Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 07.08.2008, aktualisiert am 16.08.2008, Wolf von Fabeck:

Energiegeld zum sozialen Ausgleich für die Erhöhung der Energiesteuer

Warum Energiesteuer?

Unsere Volkswirtschaft unterliegt einem laufenden Rationalisierungszwang, d.h. dem Zwang, teures Personal durch billige Energie zu ersetzen. Diese Ersetzung erfolgt jedoch nicht nur dort, wo es vernünftig und sinnvoll ist, sondern auch dort, wo es zu erheblichen gesellschaftlichen Nachteilen führt. Aus Kostengründen wird auch dort die Zahl der verfügbaren Stellen immer weiter abgebaut. Das geschieht besonders in den Bereichen Ausbildung und Erziehung, soziale Betreuung, Qualitätssicherung, handwerkliche Fertigung, Materialerhaltung, Instandsetzung im industriellen und handwerklichen Maßstab, im künstlerischen Bereich und bei der Grundlagenforschung für die Zukunftssicherung.
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland setzt sich deshalb für eine Verringerung der Personalkosten und eine Erhöhung der Energiekosten ein. Er schlägt eine drastische Senkung der Lohnnebenkosten vor. Dazu soll in einem ersten Schritt der Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben zukünftig vom Staat bezahlt werden. Zur Gegenfinanzierung empfehlen wir eine deutliche Erhöhung der Energiesteuern.
Ziel ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die oben erwähnten personalintensiven Wirtschaftszweige gegenüber den derzeit überwiegenden energieintensiven und ressourcevergeudenden Wirtschaftszweigen. Eine auf diese Weise umstrukturierte Wirtschaft verliert weniger Arbeitsplätze durch Rationalisierung und gewinnt auf der anderen Seite sogar zusätzliche Arbeitsplätze durch Ausweitung des personalintensiven Bereichs. Gleichzeitig erhöht sich allgemein die Energieeffizienz.

Energiegeld zum sozialen Ausgleich

Durch die Erhöhung der Energiesteuer steigen die Energiekosten auch im privaten Bereich. Dieser Anstieg wird nach unserem Vorschlag durch ein "Energiegeld" ausgeglichen, das aus der Energiesteuer abzweigt wird. Das Energiegeld erhält jeder, der mit seinem ersten Wohnsitz in Deutschland gemeldet ist, vom Säugling bis zum Greis. Die Höhe ist für alle gleich und entspricht den Durchschnitts-Mehrkosten die sich aus der Anhebung der Energiesteuer ergeben. Wer sparsamer mit Energie umgeht als der Durchschnitt, hat somit einen finanziellen Vorteil, wer mehr Energie verbraucht, hat Nachteile. Dies ist ein Anreiz zum Energiesparen auch im persönliche Bereich.

Der Begriff Energiegeld geht auf einen Vorschlag des Solarenergie-Fördervereins Deutschland zurück. Das "Energiegeld" ist nur im Zusammenhang zur "Energiesteuer" zu verstehen. Der gleiche Wortbeginn, das Bestimmungswort "Energie", weist auf den sachlichen Zusammenhang hin.

Eine Erhöhung der Energiesteuer, z.B. um 11,7 Cent pro Kilowattstunde Endenergie würde ausreichen, sowohl den Arbeitgeber-Anteil der Sozialversicherung zu ersetzen, als auch für jeden Einwohner ein monatliches Energiegeld von 100 EUR abzuwerfen. Eine fünfköpfige Familie erhielte dann ein zusätzliches, steuerfreies Energiegeld von 500 Euro monatlich.

Mit der Einführung eines Energiegeldes würde der Bevölkerung die Angst vor der Energiesteuer genommen und die Akzeptanz der Energiesteuer verbessert.



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