Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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30.07.2017, Wahlprüfsteine:

Baupflicht und Nachrüstpflicht für Anlagen zur erneuerbaren Strom- und Wärmeversorgung?

Setzen Sie sich für die Einführung einer Baupflicht für Anlagen zur erneuerbaren Strom- und Wärmeversorgung auf Neubauten, sowie Nachrüstpflicht auf Altbauten ein?

Antworten

 

CDU/CSU:

Nein. Sowohl im Neubau als auch im Altbau gibt es bereits wirksame Anreize zum Einsatz von erneuerbaren Energien.
 

SPD

Nein, Energieeffizienzpflicht besteht bei Neubauten bereits heute; technologische Vorgaben aufgrund von unterschiedlichen Standortbedingungen nicht sinnvoll; bei Altbauten wegen Bestandsschutz keine Pflicht, auch Frage der Statik; wir befürworten aber Effizienzvorgaben zur Senkung des CO2-Ausstoßes.
 

Bündnis 90 / Die Grünen

Ja. Im Rahmen der Zusammenführung von EEWärmeG und EnEV wollen wir in Anlehnung an die Landesgesetzgebung in Baden-Württemberg verpflichtende Vorgaben für die Nutzung erneuerbarer Wärme in Neu- und Bestandsbauten verankern.
 

Die LINKE

Im Wärmebereich ja, wenn angemessen und sinnvoll ausgestaltet, etwa wenn auch nachweisbarer Fremdbezug möglich. Im Strombereich setzen wir auf den EEG-Mechanismus.
 

FDP

Nein. Wir Freie Demokraten wollen die Potenziale der energietechnischen und energiewirtschaftlichen Verknüpfung von Strom, Wärme, Mobilität und Rohstoffen sowie deren Infrastrukturen („Sektorkopplung“) bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen marktwirtschaftlich nutzen. Wir lehnen eine planwirtschaftliche Umsetzung durch die Bundesregierung ab.
 

ÖDP

Ja. Wir halten ein Verbot des Neubaus von Öl- und Kohleheizungen für notwendig, so wie es in Dänemark schon realisiert ist. Gasheizungen können in Zukunft ggf. nützlich werden, falls sie mit erneuerbarem Gas (Power-to-Gas) befeuert werden. Fossiler Energieeinsatz auf Kosten jetziger und zukünftiger Generationen darf sich nicht mehr lohnen.

 

Freie Wähler

Ja
 

Die Piraten

Nein, wir setzen auf Anreize, nicht auf Vorschriften.
 

Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV)


Wohnblocks mit geeigneten Dächern und Fassaden, sowie Bürohochhäuser mit Glasfassaden warten auf passende Solaranlagen. Die Eigentümer, häufig Wohnungsbaugesellschaften mit Verwaltungsbürokratie, arbeiten jedoch nach vorgegebener Geschäftsroutine, in der eine solare Investition ausschließlich nach finanziellen Gesichtspunkten beurteilt wird. Eine Baupflicht bzw. Nachrüstungspflicht für Solaranlagen verbunden mit ertragsabhängigen Gewinnanreizen soll hier zum Umdenken führen.




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