Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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Datum: 24.04.02

Entwicklung des PV-Geschäfts


Der Solarenergie-Förderverein hat vom 20.04. bis 23.04.02 unter 400 PV-Installateuren und -Händlern eine Umfrage zur Entwicklung des PV-Geschäftes durchgeführt.

Die Umfrage lautete:

Wie hat sich die Absenkung der Mindestvergütung auf das PV-Geschäft ausgewirkt?


Klicken Sie bitte die Antwort an, die Ihrem persönlichem Eindruck am ehesten entspricht.

  1. Das PV-Geschäft war im ersten Quartal 2002 sogar noch besser als im ersten Quartal des Vorjahres. - Zunahme um mehr als 15%.
  2. Das PV-Geschäft war im ersten Quartal 2002 etwas besser als im ersten Quartal des Vorjahres. - Zunahme unter 15%.
  3. Das PV-Geschäft war im ersten Quartal 2002 etwa gleich wie im ersten Quartal des Vorjahres.
  4. Ich kann keine Tendenz erkennen (neu im Geschäft oder andere Gründe).
  5. Das PV-Geschäft hat im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nachgelassen.
  6. Das PV-Geschäft ist im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres auf weniger als die Hälfte zurückgegangen

Es sollten also die beiden ersten Quartale von 2001 und von 2002 miteinander verglichen werden.

Insgesamt haben 70 Installateure geantwortet.

Die Stimmenverteilung war:
7 Stimmen für Antwort 1
2 Stimmen für Antwort 2
6 Stimmen für Antwort 3
3 Stimmen für Antwort 4
30 Stimmen für Antwort 5
22 Stimmen für Antwort 6

Fast drei Viertel geben somit an, dass das erste Quartal dieses Jahres schlechter, teilweise sogar erheblich schlechter verlaufen sei als das erste Quartal des Vorjahres!

Aufgrund des angegebenen Vergleichsquartals (erstes Quartal 01 zu erstes Quartal 02) sind saisonale Unterschiede mit Sicherheit als Ursache für diese Entwicklung auszuschließen. Ist also die in diesem Jahr erfolgte Absenkung der Einspeisevergütung für die festgestellte Verschlechterung verantwortlich?

Eindeutig entscheidbar ist dies nicht, denn möglicherweise muss auch die schlechte Entwicklung der Wirtschaft allgemein als Ursache angesehen werden. Eventuell zeigt das Umfrageergebnis also nur einen vorübergehenden Einbruch an und keinen dauerhaften Abwärtstrend. Vielleicht ist aber auch das Potential an Idealisten, die unter Inkaufnahme von finanziellen Opfern zur Errichtung einer PV-Anlage bereit sind, schlichtweg erschöpft. Auch diese Möglichkeit muss durchaus in Erwägung gezogen werden.

Auf jeden Fall tritt die Absenkung der Eingangsvergütung jedoch im Rahmen einer offenbar vorhandenen ungünstigen Entwicklung nun als verstärkender Faktor auf. Dies birgt die Gefahr in sich, dass die PV weiter hinter die Windenergie zurückfällt und die ihr zukommende Rolle im Konzert der Erneuerbaren Energien nicht übernehmen kann.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass wir uns nicht darauf verlassen könne, dass die durchaus positive Entwicklung der letzten Jahre schon "von allein" weitergeht.

Im Gegenteil:
Vieles spricht dafür, dass das Niveau der Einspeisevergütung von vornherein zu niedrig angesetzt worden ist. Als Ausgangspunkt einer zukünftigen, an die Marktentwicklung angepassten Absenkung ist also zunächst die Anhebung der Einspeisevergütung auf eine kostendeckende Vergütung unerlässlich.

 


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