Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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Datum: 30.06.05
Beitrag der Aachener Nachrichten; Dienstag, 7. Juni 2005

Angriff auf Erneuerbare Energien

Branche fürchtet um die Zukunft. Stawag (Stadtwerke Aachen AG) spricht von durchsichtigem Manöver.

Berlin/Aachen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fürchtet um die Zukunft des Ökostroms in Deutschland. Am Montag kritisierte der Verband einen Vorschlag des Verbandes der Elektrizitätswirtschafts (VDEW), das Enerneuerbare Energien Gesetz (EEG) abzuschaffen und durch ein so gennantes "Integrationskonzept Erneuerbare Energien" zu ersetzen. Für den Umbau der deutschen Energieversorgung brauche die Branche auch Kontinuität in der Gesetzgebung, sagte BEE-Präsident Johannes Lackmann. Dieter Attig vom Vorstand der Stawag kritisierte die Vorschläge der "traditionellen Energiewirtschaft" scharf: "Das Konzept des VDEW ist durchsichtig. Erst soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien zugunsten von Kohle und Kernenergie gebremst werden. Wenn dann die Mittbewerber verschwunden sind, könnten die großen Konzerne irgendwann selbst mit erneuerbaren Energien auf den Markt kommen und den Preis nach ihren Vorstellungen selbst bestimmen."
Das EEG ist Teil der rot-grünen "Energiewende" und soll den Anbietern von Windkraft, Solarenergie oder Energie aus Biomasse Investitionssicherheit bieten. So legt es zum Beispiel Mindestvergütung für die Einspeisung von Wind oder Sonnenstrom fest.
Laut BEE plant allein die Solarbranche im laufenden Jahr Investitionen von zwei Milliarden Euro. "Für die nächsten Jahre ist eine stabile Fördergesetzgebung zur Unterstützung des starken Heimatmarktes wichtig, um Zukunftstechnologie Made in Germany im internationalen Handel weiterzubringen", so der Vorstandschef der Conergy AG, Hamburg, Hans-Martin Rüter. Auch die Windbranche plane für die nächsten Jahre Investitionen von jährlich zwei Milliarden Euro.


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