Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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Datum: 11.03.06

Offshore-Windanlagen alleine genügt nicht

Plädoyer für einen gleichmäßigen Ausbau der Windenergie auch im Binnenland und auch in Süddeutschland!

von Wolf von Fabeck
Geschäftsführer im Solarenergie-Förderverein Deutschland

Der SFV warnt dringend vor einer Beschränkung der Windenergie auf die Nordsee! Dies würde zu einer neuen Zentralisierung der Stromversorgung mit all ihren Nachteilen führen.

  • Schon heute gibt es massive Netzprobleme mit der Fortleitung des erzeugten Stroms aus Windparks in dünn besiedelten Gebieten mit schwach ausgelegten Hoch- und Höchstspannungsleitungen zu den Verbrauchern in Ballungsgebieten
  • Eine Netzstörung würde sich verheerend auswirken, weil der gesamte Nordsee-Windstrom auf einen Schlag wegbleibt.
  • Bei Auftreten einer Windstille oder Eintreffen einer Sturmfront gibt es erhebliche Leistungsschwankungen, weil alle Nordsee- Windanlagen fast gleichzeitig betroffen wären. Wenn dagegen die Windanlagen dezentral über ganz Deutschland verteilt sind, trifft die Sturmfront bei den süddeutschen Windanlagen erst Tage später ein. Möglicherweise ist dann in der Nordsee der Sturm sogar wieder abgeflaut. Die Leistungsschwankungen treten also viel langsamer auf und sind nicht so hoch.
  • Bei zentraler Stromerzeugung fern von den Verbrauchern sind die Transportwege lang und die Leitungsverluste hoch.
Eingehende Untersuchungen weisen nach, dass Windanlagen in windschwächeren Gebieten fast die gleiche Leistung bringen können wie an der Küste, wenn man sie entsprechend auslegt. Genauere Informationen dazu

 


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