Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 31.12.2017, aktualisiert am 05.01.2018, Wolf von Fabeck:

Klimawandel - tödlichster Kriminalfall der Weltgeschichte

Ein Oskar für die Hauptdarstellerin im Drama "Keine Rettung mehr aus der Klimakatastrophe"

Vorab: Seit der vorindustriellen Zeit ist die globale Durchschnittstemperatur bereits um etwas mehr als 1°C gestiegen. Ein Grad Temperaturerhöhung erscheint so wenig, doch die Folgen sind schon jetzt beunruhigend: Jahrzehntelange Dürren und Trockenheiten in Syrien, oder seit Jahren in Kalifornien. Jetzt in Kapstadt! Immer wieder ausbrechende Waldbrände wiederum in Kalifornien, in Südeuropa (Frankreich, Italien, Portugal), in Indien, in Russland, auf den Philippinen...
Evakuierung ganzer Inseln wegen des steigenden Meeresspiegels. Über 50.000 Hitzetote im Jahr 2003 in Frankreich und ähnlich viele im Jahr 2012 in Moskau, Überschwemmungen ganzer Landkreise durch Regengüsse, Hagelkatastrophen, Extremtemperaturen nach oben oder unten.
Selbst diejenigen von uns, die bisher Glück gehabt haben, werden nachdenklich, weil sie merken, wie unser technikabhängiges Leben durch extreme Wetterereignisse durcheinander gebracht wird. Die fast schon regelmäßigen Zugausfälle bei der Deutschen Bahn wegen sturmbeschädigter Oberleitungen! Der Rückgang der Gletscher! Skilaufen nur noch in wenigen Wochen des Jahres!

Aber am meisten beunruhigt die Tatsache, dass der Temperaturanstieg sich weiter beschleunigt. Der ursprünglich durch menschliche Aktivitäten, Waldrodungen, Intensiv-Landwirtschaft und bedenkenlose Nutzung fossiler Brenn- und Treibstoffe angestoßene Klimawandel hat sich verselbständigt. Durch die ansteigenden Temperaturen werden weitere "natürliche" Emissionen in Gang gesetzt. Die ersten Kipppunkte wurden bereits erreicht.

Das Umwelt-Bundesamt erklärt Kipppunkte so:
"Gemeinhin wird Klimawandel als eine allmähliche Erwärmung des Klimas verstanden. Es ist jedoch auch möglich, dass starke oder abrupte Klimaänderungen einsetzen. Derartige Prozesse sind mit kritischen Schwellen im Klimasystem, sogenannten Kipppunkten (tipping points) verbunden."
Heinrich Hoffmann beschreibt es in seiner Geschichte vom "Zappelphilipp", der auf seinem Stuhl nach hinten kippelt, im Vertrauen darauf, dass der Stuhl sich automatisch wieder aufrichten wird.

"Seht! Er schaukelt gar zu wild,
Bis der Stuhl nach hinten fällt;
Da ist nichts mehr, was ihn hält;
Nach dem Tischtuch greift er, schreit.
Doch was hilft’s? Zu gleicher Zeit
Fallen Teller, Flasch’ und Brot,
Vater ist in großer Not,
Und die Mutter blicket stumm
Auf dem ganzen Tisch herum."

Ein Beispiel Im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Je mehr Wälder verbrennen, desto mehr CO2 geht vorzeitig in die Atmosphäre, trägt dort zur weiteren Beschleunigung der Erwärmung bei, wodurch die Waldbrandgefahr noch schneller erhöht wird.
Sie haben von diesem Kipppunkt noch nichts gehört oder gelesen? Kein Wunder! Die Klimaforscher fürchten nichts mehr als den billigen Vorwurf, sie würden übertreiben. Da schweigen sie lieber.

Die eigentlich Verantwortlichen des Klimawandels aber setzen alles daran, ihre Schuld zu vertuschen, um ungestraft zu bleiben und ihre gewinnbringenden Untaten so lange wie möglich fortsetzen zu können. Ein echter Kriminalfall.

Wer sich für Kriminalfälle interessiert, weiß, wie mühsam ihre Aufklärung ist. Ein Puzzlestück nach dem anderen muss herbeigetragen werden, bis man anhand der zueinander passenden Teile ein stimmiges Muster erahnen kann. Von einem neuen Puzzlestück soll hier die Rede sein: Professor Felix Ekardt von der Forschungsstelle Nachaltigkeit und Klimapolitik hat in einem Rechtsgutachten für den Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) klargestellt:
Das neu vereinbarte Ziel der Weltgemeinschaft nach dem Pariser Klimavertrag Dez. 2015 ist eine Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5°C (keineswegs 2°C oder etwas dazwischen). Mit dieser Feststellung hat Ekardt der Umweltbewegung einen großen Dienst erwiesen.

Der anfängliche Jubel über das Ergebnis der Pariser Abkommens war also doch berechtigt. Für die Umweltbewegung ist es von großer Wichtigkeit, zu wissen, dass die in Paris versammelten Delegationen aus aller Welt sich zu weitaus mehr Anstrengungen verpflichtet haben, als die Bundesregierung uns glauben machen möchte.

Deshalb ist das Gutachten lesenswert.

Das Ekardt-Gutachten zeigt in einer den Juristen geläufigen Sprache und Denkweise auf, dass die Bundesregierung unter Angela Merkel durch ihr demonstrativ unengagiertes Auftreten die Beschlussfassung in Paris gelähmt hat und in Deutschland jetzt zu den Beschwichtigern und Bremsern gehört.

Möglicherweise ist diese Erkenntnis auch für die Sondierungsgespräche und zukünftigen Koalitionsverhandlungen von Wichtigkeit.

Der Text des Ekardt-Gutachtens findet sich unter

http://www.sfv.de/artikel/paris-abkommen_menschenrechte_und_klimaklagen_.htm



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