Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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10.12.2012, Wolf von Fabeck:

Zunahme der Höchsttemperaturen

Die Kinder ahnen noch nicht, was auf sie zukommt: Editorial des Solarbrief 4/12

Schon seit 1986 warnt der SFV vor den Folgen der fossilen und atomaren Energiegewinnung. Die Folgen dieser Techniken werden verheerend sein! Inzwischen bestätigt sogar der Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, dass man den CO2-Ausstoß nicht weiter fortsetzen dürfe, man müsse “aggressive Maßnahmen“ dagegen ergreifen; es werde sonst zu furchtbaren Katastrophen kommen, die Durchschnittstemperaturen könnten bereits bis 2060 um 4 Grad gegenüber dem Beginn der Industrialisierung ansteigen und würden wegen der Trägheit des Klimasystems den Anstieg noch lange weiter fortsetzen. Mein kleiner Enkel Hanno (1) wird dann 50 Jahre alt sein. Noch ahnt er nicht, was auf ihn zukommt.

Bisher sind die Temperaturen erst um etwa 0,8 Grad angestiegen und trotzdem hören wir immer öfter von „Extremereignissen" wie Tropenstürmen, Extremniederschlägen, Überschwemmungen, Trockenheit, Waldbränden, Hitzewellen. In der unten dargestellten Grafik zeigt der Deutsche Wetterdienst, wie sich seit dem Anlaufen der Industrialisierung die mittleren Sommertagestemperaturen entwickelt haben (die nächtliche Abkühlung ist dabei mitgerechnet). Das Jahr 2003 haben wir besonders markiert.

Mittlere Tagesmitteltemperatur im Sommer in Deutschland 1901 - 2011

Mittlere Tagesmitteltemperatur im Sommer in Deutschland 1901 - 2011
Quelle: Deutscher Wetterdienst, Mitteilung vom 23. Januar 2012
(Zur Vergrößerung bitte auf die Graphik klicken)
 

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft sprach 2003 von 23.000 direkten Opfern der Hitzewelle, namentlich in Frankreich 14.800, Italien 4.000, Deutschland 3.500, Spanien 2.000, Portugal 1.300, Großbritannien 900, Niederlande 500. Diese Menschen sind qualvoll an Überhitzung gestorben (Quelle Wikipedia).

Je länger wir die Augen verschließen, desto schlimmer werden die Folgen sein. Die alt-eingeübte Reaktion: "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" mag bei sozialen oder politischen Unruhen richtig sein. Im Fall des Klimawandels ist sie fehl am Platz, denn sie erlaubt es den Politikern weiterhin, ihre jeweilige zahlungskräftigste Klientel (Energiewirtschaft, energieintensive Betriebe usw.) ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl zu bedienen. Aufgabe des Staates ist es jedoch, die gemeinschaftlichen Kräfte zur Abwehr übermächtiger Gefahren zu bündeln; hier wird sie so deutlich wie selten zuvor. Wir brauchen eine Regierung, die entschlossen die Verbrennung von Braunkohle, Steinkohle und Erdöl beendet und den Bau von Stromspeichern vorantreibt, damit die Erneuerbaren Energien eine wirtschaftliche Chance bekommen.

Im Solarenergie-Förderverein Deutschland arbeiten wir an Lösungsvorschlägen zu den Detailfragen. Helfen Sie mit, unsere Lösungsvorschläge bekannt zu machen!

Ihr SFV-Geschäftsführer
Wolf von Fabeck



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