62.171 Solaranlagen fallen bis Ende dieses Jahres aus der EEG-Vergütung – und stehen teilweise vor einer ungewissen Zukunft. Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV) bietet gezielte Beratung und fundierte Informationen, um Betreiberinnen und Betreibern wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen für den Weiterbetrieb ihrer Ü20-Anlagen aufzuzeigen.

Das Marktstammdatenregister zeigt: In den kommenden Jahren fallen immer mehr Solaranlagen aus dem 20-jährigen EEG-Förderungszeitraum. Bereits in den nächsten drei Jahren sind rund 400.000 Photovoltaikanlagen von der sogenannten Ü20-Problematik betroffen. Bis 2033 steigt diese Zahl auf mehr als eine Million Anlagen mit einer Gesamt-Nennleistung von über 15 Gigawatt – eine Größenordnung, die in etwa dem gesamten deutschen Solar-Jahreszubau von 2025 entspricht. Die meisten dieser PV-Anlagen wurden als Volleinspeise-Anlagen ans Netz angeschlossen. Damit diese Anlagen wirtschaftlich weiterbetrieben werden können, sind fast immer Umstellungen und Investitionen notwendig. 

Der SFV macht deutlich: Ü20-Anlagen dürfen nicht zum Auslaufmodell werden. “Ü20-Anlagen leisten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung und zur Energiewende – ihr Wegfall wäre energiepolitisch fatal”, so Susanne Jung, die leitende Geschäftsführerin des Vereins. Die ältesten Anlagen laufen seit 36 Jahren - viele ohne nennenswerten Leistungsabfall. Daher möchte der Verein eine unnötige Abschaltung oder vorzeitigen Rückbau der Anlagen verhindern.

Um Betreiberinnen und Betreiber gezielt zu unterstützen, hat der SFV sein Beratungsangebot erweitert. Neben dem kürzlich erschienenen Solarbrief-Magazin mit dem Schwerpunkt „Ü20-Anlagen 1×1“ bietet der Verein seit Januar 2026 kostenfreie Gruppen- und Kurzberatungen speziell für Ü20-Anlagen an. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen und gemeinsam tragfähige Weiterbetriebsstrategien zu entwickeln. Betroffene Anlagenbetreibende sind eingeladen, sich beim SFV für eine Beratung zu melden.

Der aktuelle Solarbrief beantwortet dabei alle zentralen Fragen rund um den Weiterbetrieb von Ü20-Anlagen: Die vier wichtigsten Optionen nach dem Ende der EEG-Förderung werden vorgestellt, er enthält detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen und es wird erläutert, worauf beim möglichen Rückbau einer PV-Anlage zu achten ist. Ergänzend ermöglichen die Gruppen- und Einzelberatungen des SFV eine passgenaue Betrachtung der jeweiligen Anlagensituation – damit bestehende und künftige Ü20-Solaranlagen auch weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten können.
 

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