwang für Strom aus Erneuerbaren Energien besteht, bleibt zu hoffen.

Wie schnell muss der Netzausbau erfolgen?

Im Februar 2004 wurde mein Antrag zur Einspeisung einer 6,5 kWp PV-Anlage durch EnBW mit der Begründung der Netzverhältnisse abgelehnt. Im Februar 2005 wurde ein neuer Antrag auf Einspeisung gestellt. Dieser wurde genehmigt mit der Einschränkung, dass das Netz vorher durch EnBW auszubauen ist. Nachdem die Bestellung und die Willenserklärung PV zu bauen bei EnBW vorgelegt wurde, teilt nun EnBW mit, dass der Netzausbau in der zweiten Jahreshälfte 2005 erst erfolgen wird.
Frage: Ist dies, wie im Gesetz gefordert, unverzüglicher Netzausbau???

17.03.2009

In der Begründung zum EEG 2009 findet sich zu § 5 Abs. 1 folgende Erläuterung zu den Begriffen "unverzüglich" und "vorrangig":

"Der vorrangige Anschluss muss unverzüglich vorgenommen werden. Der Netzbetreiber muss also die Anlagen ohne schuldhaftes Zögern an sein Netz anschließen, andernfalls kann ein Schadensersatzanspruch nach § 280 BGB entstehen.

Aus dem Merkmal "vorrangig" ergibt sich dabei, dass sich ein Netzbetreiber nicht darauf berufen kann, dass ihm ein Anschluss von Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, nicht möglich sei, weil andere als unter § 3 Nr. 1 fallende Anlagen zuerst angeschlossen werden. Grundsätzlich ist der Netzbetreiber nach wie vor verpflichtet die Anlage an dem Punkt an das Netz anzuschließen, der im Hinblick auf die Spannungsebene geeignet ist und in der Luftlinie die kürzeste Distanz zu der Anlage aufweist. "

Eine 6,5 kW-Anlage ist nun wirklich keine Sache, für die ein neuer Trafo und eine neue Ortsnetzverkabelung notwendig wird. Im ungünstigsten Fall, falls bei hellem Sonnenschein keiner Ihrer Nachbarn Strom verbraucht, könnte die Spannung in Ihrem Abschnitt des Niederspannungsnetzes durch die PV-Anlage etwas ansteigen.

Machen Sie den Netzbetreiber darauf aufmerksam, dass Ihr Wechselrichter mit einer Abschaltvorrichtung bei Überspannung (ENS) ausgestattet ist, so dass keine gefährlichen Überspannungen auftreten können. Außerdem könnten Sie gegenüber dem Netzbetreiber schriftlich äußern, dass Sie in der Zwischenzeit bis zum Abschluss der Netzverstärkungsarbeiten eine zeitweilige Abschaltung wegen netzbedingter Überspannung hinnehmen würden.

Machen Sie schließlich darauf aufmerksam, dass Sie ggf. den Netzbetreiber, wenn er Sie nicht sofort anschließt, für die Ihnen dadurch in den nächsten Monaten entstehenden Einnahmeausfälle schadenersatzpflichtig machen könnten.

Außerdem können Sie eine einstweilige Verfügung (EEG § 59 "Einstweiliger Rechtsschutz") auf sofortigen Anschluss verlangen. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt, empfehlen wir die Einschaltung eines Rechtsanwalts.

Was kann die Ursache dafür sein, dass der Wechselrichter die Solaranlage häufig vom Netz trennt?

Was kann die Ursache dafür sein, dass der Wechselrichter die Solaranlage häufig vom Netz trennt?

21.06.2006

Wir sehen zwei Möglichkeiten:
Entweder ist der Wechselrichter defekt oder das Netz ist zu schwach dimensioniert (wahrscheinlicher ist nach unseren Erfahrungen der zweitgenannte Fall).

Da aber der Installateur Ihnen eine fehlerfrei funktionierende Anlage angeboten hat, wenden Sie sich zunächst an den Installateur. Nur dieser ist in der Lage, entweder einen funktionierenden Wechselrichter zu besorgen oder dem Netzbetreiber fachlich nachzuweisen, dass das Netz zu schwach ist. Wenn er weder das eine noch das andere kann, ist er Ihnen gegenüber schadenersatzpflichtig.

Wenn dem Netzbetreiber ein Fehler nachgewiesen wird, denken Sie daran, dass dem Installateur für seine besonderen Aufwendungen zur Fehlersuche eine Entschädigung zusteht, die eigentlich der Netzbetreiber zahlen muss.

Da dies beliebig kompliziert werden kann, empfehlen wir bei einem Rechtsstreit die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts.

Wird die Vergütung für Fassadenanlagen jährlich ebenso um 5 % gesenkt?

Wird die Vergütung für Fassadenanlagen jährlich ebenso um 5 % gesenkt?

17.03.2009

Im EEG § 11 Absatz 5 2004 stand: "Die Mindestvergütungen nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 1 werden beginnend mit dem 1. Januar 2005 jährlich jeweils für nach diesem Zeitpunkt neu in Betrieb genommene Anlagen um jeweils fünf Prozent des für die im Vorjahr neu in Betrieb genommenen Anlagen maßgeblichen Wertes gesenkt und auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet."

Daraus ist zu schlussfolgern, dass die Grundvergütung für eine Gebäude-Fassadenanlage nach § 11 Absatz 2 Satz 1 EEG 2004 einer jährlichen Degression unterliegt. Der Fassadenzuschlag ist allerdings nicht von dieser Degression betroffen, da dieser in § 11, Absatz 2, Satz 2 festgelegt wird.

Im EEG 2009 wurde der Fassadenzuschlag ersatzlos gestrichen. Neuanlagen, die an einer Fassade angebracht werden, erhalten keinen Bonus mehr.

Müssen "Standard-Lastprofile" bei einer Durchleitung durch ein Hausnetz zur kaufmännischen Bilanzierung genutzt werden?

Müssen "Standard-Lastprofile" bei einer Durchleitung durch ein Hausnetz zur kaufmännischen Bilanzierung genutzt werden?

21.06.2006

Aus der EEG-Gesetzesbegründung zu § 4 Absatz 5 ergibt sich: "Für die Ermittlung des eingespeisten Stroms aus der Anlage ist in aller Regel - soweit nicht § 5 Abs. 1 Satz 2 eingreift - eine Messung der eingespeisten elektrischen Arbeit ausreichend."

Es braucht also im Regelfall bei der Hausnetzdurchleitung KEINE elektrische Leistung erfasst zu werden. Nur bei Anlagen über 500 Kilowatt ist nach § 5 Abs. 1 Satz 2 eine registrierende Leistungsmessung vorgeschrieben.

Wenn kleinere Anlagen einspeisen und aus vertraglichen Gründen (weil dies der Vertrag zwischen Stromnetzbetreiber und Hausnetzbetreiber so vorsieht) eine Leistungserfassung zwingend erforderlich ist, sollte die Abrechnung grundsätzlich auf der Basis von Schätzungen oder von Norm-Lieferprofilen erfolgen. Dies ergibt sich aus der Gesetzesbegründung.

Norm-Lieferprofile für Solarenergie liegen meines Wissens noch nicht vor. Der Netzbetreiber muss sich also auf Schätzungen einlassen. Wenn er das nicht will, und auf der registrierenden Leistungsmessung besteht, muss er sie selbst bezahlen.

Eine solche Schätzung der Einspeiseleistung könnte z.B. durch Vergleich mit einer Solarstromanlage des Netzbetreibers erfolgen.

Da es bei der vereinbarten Leistungsmessung nur auf den Maximalwert der Stromentnahme ankommt, empfehle ich Ihnen aber, zunächst einmal festzustellen, zu welchen Tageszeiten in der Vergangenheit diese Maximalwerte des Stromverbrauchs vorkamen. Ich vermute mal, dass dies jeweils in den dunklen Morgenstunden war. Da zu diesem Zeitpunkt die Solarstromanlage ohnehin keinen oder nur einen sehr kleinen Stromertrag bringt, würde ich den zu berücksichtigenden Beitrag der Solarenergie, der auf die gemessene Leistung der Schule aufzuschlagen ist, mit nahezu Null schätzen.

Dürfen Solaranlage wegen Netzüberlastung abgelehnt werden?

Auf der Insel Fehmarn wird der Anschluss von Solaranlagen verweigert, da laut Auskunft des Netzbetreibers bereits zu viel Energie durch Windkraftanlagen produziert wird. Angeblich würde das Kabel unter der Sundbrücke hindurch auf das Festland nicht mehr ausreichen um die Energie abzutransportieren.
Muss ich das akzeptieren?

21.06.2006

Fordern Sie vom Netzbetreiber eine schriftliche Stellungnahme (Frist - eine Woche) und drohen Sie eine einstweilige Verfügung auf Anschluss einer Solaranlage an, falls das Problem nicht gelöst wird.

Im EEG § 12 "Gemeinsame Vorschriften für Abnahme, Übertragung und Vergütung" Absatz 5 findet sich hierzu folgende Regelung:
"Auf Antrag des Anlagenbetreibers kann das für die Hauptsache zuständige Gericht unter Berücksichtigung der Umstände des Einzellfalles nach billigem Ermessen durch einstweilige Verfügung regeln, dass der Schuldner der in den §§ 4 und 5 bezeichneten Ansprüche die Anlage vorläufig anzuschließen und den Strom abzunehmen sowie hierfür einen als billig und gerecht zu erachtenden Betrag als Abschlagszahlung zu leisten hat. Die einstweilige Verfügung kann erlassen werden, auch wenn die in den §§ 935, 940 der Zivilprozessordnung bezeichneten Voraussetzungen nicht zutreffen."

Die Position des Anlagenbetreibers wurde damit erheblich gestärkt. Das Recht des Bauwilligen, eine Anlage - dann, wann er es wünscht - an das Netz anzuschließen und Strom aus Erneuerbaren Energien einzuspeisen, erhält damit einen besonders geschützten Rang.

Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung kann ebenso zum Gegenstand haben, dass die Anlage anzuschließen sei und der Strom zu solchen Zeiten abzunehmen sei, in denen das Netz nicht überlastet ist. Für Zeiten der Nichtabnahme kann eine Ausgleichszahlung nach § 4 Absatz 1 Satz 3 verlangt werden.
Wenn der Netzbetreiber wegen zeitweiliger Netzüberlastung keine regelmäßige Abnahme des Stroms garantieren kann, kann der Anlagenbetreiber eine höhere Vergütung, Übernahme der Kosten für technische Zusatzgeräte oder eine andere finanzielle Entschädigung frei aushandeln.

In der Begründung zu § 4 Absatz 1 finden sich dazu zwei wichtige Hinweise:

  • "Von der Verpflichtung zum Anschluss einer Anlage zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien an das Netz wird hierdurch keine Ausnahme zugelassen (...)"
  • "Eine solche Vereinbarung kann den Netzbetreiber in die Lage versetzen, Kosten einzusparen und dem Anlagenbetreiber für seinen Verzicht auf eine weitergehende Einspeisung einen finanziellen Ausgleich zu zahlen, so dass dieser in der Summe nicht schlechter steht, als bei einer unbeschränkten Ausübung seiner Rechte."

Ferner kann verlangt werden, dass der Netzbetreiber jede einzelne Unterbrechung der Einspeisung begründet. Falls eine Anlage zur Stromerzeugung aus konventionellen Energien im gleichen Netzabschnitt einspeist, kann verlangt werden, dass diese ihre Einspeisung so weit drosselt, dass die EE-Anlage einspeisen kann.

Kann Strom aus mehreren Anlagen über einen Zähler abgerechnet werden?

Bei einem unserer Kunden, der seine Anlage erweitern möchte, verlangt EnBW, dass die neue PV-Anlage direkt an den Hausanschlusskasten (HAK) geführt wird.
Die erste Anlage wurde zum Zählerschrank geführt, der Platz für den Einspeisezähler bot. Der zweite Rücklieferzähler für die neue Anlage wurde in einem separaten Zählerkasten installiert, die Wechselstromseite hat unser Elektriker zum ungezählten Bereich des alten Zählerschranks geführt. EnBW erklärt, dass der Anschluss einer zweiten PV-Anlage nicht zulässig wäre, da vom HAK ab eine getrennte Zuleitung erforderlich wäre. Ist es nicht völlig belanglos, wo wir den PV-Strom in den ungezählten Bereich einspeisen?

21.06.2006

Wenn Sie beide Anlagen über den selben Einspeisezähler einspeisen lassen, wozu Sie nach § 12 (6) EEG berechtigt sind, können Sie diese dumme Schikane der EnBW umgehen.

Sollten die beiden Anlagen unterschiedlich orientiert oder unterschiedlich beschattet sein, so schlage ich für einen solchen Fall vor, die Aufteilung nicht nach dem Verhältnis der nominalen Modulleistungen vorzunehmen, sondern nach dem Verhältnis der zu erwartenden Jahreserträge. Bei sinngemäßer Auslegung des EEG § 12 (6) könnte man das wohl akzeptieren:
"Strom aus mehreren Anlagen kann über eine gemeinsame Messeinrichtung abgerechnet werden. In diesem Fall ist für die Berechnung der Höhe differenzierter Mindestvergütungen die Leistung jeder einzelnen Anlage maßgeblich."

Gilt BGB § 315, wenn kein Vertrag geschlossen wurde?

Nachdem ich meinem Netzbetreiber EnBW mitgeteilt habe, dass ich den Einspeisevertrag nicht unterschreiben werde, bekam ich daraufhin folgende Antwort:
"Wir weisen Sie hiermit ausdrücklich daraufhin, dass wir dem zwischen ihnen und uns gemäß EEG bestehenden Rechtsverhältnis im Wege unseres einseitigen Leistungsbestimmungsrechts nach § 315 ff. BGB die Regelungen des Stromeinspeisungsvertrages zugrunde legen werden. Da wir uns absichern müssen, dass sie ausschlieslich Strom aus erneuerbaren Energien in unser Netz einspeisen, bitten wir sie, die beigelegte Erklärung zu unterschreiben ...

Erklärung: "Die von mir erstellte/betriebene Photovoltaikanlage in ... mit einer installierten Leistung von ... kWp ist eine Stromerzeugungsanlage zur Nutzung erneuerbarer Energien gemäß EEG vom 21.07.2004. Unterschrift ..."

Muss ich eine solche Erklärung unterschreiben? Wie ist das Anschreiben zu werten?

21.06.2006

Die Überprüfung vielzähliger Einspeiseverträgen ergab nicht nur, dass Anlagenbetreiber durch den Abschluss eines Vertrages meist schlechter gestellt wurden als ohne Vertrag. (Im neuen EEG § 12 Absatz 1 legte der Gesetzgeber deshalb fest, dass die Abnahme- und Vergütungsverpflichtungen nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig gemacht werden dürfte.) Ebenso dokumentierte sie vielfältige Versuche der Netzbetreiber, Zweifel an der Rechtmäßigkeit des EEG zu säen und die Anlagenbetreiber zu verunsichern.

Das aktuelle Anschreiben der EnBW werten wir als einen weiteren Versuch, auch ohne Abschluss eines Vertrages zur Verunsicherung der Anlagenbetreiber beizutragen:

1. EnBW verweist auf das BGB § 315 für den Fall der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. In BGB § 315 Absatz 1 heißt es: "Soll die Leistung durch einen der Vertragsabschließenden bestimmt werden, so ist IM ZWEIFEL anzunehmen, dass die Bestimmung nach billigem Ermessen zu treffen ist." (Hervorhebung durch SFV)
Dieser BGB-Rechtsbezug ist nicht gegeben, da es überhaupt keinen Zweifel über die vom Netzbetreiber zu erbringende Leistung gibt. Nach EEG ist der Netzbetreiber verpflichtet, den Anschluss der Anlage, die Abnahme des Stroms und die Vergütung der eingespeisten Energie vorzunehmen.

Die EnBW-Vertragsregeln werden auch im Fall der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen keine Anwendung finden.

2. Sollte das EEG aufgehoben werden, so gilt der allgemeine europäische und deutsche Rechtsgrundsatz des Bestandsschutzes: Anlagen, die während der Gültigkeit des EEG angeschlossen werden, sind nicht betroffen.

3. Es ist u. E. nicht notwendig, eine Erklärung zu unterschreiben, in der Anlagenbetreiber bestätigen, nur Strom aus Erneuerbaren Energien gemäß EEG in das Netz einzuspeisen. Im Zweifelsfall schadet sie jedoch auch nicht.

Welche Gebühren darf der Netzbetreiber bei der Abrechnung des Solarstroms in Ansatz bringen?

Welche Gebühren darf der Netzbetreiber bei der Abrechnung des Solarstroms in Ansatz bringen?

26.05.2010

Hier gilt folgender Grundsatz: Netzbetreiber können nur dann Gebühren berechnen, wenn Anlagenbetreiber von ihnen Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Folgende zwei Ausgangssituationen können vorliegen:

1) Verwendung eines eigenen Zählers
2) Verwendung eines gemieteten Zählers

Fall 1: Verwendung eines eigenen Zählers

Anlagenbetreiber sind laut BGB § 448 und § 13 Absatz 1 EEG 2009 verpflichtet, den erzeugten Strom zu "zählen". Der Anlagenbetreiber hat demnach das Recht, einen eigenen Zähler zu installieren. Dieser Zähler muss den eichrechtlichen Vorschriften entsprechen. (Nähere Informationen zum Eichrecht und zu Bezugsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Internetseite unter dem Stichwort "Zähler")

Netzbetreiber sind nach den §§ 8 und 16 EEG 2009 verpflichtet, den erzeugten Strom abzunehmen und zu bezahlen. Das Recht der Anlagenbetreiber, Abschlagszahlung zu verlangen, die in gleichen Zeitabständen erfolgt wie die Abschlagszahlung auf Strombezugskosten, ergibt sich aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung. Zusätzlich ist im § 59 Absatz 1 EEG 2009 der Hinweis zu finden, dass Netzbetreiber "den Strom abzunehmen sowie hierfür einen als billig und gerecht zu erachtenden Betrag als Abschlagszahlung zu leisten" haben.

Ob Gebühren vom Netzbetreiber berechnet werden können, richtet sich nach folgenden Grundsätzen:

  • Wenn der Anlagenbetreiber den Zählerstand selbst abliest und die Jahresabschlussrechnung erstellt, fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Abschlagszahlungen sind vom Netzbetreiber gebührenfrei zu leisten.
  • Wenn der Anlagenbetreiber dem Netzbetreiber den Auftrag erteilt, die Ablesung (z.B. durch Fernabfrage) durchzuführen und die Abschlussrechnung zu erstellen, muss mit zusätzlichen Gebühren gerechnet werden.

Fall 2: Verwendung eines gemieteten Zählers

Der Anlagenbetreiber verzichtet auf sein Recht, einen eigenen Zähler zu nutzen. Er mietet einen Zähler beim Netzbetreiber und muss hierfür eine angemessene Miete zahlen (ca. 15 Euro/Jahr).
Darüber hinaus gelten die gleichen Grundsätze wie in Fall 1.

Im Zweifelsfall fragen Sie den Netzbetreiber nach der genauen Zusammensetzung der Gebühren.

Muss man einen zusätzlichen Netznutzungsvertrag und einen Stromliefervertrag für den Eigenbedarf von PV-Anlagen abschließen?

Muss man einen zusätzlichen Netznutzungsvertrag und einen Stromliefervertrag für den Eigenbedarf von PV-Anlagen abschließen?

26.05.2010

1. Die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien stellt keine Netznutzung dar. Vielmehr ist der Netzbetreiber verpflichtet, den Strom an der Übergabestelle abzunehmen und ihn durch sein Netz zu leiten. Einspeiser sind dabei nicht verpflichtet, einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen. (siehe EEG, § 4 Absatz 1)

2. Netzgekoppelte Solarstromanlagen benötigen zum Betrieb des Wechselrichters gar keine oder nur sehr geringe Strommenge (kleiner 10 kWh/kWp/a). Solange die Solaranlage Strom liefert, wird der Strombedarf des Wechselrichters durch die Solaranlage selbst gedeckt. Erst bei Dunkelheit muss der eventuell verbleibende Strombedarf aus dem Netz gedeckt werden.

Für diesen geringsten Strombedarf muss kein Stromliefervertrag abgeschlossen werden.
Zur Messung des Eigenbedarfs der PV-Anlage muss auch kein zusätzlichen Zähler oder ein teurer elektronischen Zähler eingesetzt werden.

Um diesen geringen Strombedarf zu decken empfiehlt der SFV, als Einspeisezähler einen saldierenden Zähler einzusetzen, der mit nur einem Messwerk ausgerüstet ist und ohne Differenzierung hinsichtlich der Tarife in beide Richtungen zählt.

In der VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" wird diese Regelung für Anlagen bis 10 kW ausdrücklich empfohlen. Diese Lösung ist aber auch für Solaranlagen größerer Leistung üblich, weil der Eigenstrombedarf nicht von der Größe des Wechselrichters abhängt. Der Netzbetreiber EnBW z.B. akzeptiert auch bei größeren Anlagen den saldierenden Zähler, wenn der Anlagenbetreiber schriftlich versichert, dass er außer dem geringen Eigenbedarf des Wechselrichters über den saldierenden Zähler keinen sonstigen Strom bezieht.

Die Clearingstelle EEG empfiehlt im Empfehlungsverfahren zum Messstellenbetrieb, bis zu einer Größe von 30 kWp einen saldierenden Zähler als zulässig zu erachten.

Ein Betrugsrisiko geht der Netzbetreiber dabei nicht ein - selbst wenn der Zähler in Rückwärts-Richtung nicht genau anzeigt - weil jede über den saldierenden Zähler bezogene Kilowattstunde mit einem weitaus höheren Preis als der Strombezugspreis bezahlt wird.

Falls der Netzbetreiber trotzdem auf dem teuren zweiten Zähler besteht, obwohl er selber noch nicht einmal einen Vorteil davon hat, verstößt er gegen das sogenannte Schikane-Verbot § 226 BGB.

Wie hoch ist üblicherweise die Lebenserwartung eines Wechselrichters?

Ist es normal, dass ein Wechselrichter nur vier Jahre einwandfrei arbeitet? Wie hoch ist üblicherweise die Lebenserwartung eines Wechselrichters? Die Firma XX bot uns eine nachträgliche Garantieverlängerung auf 5 Jahre zum Preis von 98,00 Euro an. Ist das in Ordnung?

21.06.2006

Es ist in der Tat ungewöhnlich, dass ein Wechselrichter bereits nach 4 Jahren defekt ist. Es sollten u. E. auf jeden Fall die Ursachen für diesen Defekt geklärt werden.

Unter Umständen könnte man eine Kulanz des Wechselrichterherstellers erwarten, da das bereitgestellte Austauschgerät ebenso defekt war und damit gerade in den sonnenreichen Sommermonaten kein Solarstrom erzeugt werden konnte.

Die Garantiezeiten für Wechselrichter können bis zu 10 Jahre betragen. Die gesetzliche Mindestgarantiezeit beträgt in der Regel 2 Jahre. Für darüber hinausgehende Garantiezeiten (5 oder 10 Jahre) muss man mit Zusatzkosten rechnen. Ob 98 Euro angemessen sind, können wir leider nicht beurteilen.

Kann man Ertragsausfälle durch zu hohe Netzspannungen geltend machen?

Kann man die Kosten für den Ertragsausfall für solche vom Netzbereiber nicht bekannt gemachten Netzspannungserhöhungen einfordern, wenn die ENS des Wechselrichters zu lichtstarken Zeiten die Anlage automatisch vom Netz trennt?

21.06.2006

Netzbetreiber sind verpflichtet, eine nach EN 50160 definierte Netzspannung in öffentlichen Versorgungsnetzen einzuhalten. Demnach darf die Netzspannung nur um -10% bis +6% (207 - 243,8 Volt) von der Nennspannung von 230 Volt abweichen.

Wenn Sie Ihrem Netzbetreiber nachweisen können, dass er diese definierte Netzspannung nicht einhält (es genügt das einmalige Über- bzw. Unterschreiten der Netzspannung), so können Sie ihn für auftretende Schäden haftbar machen.

Die ENS am Wechselrichter muss vom Solarinstallateur so eingestellt werden, dass diese die Solaranlage bei einer Überspannung von > 243,8 Volt aus sicherheitstechnischen Gründen automatisch vom Netz trennt. Eine darüber hinausgehende Spannungsanpassung der ENS ist nicht zulässig.

Können Wechselrichter bei Netzzusammenbrüchen kaputt gehen?

Durch einen Netzzusammenbruch oder durch das Wiederanfahren des Wechselstrommetzes wurden einige Wechselrichter zerstört, bei meiner Anlage zwei von drei. Wechselrichter mit höherer und niedrigerer Leistung scheinen nicht betroffen. Fragen: Kommt es häufiger beim Netzzusammenbruch zur Zerstörung des Wechselrichters?

21.06.2006

Jede Photovoltaikanlage muss mit einer Schutzfunktion (ENS) ausgestattet sein, die z. B. bei Spannungsabfall oder Spannungssteigerung im öffentlichen Netz die PV-Anlage sofort vom Netz trennt. Nach der Richtlinie für Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz muss die Zuschaltung solange verhindert werden, bis die Netzspannung über dem Ansprechwert des Spannungsrückgangsschutzes liegt. Die Art und Ausführung der Entkupplungsschutzeinrichtungen und die Schutzparameter sind mit dem Netzbetreiber abzustimmen.

Die von Ihnen geschilderte Situation deutet daraufhin, dass die Schutzfunktion - die automatische Abschaltautomatik Ihrer Anlage - nicht richtig funktioniert hat.

Wann müssen Solaranlagen ein - oder dreiphasig angeschlossen werden?

Wann müssen Solaranlagen ein - oder dreiphasig angeschlossen werden?

21.06.2006

In der VDEW-"Richtlinie für Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz", 4. Ausgabe 2001 findet sich folgende Regelung:

"(...) Eigenerzeugungsanlagen bis zu einer Nennscheinleistung von 4,6 kVA (bei PV-Anlagen 5 kWp) können einphasig angeschlossen werden. Anlagen mit einer Nennscheinleistung > 4,6 kVA sind dreiphasig anzuschließen. (...)"

Bei Stromnetzen dürfen maximale Stromunterschiede von 20A pro Phase angeschlossen werden. Leistungsmäßig entspricht dies 20A x 230V = 4,6 kVA. Das betrifft die Stromentnahme genauso wie die Einspeisung.

Anschlussbeispiele:

  • 0 bis 4,6 kVA auf Phase 1
  • 4,6 bis 9,2 kVA auf Phase 1= 4,6 kVA und auf Phase 2 = 4,6 kVA
  • 9,2 bis 13,8 kVA auf Phase 1 = 4,6 kVA und auf Phase 2 = 4,6 kVA und Phase 3 = 4,6 kVA
  • 13,8 bis 18,4 kVA auf Phase 1 = 2 x 4,6 kVA und auf Phase 2 = 4,6 kVA und Phase 3 = 4,6 kVA
  • 18,4 bis 23,0 kVA auf Phase 1 = 2 x 4,6 kVA und auf Phase 2 = 2 x 4,6 kVA und Phase 3 = 4,6 kVA usw.

Jede angefangene 4,6 kVA kommt auf die nächste Phase.

Es gibt nur zwei Anschlussarten: Einphasig oder dreiphasig.
Genauer müsste es eigentlich heißen, "einphasig oder mehrphasig", denn ein zweiphasiger Anschluss ist nur der Sonderfall eines dreiphasigen Anschlusses.

Bei dreiphasigem Anschluss ist ein dreiphasiger Zähler - d. h. ein Drehstromzähler - vorgesehen, der natürlich auch dann funktionieren muss, wenn die eine Phase keinen Strom zählen muss, weil dort zufällig gerade kein Strom fließt. Als Verbrauchszähler müssen die Drehstromzähler ja auch ständig mit dem gleichen Problem fertig werden, dass häufig nur in zwei Phasen (oder sogar nur in einer Phase) ein Strom fließt. Dafür sind sie ausdrücklich konstruiert und geeicht.


Muss die Rückerstattung der Mehrwertsteuer aus der Investitionssumme in der Einkommenssteuererklärung versteuert werden?

Muss die Rückerstattung der Mehrwertsteuer aus der Investitionssumme in der Einkommenssteuererklärung versteuert werden?

21.06.2006

Jeder Solaranlagenbetreiber hat das Recht, die Mehrwertsteuer der Investitionssumme (und anderer Ausgaben wie z.B. Wartung etc.) vom Finanzamt zurück erstattet zu bekommen. Diese Rückerstattung erfolgt in der Regel im Inbetriebnahmejahr. Im Gegenzug muss der Solaranlagenbetreiber sich verpflichten, die vom Netzbetreiber auf die gesetzliche Einspeisevergütung ausgezahlte Mehrwertsteuer in regelmäßigen Abständen an das Finanzamt abzuführen.

Wenn man mit den Betrieb der Solaranlage über einen Zeitraum von 20 Jahren nachweislich Gewinne erzielt, so muss man die gesamten Einnahmen am Ende eines Steuerjahres in der Einkommensteuererklärung angeben.

Werden Bruttobeträge (also inkl. der MwSt) beim Nachweis eines Totalgewinnes in Ansatz gebracht werden, so müssen natürlich ebenso Einnahmen, die aus der Rückerstattung der Mehrwertsteuer resultieren, einkommenssteuerlich berücksichtigt werden.

Allgemeines zur Berechnung des Totalgewinnes bei Solaranlagen:
Ausgaben sind:

  • Investitionssumme (Brutto oder Netto)
  • Wartung, Versicherung jährlich (Brutto oder Netto)
  • Reparaturkosten (Brutto oder Netto)
  • Zählerkosten
  • Fremdkapitalzinsen

Einnahmen sind:

  • Einspeisevergütung
  • Rückerstattung der MwSt. aus der Invest.summe, aus Reparatur-, Wartungs- und Versicherungskosten (bei Ausweisung von Bruttobeträgen)

Die Anrechnung der MwSt.-Rückerstattung in der Einkommenssteuererklärung ist Standardfall.

Im Gegenzug haben Investoren die Möglichkeit, Abschreibungskosten - meist linear - über einen Zeitraum von 20 Jahren steuerlich geltend zu machen.

Weitere Informationen zur steuerlichen Behandlung von PV-Anlagen sind unter dem Stichwort: Steuerfragen zu finden.

Verändert sich die Einspeisevergütung für die Solaranlage beim Hausverkauf?

Welche Möglichkeiten bestehen, wenn das Haus verkauft wird, bevor die 20 Jahre Einspeisevergütung nach dem EEG abgelaufen ist? Ist der Einspeisevertrag auf den neuen Besitzer übertragbar?

21.06.2006

1. Möglichkeit:
Das Haus wird mit Solaranlage verkauft.
Das Inbetriebnahmedatum der Solaranlage und damit die Regelungen zur Auszahlung der Einspeisevergütung bleiben bestehen. Der neue Besitzer der Solaranlage erhält die Vergütung für die verbleibende Zeit (20 Jahre minus x Jahre und x Monate). Wenn der Anlagenbetreiber für die Einspeisung des Solarstroms einen Vertrag mit dem Netzbetreiber abgeschlossen hat (was nicht notwendig ist!), so kann dieser nicht auf eine andere Person übertragen werden. Der Vertrag muss gekündigt werden. Die Verpflichtung des Netzbetreibers zur Zahlung der Einspeisevergütung nach EEG bleibt bestehen.

2.. Möglichkeit:
Das Haus wird ohne Solaranlage verkauft. Die Solaranlage verbleibt jedoch auf dem Dach und im Besitz des Verkäufers. An der Laufzeit der Einspeisevergütung ändert sich nichts.
Der Verkäufer sollte unbedingt darauf bestehen, das Eigentum an der Solaranlage im Grundbuch eintragen zu lassen, da sonst die Solaranlage - da mit dem Haus fest verbunden - automatisch in das Eigentum des Hauskäufers übergeht.

3. Möglichkeit:
Das Haus wird verkauft, die Solarananlage wird abmontiert und an einer anderen Stellen neu errichtet. Die EEG-Vergütungsregelung bleibt ebenfalls bestehen. Der Solaranlagenbetreiber erhält für die
verbleibende Zeit die bereits im Inbetriebnahmejahr am Erststandort festgelegte Einspeisevergütung.

Ein neues Inbetriebnahmedatum kommt nur dann in Frage, wenn die Anlage mit einem Mindestaufwand von 50 Prozent der Gesamtkosten erneuert wurde (siehe EEG § 3 (4) ).
Eine Erneuerung liegt dann vor, wenn einzelne Module der Gesamtanlage durch neue Module ersetzt, nicht aber, wenn die Gesamtanlage durch weitere Module vergrößert wurde. Gründe für eine Erneuerung könnten z.B. der Austausch beschädigter Solarmodule oder ein Austausch sämtlicher Module durch leistungsstärkere Module sein. Beim Auswechseln einzelner Module erhalten nur die ausgewechselten Module ein neues Inbetriebnahmedatum. Bei der Frage, ob die Kosten die erforderlichen 50 % erreichen oder übersteigen, werden die Kosten des Wechselrichters nicht mitgezählt, da Wechselrichter nach § 3 Absatz 2 EEG nicht zu den für den Betrieb erforderlichen Einrichtungen zählen. Gestell-Kosten hingegen werden - anteilig für die ausgewechselten Module - mitgezählt, da jedes Modul (mit dem ihm zugeordneten Gestellanteil) als einzelne Anlage gilt.

Wie oft sollten Solarmodule gereinigt werden?

Wie oft sollten Solarmodule gereinigt werden?

27.06.2007

Üblicherweise wäscht der Regen Staub und Schmutz von Solaranlagen in ausreichendem Maße ab.

Wenn jedoch hartnäckige Verschmutzungen

  • durch festgeklebte Laubblätter
  • durch Vogelkot-Ablagerungen
  • durch Staub- und Rußablagerungen von Industriegebieten und alten Heizungsanlagen

auftreten, so sollte man die Solarmodule reinigen. Manchmal reicht hier ein Wasserschlauch aus, um Abhilfe zu schaffen. Probieren Sie es am besten an einem Dachfenster aus. Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg bringen oder unmöglich sein, so müssen Fachkräfte bestellt werden.
Steigen Sie keinesfalls selber auf das Dach, um die Module zu reinigen. Absturzgefahr!

Im Handel erhältlich sind auch Antischmutzbeschichtungen für Solaranlagen (wie z.B. Nanoson der Fa. AET aus Sulzbach-Neuweiler). Der SFV kann jedoch keine Gewähr für die sichere Funktionstätigkeit geben.

Zusammenfassende Informationen zur Reinigung von Solarmodulen finden Sie unter http://www.sfv.de/artikel/2007/Staub_au.htm

Muss ich eine Wandlermessung durch den Netzbetreiber akzeptieren?

Muss für eine 80 kWp-Anlage eine Wandlermessung durchgeführt werden? Sind hierfür Zählergebühren von 80 EUR zzgl. 10 EUR und Modemfernabfrage gerechtfertigt? Darf man auch einen eigenen Zähler nutzen?

21.06.2006

Der Verkäufer ist nach BGB selber für die Messung seiner Ware verantwortlich und zuständig. Selbstverständlich darf er deshalb auch einen eigenen Zähler installieren.

Bei Strömen, die meistens unter 100 A liegen, kommt alternativ zu einem Wandlerzähler auch ein direkt angeschlossene Mittelspannungszähler in Frage.

Bei der Deutschen Zählergesellschaft in Oranienburg gibt es diese für ca. 150 EUR plus Eichgebühr plus Versandkosten plus MwSt. Lieferzeit unter 6 Wochen. Dort können Sie auch einen Wandlerzähler kaufen. Lieferzeit ebenfalls 6 Wochen. (Tel. 03301-854140)

Was sind Vor- und Nachteile der Parallel- und Reihenschaltung?

Sollte man die einzelnen PV-Module parallel verschalten oder ist eine Reihenverschaltung der Module sinnvoller. Gibt es technische/ ertragsmäßige Vor-/ Nachteile der einzelnen Verschaltungen, z.B. Wirkungsgrad der Anlage oder Wechselrichter, Sicherheits-und Zuverlässigkeitsaspekte?

21.06.2006

Die optimale Lösung zur Verschaltung ist unter anderem abhängig von der Größe der Anlage und der Anordnung der Module auf der Fläche. Zusätzlich spielt die Entfernung der Module zum Wechselrichter, die optimale Arbeitsspannung des Wechselrichters, sowie das Konzept der Anlage (Stringwechselrichter oder zentraler Wechselrichter) eine bedeutende Rolle.

Bei der Reihenschaltung (der Minuspol des einen Moduls wird mit dem Pluspol des nächsten Moduls verbunden) erhöht sich die Spannung entsprechend der Anzahl der in Reihe geschalteten Module. Wichtig ist, dass solche Solarmodule in Reihe geschaltet werden, deren Ströme möglichst gleich sind. Es sind Ertragsverluste zu erwarten, wenn ein Modul aufgrund von Fertigungstreuungen schlechtere Leistungswerte aufweist. Entsprechendes gilt bei Verschattung. Es besteht aber die Möglichkeit, mit Hilfe einer "Bypassdiode" verschattete Module zu überbrücken.

Bei der Parallelschaltung werden jeweils die Plus- und jeweils die Minuspole der einzelnen Module miteinander verbunden. Die Gesamtspannung der Anlage entspricht der eines Moduls. Der Gesamtstrom entspricht der Summe der Einzelströme der einzelnen Module. Diese Schaltungsart birgt Vorteile bei möglicher (Teil-) Verschattung der Anlage und bei unterschiedlichen Kennwerten typengleicher Module aufgrund von Produktionsstreuungen. Es werden dann höhere Erträge erzielt als bei der Reihenschaltung.

Der Installationsaufwand ist aber höher als bei der Reihenschaltung und es werden stärkere Leitungen benötigt, weil die Ströme höher sind.

Meist wird eine Kombination beider Schaltungsarten realisiert, so dass jede PV-Anlage optimal an ihrem Standort angepasst werden kann.

Um bei Reihenschaltungen die Module herauszufinden, die wegen gleicher Leistungswerte gut zu einander passen, können die Messprotokolle der einzelnen Module mit den elektrischen Kenndaten vom Hersteller angefordert werden.

Denken Sie daran: Verantwortlich für die Leistung einer PV-Anlage ist der Installateur. Eine Ertragsgarantie kann Ihnen als Käufer die Entscheidung für ein Angebot erleichtern. Eine entprechende Anregung ist auf den Internetseiten des SFV unter Ertragsgarantie zu finden.

Warum kommt es zu einer Ertragsminderung bei erhöhter Außentemperatur und geringer Hinterlüftung der Module?

Warum kommt es zu einer Ertragsminderung bei erhöhter Außentemperatur und geringer Hinterlüftung der Module? Gibt es Kühlungsmöglichkeiten?

21.06.2006

PV- Anlagen arbeiten im Gegensatz zu anderen technischen Geräten im seltensten Fall im Nennbetrieb. Die elektrischen Kenngrößen Nennstrom, Nennspannung und Nennleistung werden von Herstellern unter STC (standard-test-conditions) ermittelt.

Durch den Einfluss von Temperatur und Einstrahlung ist in der Praxis meistens der Teillastbetrieb der Module üblich. Dabei hat die Einstrahlung einen wesentlichen Einfluss auf den Modulstrom, die Modultemperatur wirkt im wesentlichen auf die Modulspannung.

Zur Modultemperatur:
Mit steigender Modultemparatur sinkt die Modulspannung und damit die Leistung des Moduls ab. Nach einer Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie "PV-Anlagen, Leitfaden für Elektriker, Dachdecker, Fachplaner, Architekten und Bauherren" kann es an warmen Tagen durch Modulerwärmungen zu einem Leistungsabfall von etwa 3,5 % kommen. Darum sollten Solarmodule hinterlüftet werden. Dies geschieht am einfachsten durch einen Freiraum hinter den Modulen. Durch den Kamineffekt strömt dann ständig kühlende Luft hinter dem Modul vorbei.

Genauere Empfehlungen zu einer optimalen Hinterlüftung von Solarmodulen kann Ihnen (jedoch nur) ein Solarinstallateur vor Ort erteilen, da diese in Abhängigkeit von der Größe der Anlage, der Anordnung der Module und der Dachbeschaffenheit zu bestimmen sind. Praktikable Techniken zur Kühlung von dachintegrierten Anlagen sind uns nicht bekannt. Es gibt private Versuche, bei denen Solarmodule mit Wasser berieselt werden, um diese zu kühlen. Aus ökologischen Gründen (wegen des Wasserverbrauchs) ist diese Lösung allerdings nicht unbedingt zu empfehlen.

Weitere Einflussfaktoren auf die Modulleistungen können u.a. auch Modulfertigungs-Ungenauigkeiten, Modulverschmutzungen, Verschattungen, Wechselrichterverluste und Leitungsverluste sein. Deshalb werden Wechselrichter (wie auch bei Ihrer Anlage) im Verhältnis zur Leistung der PV-Module üblicherweise schwächer dimensioniert, weil man davon ausgeht, dass die höchst mögliche Solarleistung durch die oben genannten Einflussfaktoren ohnehin nur im seltensten Fall zur Verfügung steht.

Haben Sie Musterverträge für das Anmieten von Dachflächen zur Errichtung von PV-Anlagen?

Haben Sie Musterverträge für das Anmieten von Dachflächen zur Errichtung von PV-Anlagen?

25.05.2010

Einen Mustervertrag zur Nutzung eines fremden Daches bietet Rechtsanwältin Dr. Christina Bönning an (hier unter Gestattungsvertrag für die Installation einer PV-Anlage).

Bitte beachten Sie, dass der Vertrag den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss. Eine individuelle Rechtsberatung ist empfehlenswert.

Welcher Netzbetreiber muss die Einspeisevergütung zahlen?

Welcher Netzbetreiber muss die Einspeisevergütung zahlen?

26.05.2010

Der erzeugte Solarstrom muss vom nächstliegenden Netzbetreiber abgenommen und vergütet werden.

Gesetzliche Regelung in § 5 Absatz 1 EEG 2012
Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig an der Stelle an ihr Netz anzuschließen (Verknüpfungspunkt), die im Hinblick auf die Spannungsebene geeignet ist, und die in der Luftlinie kürzeste Entfernung zum Standort der Anlage aufweist, wenn nicht ein anderes Netz einen technisch und wirtschaftlich günsti­geren Verknüpfungspunkt aufweist.

Wie schnell müssen Netzbetreiber die Auskunft zur Eignung des Netzes erbringen?

Mein Netzbetreiber verzögert die Auskunft, ob das Netz den Strom von der von mir geplanten Anlage von über 30 kW aufnehmen kann. Was kann ich tun?

26.05.2010

Der Netzbetreiber verzögerte die Installation bzw. den Netzanschluss einer PV-Anlage meist mit der Begründung, dass umfangreiche Berechungen zur Überprüfung der Netzeignung durchgeführt werden müssten.

Diese Praxis müssen Sie nicht akzeptieren.

Nach den Regelungen des EEG § 5 Absatz 6 EEG 2012 ist der Netzbetreiber verpflichtet, "Einspeisewilligen nach Eingang der erforderlichen Informationen unverzüglich, spätestens aber innerhalb von acht Wochen, Folgendes zu übermitteln:

1. einen Zeitplan für die unverzügliche Herstellung des Netzanschlusses mit allen erforderlichen Arbeitsschritten,

2. alle Informationen, die Einspeisewillige für die Prüfung des Verknüpfungspunktes benötigen, sowie auf Antrag die für eine Netzverträglichkeitsprüfung erforderlichen Netzdaten,

3. einen nachvollziehbaren und detaillierten Voranschlag der Kosten, die den Anlagenbetreiberin­nen oder Anlagenbetreibern durch den Netzanschluss entstehen; dieser Kostenvoranschlag um­ fasst nur die Kosten, die durch die technische Herstellung des Netzanschlusses entstehen, und insbesondere nicht die Kosten für die Gestattung der Nutzung fremder Grundstücke für die Ver­legung der Netzanschlussleitung."

Erhalten dachintegrierte Solaranlagen eine höhere Vergütung?

Erhalten dachintegrierte Solaranlagen eine höhere Vergütung?

26.05.2010

Leider müssen wir diese Frage mit NEIN beantworten.

Im Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2004 wurde lediglich für solche PV-Anlagen ein Zuschlag (5 Cent/kWh) gewährt, die an der Fassade eines Gebäudes angebracht sind und eine wesentliche bautechnische Funktion einnehmen. Aber selbst dieser Fassadenzuschlag wurde im EEG 2009 gestrichen.

Beachten Sie jedoch, dass man in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einer dachintegrierten Solaranlage auch die vermiedenen Kosten einer Dacheindeckung einbeziehen kann.

Gelten Fördermittel steuerlich als Einnahmen?

Gelten zusätzliche Fördermittel, z.B. aus Förderprogrammen der Bundesländer steuerlich als Einnahmen?

26.05.2010

Man muss errechnen, ob mit der Solaranlage über einen Zeitraum von 20 Jahren Gewinne erzielt werden können. Hierfür müssen die alle Einnahmen und Ausgaben bilanziert werden:

Ausgaben:

  • Investitionspreis der Anlage,
  • Ausgaben für Wartung und Versicherung (1,5 % der Gesamt-Investitionssumme jährlich),
  • Zähler- und Abrechnungskosten,
  • Fremdkapitalzinsen

Einnahmen:

  • Investitionszuschüsse
  • EEG-Einspeisevergütung in 20 Jahren

Wenn man "schwarze Zahlen" schreibt, so hat man die Pflicht, alle Einnahmen (einschließlich der Fördermittel) in der Einkommenssteuererklärung anzugeben. Im Gegenzug kann man von der steuerlichen Möglichkeit Gebrauch machen, die Solaranlage über einen Zeitraum von 20 Jahren linear (oder degressiv) abzuschreiben.

Weitere Informationen zur steuerlichen Behandlung von Solaranlagen finden Sie unter Steuerfragen

Welche Solarmodule und Wechselrichter haben das beste Preis-Leistungsverhältnis?

Welche Anlage ein gutes Preis- Leistungsverhältnis hat, oder worauf ich unbedingt beim Kauf achten muss? Welche Anlagen sind am leistungsfähigsten? Was ist bei den Wechselrichtern zu beachten?

26.05.2010

Wir geben grundsätzlich keine Empfehlungen zu Solarmodulen und Wechselrichtern, weil wir über kein eigenes Prüflabor verfügen und die bisher vorliegenden Fremd-Tests als problematisch ansehen.

Ebenso können wir keine Aussagen zu Solarinstallateuren geben, weil wir in der Bundesgeschäftsstelle unzureichend über die technische Arbeit vor Ort informiert sind und uns deshalb kein Urteil erlauben möchten.

Folgende Empfehlungen können wir geben:

  • Lassen Sie sich von verschiedenen Installateuren Angebote für Ihre Solarstromanlage geben.

Eine Liste finden Sie auf unserer Homepage.

- Bitten Sie den Installateur um eine Ertragsprognose. Sollten Sie unsicher sein, mit welchen Stromertrag Sie in Ihrer Region rechnen können, so nutzen Sie unser Angebot der PV-Ertragsdatenaufnahme. Derzeit haben sich über 15.000 Solaranlagenbetreiber angemeldet. Regelmäßig geben ca. 6000 Anlagenbetreiber monatlich ihre Erträge in eine Datenbank ein. Die Auswertung ermöglicht es allen Nutzern des Internetangebots, nach Postleitzahlen und Jahren geordnete Ertragsdaten abzurufen. Dieses Angebot finden Sie hier

Welche Vergütung erhalte ich für ein Solardach mit 100 kW Modulleistung?

Welche Vergütung erhalte ich für ein Solardach mit 100 kW Modulleistung?

25.05.2010

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem Inbetriebnahmejahr der Anlage und ist dann für 20 Jahre zzgl. der Restmonate des Inbetriebnahmejahres fest.

Der Betreiber eines Solardachs mit einer Modulleistung von 100 kW erhält folgende Vergütungen:

Inbetriebnahmejahr Vergütung für die erzeugte elektrische Arbeit aus 30 kW Vergütung für die erzeugte elektrische Arbeit aus den restlichen 31 bis 100 kW
2005 54,53 Ct/kWh 51,87 Ct/kWh
2006 51,80 Ct/kWh 49,28 Ct/kWh
2007 49,21 Ct/kWh 46,82 Ct/kWh
2008 46,75 Ct/kWh 44,48 Ct/kWh
2009 43,01 Ct/kWh 40,91 Ct/kWh

Die Bestimmung der Gesamtvergütung aus der Summe differenzierter Vergütungen ergibt sich rechnerisch nach folgender Formel

Gesamtvergütung = ( Vergütung 1 * Leistung 1 + Vergütung 2 * Leistung 2 ) / ( Leistung 1 + Leistung 2 )

Beispiel:
2006: (51,80 * 30 + 49,28 * 70) / (30 + 70) = 50,04 Ct/kWh
2005: (54,53 * 30 + 51,87 * 70) / (30 + 70) = 52,67 Ct/kWh

Die Ablesung erfolgt über eine gemeinsame Zähleinrichtung.

Einen Vergütungsrechner finden Sie hier .

Ist in der EEG-Einspeisevergütung die Umsatzsteuer schon enthalten?

Ist in der EEG-Einspeisevergütung die Umsatzsteuer schon enthalten?

26.05.2010

Bei den im EEG festgelegten Mindestvergütungssätzen handelt es sich um Netto-Einspeisevergütungen.

Diese Regelung finden Sie in § 18 Absatz 2 EEG 2012. Hier steht: "In den Vergütungen ist die Umsatzsteuer nicht enthalten."

Die Umsatzsteuer muss also zusätzlich ausgezahlt werden. Voraussetzung dafür ist die Beantragung der Vorsteuerabzugsberechtigung beim zuständigen Finanzamt durch den Anlagenbetreiber und eine ensprechende Mitteilung an den Netzbetreiber.

Wie ist die "12 Monatsfrist" in § 19 Absatz 1 EEG 2009 zu verstehen?

Wie ist die "12 Monatsfrist" in § 19 Absatz 1 Erneuerbares-Energien-Gesetz (EEG) zu verstehen?

30.04.2010

Die Clearingstelle EEG beschäftigte sich im Hinweisverfahren 2009/13 - Zwölf Kalendermonate gem. § 19 Abs. 1 Nr. 4 EEG 2009 mit dieser Fragestellung.

Hier wurde folgendes dargelegt (Zusammenfassung):
"1. Bei der Fristbestimmung des § 19 Abs. 1 Nr. 4 EEG 2009 ist der Monat der Inbetriebsetzung der vorletzten Anlage unabhängig von deren taggenauer Inbetriebsetzung vollständig mitzuzählen.

2. Der letzte Generator ist nur dann „innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten“ in Betrieb gesetzt worden, wenn er spätestens mit Ablauf des elften auf die Inbetriebsetzung der vorletzten Anlage folgenden Kalendermonats in Betrieb gesetzt worden ist.

3. Dies führt – beispielsweise – bei einer am 10. November 2008 in Betrieb gesetzten vorletzten Anlage dazu, dass die Anlagen nur dann zum Zweck der Ermittlung der Vergütung für den jeweils zuletzt in Betrieb gesetzten Generator als eine Anlage gelten, wenn der letzte Generator spätestens am 31. Oktober 2009 in Betrieb gesetzt worden ist. Bereits eine Inbetriebsetzung am 1. November 2009 führt nicht mehr zu einer Anlagenzusammenfassung zum Zweck der Ermittlung der Vergütungshöhe gem. § 19 EEG 2009."

Muss man zur Einspeisung des Solarstroms einen Vertrag unterschreiben?

Muss man zur Einspeisung des Solarstroms einen Vertrag unterschreiben?

08.03.2012

Grundsätzlich empfehlen wir, keine Einspeiseverträge zu unterschreiben, denn in vielen Fällen werden Anlagenbetreiber durch den Abschluss eines Vertrages schlechter gestellt als durch die gesetzlichen Regelungen.

Das grundsätzliche Recht, keinen Einspeisevertrag abzuschließen, ist in § 4 Absatz 1 EEG 2012 geregelt:
"Netzbetreiber dürfen die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus diesem Gesetz nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig machen."

Wenn Sie von diesem Recht Gebrauch machen wollen, so teilen Sie dies dem Netzbetreiber am besten schriftlich mit. Sollten Sie einen Zähler vom Netzbetreiber mieten wollen, so müssen Sie allerdings schriftliche Vereinbarungen über die Höhe der Zählermiete und die Abrechnungsmodalitäten treffen. Ebenso sollten Sie dem Netzbetreiber schriftlich Ihre Steuernummer mitteilen, wenn Sie am Umsatzsteuerverfahren teilnehmen möchten. Nur dann wird er Ihnen Umsatzsteuer der Einspeisevergütung auszahlen.

Sollten Sie es dennoch in Erwägung ziehen, einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen, so empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

Fragen Sie schriftlich nach,

  • in welchen Punkten der Vertrag von den gesetzlichen Regelungen abweicht,
  • erbitten Sie eine kurze Begründung, warum diese Abweichungen erforderlich sind,
  • fragen Sie, welchen Vorteil diese Abweichungen für Sie bieten.

Bedenken Sie:
Alle Punkte, die nicht von den gesetzlichen Regelungen abweichen, brauchen Sie nicht zu unterschreiben, weil sie bereits gesetzlich geregelt sind.

Punkte, die von den gesetzlichen Regelungen abweichen und die zu Ihrem Nachteil sind, sollten Sie im eigenen Interesse nicht unterschreiben. Der Gesetzgeber hat in § 4 Absatz 2 EEG 2012 die Regelung vorgeschrieben, dass <i>"von den Bestimmungen dieses Gesetzes ... nicht zu Lasten der Anlagenbetreiberin oder des Anlagenbetreibers und des Netzbetreibers abgewichen werden."</i>darf.

Punkte, die zu Ihrem Vorteil sind (z.B. eine gegenseitige Haftungsbegrenzung, eine höhere Vergütung als im EEG festlegt) können Sie unterschreiben; den Rest könnten Sie streichen.

Wenn der Netzbetreiber behauptet, gewisse Punkte seien im Gesetz nicht geregelt, fragen Sie bei uns nach. Falls der Netzbetreiber ankündigt, dass er den Vertrag auch ohne Unterschrift als gültig ansehen wird, sollten Sie dieser Aussage schriftlich widersprechen.

 Fragen zum Thema Andere Erneuerbare Energien sowie Techniken der Energieeinsparung

Übersicht:


Sollte man eine Erdwärmepumpe mit einer Solaranlage kombinieren?

Sollte man eine Erdwärmepumpe mit einer Solaranlage kombinieren?

21.06.2006

Elektrische Wärmepumpen funktionieren nach dem Prinzip eines Kühlschranks. Die Umgebung des Hauses (das Erdreich, ein Gewässer oder die Umgebungsluft) wird abgekühlt. Das Innere des Hauses dagegen wird erwärmt (so wie beim Kühlschrank die schwarzen "Kühlrippen" hinter dem Schrank).
Häufig wird die Umgebungswärme aus dem Boden oder einem Gewässer genommen, in die ein System von Rohrschlangen eingelassen wird, welches von einer Wärmeträgerflüssigkeit durchflossen wird.

Die von Wärmepumpen genutzte "Erdwärme" hat eine Temperatur zwischen 1 und 10 Grad Celsius und nur einen sehr geringen Exergieanteil.
Erläuterungen zur Exergie finden Sie hier
Die Nutzung der Erdwärme bedarf erst des massiven Einsatzes von Strom.

Entscheidender Mangel bei Wärmepumpen, die mit Strom aus dem öffentlichen Netz gespeist werden, ist der schlechte Wirkungsgrad der Stromerzeugung. Liegt deren Wirkungsgrad bei z.B. 40%, dann werden 2,5 kWh Primärenergie benötigt, um 1 kWh Strom zu erzeugen und zum Endverbraucher zu transportieren. Dieses Argument wird nicht durch den Einbau einer PV-Anlage entkräftet, denn Erzeugung und Bedarf passen jahreszeitlich nicht zusammen.

Aus ökologischer Sicht ist es zwar auf jeden Fall sinnvoll, den enormen Strombedarf einer Erdwärmepumpe - zumindest im Sommer - durch die Solarwärmeanlage zu reduzieren. Jedoch können nur Ganzjahres-Stromspeicher über das ganze Jahr zur Reduktion des fossilen Strombedarfs der Pumpe beitragen.

Bei der ökonomischen Beurteilung einer solchen Lösung ist dringend darauf zu beachten, dass der sonst in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrom eine höhere Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz erhalten würde.

 Fragen zum Thema Nutzung der Biomasse in wärmegeführter Kraft-Wärmekopplung

Übersicht:


Wieviel CO2 bindet ein Baum in 25 Jahren?

Wieviel CO2 bindet ein Baum in 25 Jahren?

21.06.2006

Die CO2-Speicherwirkung von Pflanzen wird oft falsch eingeschätzt. Viele Leute glauben, dass eine Pflanze ständig neues CO2 bindet. Tatsächlich speichert eine Pflanze jedoch nur dann weiteres CO2, solange sie wächst, d.h. solange sie ihr Gewicht vergrößert. Das Gewicht des gespeicherten CO2 entspricht in etwa dem Trockengewicht der Pflanze. Wenn eine Pflanze dann stirbt (geerntet wird oder dgl. und schließlich verrottet), gibt sie ihr CO2 wieder an die Atmosphäre ab.

Wollte man den ständigen CO2-Ausstoß der fossiler Brennstoffe durch Aufforstung wieder ausgleichen, so dürften die herangewachsenen Bäume und sonstigen Pflanzen nicht wieder verbrannt werden oder verrotten, sondern müssten vor dem Verrotten bewahrt werden, indem man sie z.B. in die unterirdischen ehemaligen Kohlenflöze bringt, aus denen Kohle herausgeholt wurde oder in die unterirdischen leergeförderten Ölfelder. Das wird natürlich nie geschehen.

Vielleicht kann ich es mit einem drastischen Beispiel verdeutlichen. Sie haben einen Leck im Schiff. Anstatt das Leck abzudichten, versuchen sie sich gegen das steigende Wasser zu schützen, indem sie es in undichten Flaschen und undichten Kanistern aufbewahren.

Eine grundsätzliche Lösung zum Ausgleich des ständig wachsenden Verbrauchs an fossilen Brennstoffen ist deshalb die Aufforstung nicht. Dennoch ist sie aus anderen Gründen - z.B. als Maßnahme gegen die Ausbreitung von Wüsten oder Steppen - sehr zu begrüßen. Das CO2-Problem lässt sich nur lösen, wenn die Förderung kohlenstoffhaltiger (fossiler) Brennstoffe (aus der Erdrinde in die Biosphäre) eingestellt wird. Jede Solarstromanlage, jede Windanlage, jede Biomasseanlage und jedes kleine Wasserkraftwerk, das neu errichtet wird, stellt Energie zur Verfügung, die dann nicht mehr fossil aus der Erde herausgeholt werden muss.

Warum wird im EEG für Biomasse nicht mehr die Nennleistung des Generators, sondern die Jahresenergielieferung als Maßstab für die Abstufung der Vergütungssätze genutzt?

Warum wird im EEG für Biomasse nicht mehr die Nennleistung des Generators, sondern die Jahresenergielieferung als Maßstab für die Abstufung der Vergütungssätze genutzt?

21.06.2006

Biologische Energie steht nicht unbegrenzt zur Verfügung; das vorab.

Nehmen wir an, ein Landwirt erntet von seinen Ländereien jährlich eine bestimmte Menge Brennmaterial. Diese möchte er möglichst gewinnbringend einsetzen.

Wir betrachten zwei extreme Möglichkeiten.

Möglichkeit 1
Der Landwirt verbrennt Stunde für Stunde, Sommer und Winter die zur Verfügung stehende Menge, so dass sie nach einem Jahr aufgebraucht ist.

Möglichkeit 2
Er schafft sich einen leistungsstärkeren Stromerzeuger an, der die gleiche Menge an Brennstoff in viel kürzerer Zeit verarbeiten kann, nämlich an den kalten Tagen.

zu 1)
Vorteil: Er kommt mit einem leistungsschwächeren Generator aus.
Nachteil: Wenn bei der KWK die Wärme nicht genutzt wird, verliert man 2/3 der eingesetzten Energie.

Zu 2)
Vorteil: Die entstehende Wärme wird vollständig genutzt.
Nachteil: Die Investitionskosten für den Generator sind höher.

Nach dem alten EEG hätten Investoren noch den zusätzlichen Nachteil gehabt, dass der Vergütungssatz wegen des stärkeren Generators abgesenkt worden wäre. Dieser Nachteil entfällt jetzt.
Aus ökologischer Sicht ist Lösung 2 vorzuziehen. Deswegen ist es gut, dass der letzgenannte Nachteil weggefallen ist.

Nehmen wir ein Beispiel:

Der Generator hat laut Typenschild eine Maximalleistung von 1,5 MW.
Würde der Generator das ganze Jahr hindurch mit seiner Nennleistung betrieben, dann beträgt der Vergütungssatz 8,9 Cent/kWh (Installationsjahr 2004).
Im Beispiel soll er aber absichtlich nur in den kältesten Stunden des Jahres betrieben werden. Der einfachen Rechnung halber nehmen wir an, dies seien ein Zehntel der gesamten Jahresstunden; dann ist seine jährliche Durchschnittsleistung nur ein Zehntel von 1,5 MW, nämlich 150 kW.
Damit rutscht der Vergütungssatz von 8,9 Cent/kWh gleich um zwei Stufen rauf auf 11,5 Cent/kWh.
Außerdem lohnt sich der Betrieb an den kältesten Stunden des Jahres deshalb mehr, weil man dann die gelieferte Wärmeenergie zusätzlich zur elektrischen Energie nutzen oder gesondert verkaufen kann. Im Sommer hingegen würde es kein Geld für die erzeugte Wärme geben.

 Fragen zum Thema Fossile und atomare Techniken kritisch gesehen

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 Fragen zum Thema Versorgungssicherheit im Stromnetz

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 Fragen zum Thema Vereinsangelegenheiten, Infos zum Herausgeber, Kontakt

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Wie kann ich Mitglied im SFV werden?

Wie kann ich Mitglied im SFV werden?

20.04.2010

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