Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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Datum: 14.09.2001, aktualisiert am 05.01.2007

Ist Solidarisierung notwendig?

Die Befürworter der Erneuerbaren Energien sind zumeist "Einzelkämpfer", die unabhängig von der öffentlichen Meinung agieren und das Notwendige tun. Diese Stärke der Solarbewegung ist aber gleichzeitig auch ihre Schwäche. Es fehlt häufig die Einsicht in die Notwendigkeit des gemeinsam organisierten Handelns.
Ohne eine energiepolitisch aktive Interessenvertretung ist die Solarbewegung jedoch ihrem Gegner, der gut organisierten konventionellen Energiewirtschaft nicht gewachsen. Laufende Schikanen gegenüber den Errichtern und Betreibern von PV-Anlagen zeigen, wie notwendig ein starker und kompetenter Interessenverband ist. Wir empfehlen deshalb allen Solarfreunden den Beitritt zum Solarenergie-Förderverein. Verpflichtungen zur Teilnahme an einem sogenannten Vereinsleben ergeben sich nicht daraus. Aber eine hohe Mitgliederzahl erhöht unser politisches Gewicht.

 
Stand Januar 2007: Dem Solarenergie-Förderverein gehören über 2200 persönliche Mitglieder (Privatpersonen) und über 190 Fördermitglieder (zumeist Firmen) an.

Unser Ziel

Unser Ziel ist die rasche, vollständige Umstellung der Energiebereitstellung auf die erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Als Verein konzentrieren wir uns auf Solarstrom. Wir wollen keine neuen Flächen versiegeln, sondern Dächer, Fassaden, Lärmschutzwände nutzen. Dazu setzen wir besonders auf private Initiative.

Kostendeckende Vergütung als wirtschaftlicher Anreiz

Die vollständige Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die von allen Stromkunden über den Strompreis zu finanzieren ist. Deshalb fordert der SFV eine kostendeckende Vergütung (KV) für Strom aus privaten Solaranlagen. KV bedeutet: Wer Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, bekommt durch die Einspeisevergütung im Laufe von 20 Jahren alle Investitions- und Betriebskosten zurück, einschließlich einer angemessenen Rendite.

Auf unsere Initiative hin wurde die KV für privat erzeugten Solarstrom bereits in mehr als 20 Städten, z. B. in Aachen, Bonn und Nürnberg erfolgreich getestet. Wenn Bau und Betrieb von Solaranlagen sich überall wirtschaftlich rechnen, entsteht ein florierender Markt; Massenproduktion senkt die Anlagenkosten, Solarstrom wird bezahlbar.

Fazit: Solarstrom braucht keine Fördergelder, sondern angemessene wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dazu gehört die Erhöhung der Mindestvergütung im EEG.

 

Der Verein

Kompetenz

Der Solarenergie-Förderverein setzt sich seit 1986 für die Stromerzeugung aus Solarenergie ein.
Im SFV entstand die Idee, privat erzeugten Solarstrom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Dafür konstruierten SFV-Mitglieder den ersten preiswerten Wechselrichter.
Das Konzept der kostendeckenden Vergütung -- weltweit bestes Markteinführungsprogramm für Erneuerbare Energien -- wurde 1989 im SFV entwickelt.
Bundesweit setzen wir uns für die kostendeckende Vergütung ein und geben kostenlose allgemeine Hinweise zum Bau von Solaranlagen.
Bei der Entwicklung des Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) war der SFV maßgeblich beteiligt.

Unabhängigkeit...

Die Vertreter von Kohle und Atom machen Milliardengewinne auf Kosten der Umwelt. Alternativen werden zumeist in wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten erstickt. Deshalb achtet der SFV auf Unabhängigkeit und ist wirtschaftlich und parteipolitisch ungebunden. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und überparteilich. Etwa 2000 Mitglieder tragen die Arbeit des Vereins durch ihre Beiträge und Spenden.

Die Arbeit des SFV

Wir erarbeiten Argumentationshilfen zu wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Energiewende.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Einspeisevergütung für Solarstrom im EEG auf kostendeckende Vergütung bundesweit angehoben wird. Insofern vertritt der SFV die Interessen aller privaten Solaranlagenbetreiber.
Wir informieren die Betreiber von PV-Anlagen über die politischen und rechtlichen Möglichkeiten beim Bau und Anschluss ihrer Anlagen ans Versorgungsnetz.
Zu Grundsatzfragen bei der steuerlichen Behandlung von PV- Anlagen geben wir Auskunft.

Vor allem aber gehört es zu unserer Arbeit, politische Entscheidungsträger durch Informationsgespräche, durch Beiträge in den Medien, durch Vorträge und Podiumsdiskussionen davon zu überzeugen, dass europa- und weltweit ein Umdenken in Solarenergie-Förderung erforderlich ist.

 

Informationen

Der SFV
  • berichtet in der Zeitschrift Solarbrief und im Internet über Fortschritte in der Energiewende und bringt neue Argumente;
  • versendet Informationsblätter zu wirtschaftlichen, politischen und technischen Fragen rund um die Solarenergie;
  • informiert die Wirtschaftsexperten der Parteien;
  • versendet [sfv-rundmails] zu wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Energiewende;
  • versendet [sfv-betreibermails] zu Fragen, die für Anlagenbauer und Betreiber von Interesse sind;
  • bietet Vorträge vor Entscheidungsträgern an;
  • veranstaltet Seminare mit Argumentationstraining;
  • verleiht transportable Photovoltaikanlagen mit Elektrogeräten zur Demonstration der Solarenergie auf öffentlichen Plätzen;
  • hat mehrere Info-Stellen in anderen Städten.

 

Mitgliedschaft im SFV

Wenn auch Sie Mitglied im SFV werden möchten, finden Sie hier einen Online-Antrag .

 
Unsere Satzung finden Sie hier .

 


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