Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 27.11.2018, aktualisiert am 30.12.2018, Wolf von Fabeck:

Diamanten aus rückgeholtem CO2 für die Schönen und Reichen dieser Welt

Eine wichtige Aufgabe beim Kampf gegen den Klimawandel ist die Rückholung von CO2 aus der Atmosphäre.
Die bisher bekannten Verfahren - z.B. Wieder-Aufforstung von Wäldern oder Umwidmung von Ackerland in Grünland sowie andere Landnutzungsänderungen oder das Unterpflügen von Terra Preta zur Erhöhung des Kohlenstoffanteils im Acker- oder Waldboden, so überdringlich sie auch sind - finden allerdings in den kapitalkräftigen Gesellschaftskreisen, die sich eher mit schöngeistigen Dingen befassen, wenig Interesse und keine Finanzierungsbereitschaft.

Doch auch dort könnte möglicher Weise mit einer neuen Geschäftsidee Interesse und Finanzierungsbereitschaft geweckt werden - dazu die folgenden Überlegungen:

Die Ingenieurskunst kennt Möglichkeiten, überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre zurück zu holen und daraus Diamanten herzustellen, die in ihrer Reinheit und Makellosigkeit jeden natürlich gewachsenen Diamanten weit übertreffen, die sich zu funkelnden Brillianten schleifen lassen und dann ihre Träger als modern denkenden Menschen ausweisen.
Während beim Treibstoff aus zurück geholtem CO2 (auch das wurde bereits durchgeführt) die Wirtschaftlichkeit erst durch ein gesondertes Förderprogramm garantiert werden müsste, wäre bei den Diamanten aus himmlischem CO2 die Finanzierung letztlich kein Problem. Ihr eigentlicher Wert ist ein ideeller, ein Liebhaberwert. Er liegt darin, dass diese Diamanten nicht nur unschlagbar schön sind, sondern dass sie zudem noch ein Symbol für den Widerstand gegen den Klimawandel sein können.

Aber ist es denn tatsächlich möglich, aus dem zurückzuholenden Klimagas CO2 kostbare Diamanten zu gewinnen und diese dann auch noch durch fachgerechtes Schleifen zu Brillianten zu machen?

Die Antwort: CO2 aus der Atmosphäre zurück zu holen, ist bereits geglückt, schon kurz vor der Jahrtausendwende. Theoretisch wäre auch die Herstellung von Diamanten möglich. Es wurde nur noch nicht unternommen, weil niemand den hohen ideellen Wert solcher Schmuckstücke bedacht hat und niemand die Geschäftsidee weiter entwickelt hat.

Jeder einzelne Schritt wurde bereits erprobt, aber die Aufeinanderfolge der einzelnen Schritte wurde unseres Wissens noch nie im Zusammenhang und mit dem Ziel der Diamanten-Produktion beschrieben oder gar durchgeführt. Zählen wir die einzelnen Schritte einmal auf:

1. Wichtige Information vorab: Die einzelnen technischen Vorgänge zur Herstellung von Diamanten aus dem CO2 der Atmosphäre sind energieaufwendig. Zunächst muss man CO2 aus der Atmosphäre herausfiltern bzw. heraussieben. Besonders viel Energie braucht man dann, um das CO2-Molekül in seine Bestandteile Kohlenstoff C und Sauerstoff O2 zu zerlegen. Und schließlich braucht man hohen Druck und hohe Temperaturen und Zeit, um die Kohlenstoffatome dazu zu bringen, sich in einem geordneten Kristallgitter miteinander zu verbinden. Diamant ist nichts anderes als reinster Kohlenstoff in regelmäßiger Kristallgitter-Anordnung.
Die erforderliche Energie für die angedeuteten drei Vorgänge müsste man natürlich ausschließlich mit CO2-frei bereitgestellter Energie decken, sonst würde die CO2-Konzentration der Atmosphäre nicht vermindert, sondern sogar noch erhöht. Die Sonne als Energiespender wäre da außerdem ein sympathisches Werbeargument!

2. Es gibt bereits mehrere Anlagen, mit denen man CO2 aus der Atmosphäre holen kann. Hier ein Bericht: Schweizer Anlage filtert CO2 aus der Atmosphäre

Das CO2 aus dieser Schweizer Anlage wird an eine nahegelegene Gärtnerei geliefert, die damit den Ertrag ihrer Pflanzen verbessert.
Es gibt verschiedene Anlagen, die CO2 aus der Atmosphäre holen können.
Die Tageschau Nov. 2017 zeigte dazu interessante Bilder.
Die RWE-Tochter Innogy betrieb eine Anlage am Baldeneysee in Essen

3. Die Umwandlung von CO2 in jeden beliebigen anderen kohlenstoffhaltigen Stoff ist seit Jahrzehnten Wissensstand der organischen Chemie.

4.Künstliche Diamanten werden gerne hergestellt, weil man ihre Härte für das Schleifen harter Materialien dringend benötigt. Doch dabei kommt es nicht auf Schönheit an. Diese künstlichen Diamanten haben eine schmutzige Farbe und ihre Korngröße ist geringer als 1 mm.

5.In der Nähe von San Franzisco, Kalifornien gibt es aber nunmehr eine Produktionsstätte, die aus einem kohlenstoffhaltigem Gas künstliche Diamanten höchster Qualität und Reinheit herstellt. Ein anschaulicher Bericht findet sich hier.
In Schönheit, Reinheit und Vollkommenheit sind solche künstlich hergestellten Diamanten den meisten natürlich entstandenen Diamanten überlegen.

Das Problem ist die Wertschätzung des künstlich hergestellten fertigen Diamanten. Zwischen den Diamanthändlern tobt ein erbitterter Streit. Künstlich hergestellte Diamanten werden von den konservativen Händlern nicht anerkannt. Obwohl es keine sichere Methode gibt, wie man die künstlich hergestellten Diamanten von den natürlich entstandenen unterscheiden kann, werden für ein und denselben Diamanten völlig unterschiedliche Preise genannt (je nachdem, ob der Schätzer davon ausgeht, dass der Diamant künstlich oder natürlich entstanden ist.

In welcher Weise natürliche Diamanten abgebaut werden, zeigt ein beeindruckender Bericht aus der russischen Diamant-Mine Mir

Es gibt also drei verschiedene Sorten von Diamanten,

  • natürlich entstandene Diamanten
  • künstlich erzeugte Diamanten aus "irdischem" Kohlenstoff
  • zukünftig erzeugte Diamanten aus rückgeholtem "himmlischen Kohlenstoff"

Die aus rückgeholtem Kohlenstoff erzeugten himmlischen Diamanten sind noch Zukunftsmusik.

Wer den ideellen Wert eines Diamanten zu würdigen weiß, der zukünftig einmal aus zurückgeholtem atmosphärischen CO2 erzeugt wurde, wäre vermutlich bereit, für einen Diamanten, der mit der Energie der Sonne aus dem Himmel geholt wurde, den weitaus höchsten Preis zu zahlen.

Dies zu erreichen, bedarf einer gründlich vorbereiteten Geschäftsidee:

  • Ausreichend viele Solarstromanlagen erstellen
  • CO2-Rückholungsanlagen erstellen
  • Diamantherstellungsanlage erstellen oder unter Vertrag nehmen
  • Brilliantschleiferei einrichten oder unter Vertrag nehmen
  • Vertrauenerweckende Zertifizierungsstelle für die Himmelsbrillianten einrichten
  • Werbung für die Idee machen.




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