Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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01.12.2011, Wolf von Fabeck:

Rechtswidrige Abregelung von Solaranlagen durch Überspannung im Verteilnetz

Möglichkeit zum Einsatz dezentraler Batterien

In technischer Sicht ist das Abschalten von PV-Anlagen wegen Überspannung ein dringender Hinweis auf die Notwendigkeit einer Netzverstärkung im betreffenden Netzzweig. Zu dieser Netzverstärkung ist der Netzbetreiber gesetzlich nach EEG verpflichtet.
Alternativ könnte auch die Installation von dezentralen aufladbaren Batterien mit einem intelligenten Regelungsalgorithmus das Problem weitgehend lösen. Diese Batterien könnten bei starkem Sonnenschein einen Teil der erzeugten Sonnenenergie speichern, um sie dann am Abend und in der Nacht wieder gezielt ins Netz einzuspeisen.

Wie wir erfahren haben, umgehen einige Verteilnetzbetreiber die Verpflichtung zum Netzausbau, indem sie zulassen, dass die Spannung in einzelnen Netzzweigen den maximal zulässigen Wert 230 Volt + 10 Prozent übersteigt und die Wechselrichter der PV-Anlagen automatisch abschalten. Eine unmittelbare Gefahr für die angeschlossenen Verbrauchsgeräte besteht dabei nicht, aber die PV-Anlagenbetreiber können nicht mehr einspeisen.

Solaranlagenbetreiber, deren Solaranlage bei vollem Sonnenschein abschaltet, sollten diese Möglichkeit in Erwägung ziehen. Ein geeichter Spannungsmesser kann ihnen Auskunft geben, ob möglicherweise die
zulässige Spannung (IEC 60038) 230 Volt plus-minus 10 % überschritten wurde. Das wäre der Grund für eine Spannungsbeschwerde.



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